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Die siedlungsmäßigen Anfänge
Wiens gehen auf die römische Antike zurück. Im 1. Jahrhundert n. Chr. kam es
hier zur Anlage eines römischen Militärlagers namens Vindobona.
881 wurde die
Siedlung mit ihrem heutigen Namen erstmalig urkundlich belegt
. Um 1200 wurde die Wiener Stadtmauer errichtet und man sprach von Wien als
einer der bedeutendsten Städte des Reichsgebietes nach Köln. Die geistige
Ausstrahlung der Stadt, die ganz wesentlich vom habsburgischen Hof dominiert
wurde, erfuhr noch im 14. Jahrhundert mit der Gründung der Wiener
Universität eine entscheidende Bereicherung.
Mit der, im Jahr 1529, erfolgreichen Abwehr vor den Türken hat die Stadt
international hohe Anerkennung gefunden. Die Zweite Türkenbelagerung Wiens
im Jahre 1683 konnte ebenfalls glücklich überwunden werden. Die Zeitspanne
zwischen dem Wiener Kongress und der Märzrevolution (1848) war das Zeitalter
herausragender Leistungen auf kulturellem Gebiet, mit z.B. Musikern wie
Beethoven, Schubert oder Johann Strauß Vater. Diese Epoche war aber auch von
einer rasant einsetzenden Industrialisierungswelle verbunden mit
gravierenden sozialen Problemen und einer höchst mangelhaften Infrastruktur
geprägt. Erst das Revolutionsjahr 1848 sollte das Tor für eine neue Zeit
öffnen. 1857 fiel der Entschluss zur Auflassung der städtischen
Befestigungen. Bis heute verbindet man den Namen Wiens international mit dem
Begriff der "Ringstraße", der damals auf diesem Gebiet angelegten
Prachtstraße, an der eine Reihe öffentlicher Gebäude entstand. Geprägt von
dem damals neuen Baustil des Historismus, entstanden hier Ministerien,
Museen, die Hof- bzw. heutige Staatsoper, das Reichsratsgebäude (heute
Parlamentsitz), die neue Universität und vieles andere mehr. Um die
Jahrhundertwende wurde eine große Kommunalisierungswelle eingesetzt. Dies
galt insbesondere für die Verkehrseinrichtungen, die Elektrizitäts- wie auch
die Gasversorgung der Stadt.
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