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Wasser
Wasser entsteht aus dem häufigsten und dem dritthäufigsten
Element des Universum, aus 2 Gasen, nämlich dem Wasserstoff und
dem Sauerstoff im Verhältnis 2 -1und ist eine chemische
Verbindung von hoher Beständigkeit.
Pflanzen
und Tiere bestehen ebenso wie der menschliche Organismus zum
überwiegenden Teil aus Wasser. Wasser vermittelt die
komplizierten chemischen und physikalischen Prozesse innerhalb
und außerhalb der Körperzellen und regelt die Körpertemperatur,
indem es durch Verdunstungsvorgänge dem Organismus Wärme
entzieht. Unter natürlichen Bedingungen kommt es in allen drei
Aggregatzuständen, also in fester (Eis), flüssiger (Gewässer)
und gasförmiger Form (Wasserdampf) vor. Es ist eines der
interessantesten Elemente in der Natur. Es befindet
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sich in einem
immerwährenden Kreislaufprozess, wobei es in diesem
Kreislauf ständig
seine Beschaffenheit ändert. Ausgangsbasis bilden die riesigen
natürlichen Wasservorräte der Meere, die 71 % der Erdoberfläche
bedecken. Das Wasser ermöglicht durch seine spezifischen
Eigenschaften viele Vorgänge in der belebten und unbelebten Natur.
Unter den vielen, auf unserem Planeten vorkommenden Stoffen, nimmt
Wasser aufgrund seiner Eigenschaften eine Sonderstellung ein. Reines
Wasser ist geruchlos, farblos und geschmacklos und hat bei + 4 °C
seine größte Dichte und damit sein größtes spezifisches Gewicht.
Beim Gefrierpunkt von 0 °C nimmt das Volumen um rund 9,5 % zu. Eigentlich sollte Wasser aufgrund seines
niedrigen Molekulargewichtes bei Zimmertemperatur gasförmig
vorliegen. Auch der Vergleich mit analogen Wasserstoffverbindungen
anderer Elemente zeigt die ungewöhnlich hohe Lage des Siedepunktes
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und des
Gefrierpunktes von Wasser. Der Schmelz- oder Gefrierpunkt des
Wassers liegt bei 0 °C, der Siedepunkt bei + 100 °C. Diese beiden
Temperaturen dienen als Fixpunkte für die Gradeinteilung der
Celsius-Thermometerskala. Wasser hat eine ungewöhnlich hohe
spezifische Wärmekapazität, was sich durch den Energieaufwand
erklärt, der für das Aufbrechen der Wasserstoffbrücken notwendig
ist. Durch seine hohe spezifische Wärme ist Wasser ein
ausgezeichneter Wärmespeicher. In der Natur stellen alle offenen
Gewässer aufgrund dieser Eigenschaft ein Klima regulierendes
Wärmereservoir dar - das Wasser nimmt tagsüber die Wärmeenergie auf
und gibt sie nachts wieder ab. Technisch wird diese Eigenschaft in
der Heizungstechnik genutzt. Wasser eignet sich als Kühlmittel zur
Abführung von Wärmemengen z.B. bei Motoren. Es ist ein
ausgezeichnetes Lösungsmittel. Reines Weiters ist ein schlechter
Leiter für den elektrischen Strom und unterscheidet sich von den
meisten Flüssigkeiten durch seine besonders geringe
Kompressibilität.
Die geringe Kompressibilität des Wassers ist für seinen Transport
und seine Verteilung in geschlossenen Rohrnetzen von großer
Bedeutung. |
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Wasseraufbereitung
An
Trinkwasser werden hohe Anforderungen gestellt und die
Wasserbeschaffenheit der verschiedenen Wasservorkommen ist sehr
unterschiedlich. In nicht wenigen Fällen ist man gezwungen, auch
Rohwasser, das nicht in allen Kriterien den Anforderungen entspricht
oder auch von diesen nur geringfügig abweicht, zur
Trinkwasserversorgung heranzuziehen. Diese Wässer muss man
entsprechend aufbereiten, d.h. in ihren Eigenschaften an die
bestehenden Anforderungen anpassen, was mit Hilfe von speziellen
Wasseraufbereitungsverfahren gelingt.
Im Wesentlichen
unterscheidet man zwischen physikalischen Verfahren (z.B. Abtrennung
von festen Stoffen und Gasen), chemischen Verfahren (z.B. Zusatz von
Stoffen, die mit bestimmten Inhaltsstoffen so reagieren sollen, dass
die Reaktionsprodukte gut abtrennbar sind) und biologische Verfahren
(die auf die Mitwirkung von Mikroorganismen angewiesen sind) |
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Wassereigentum
Im Regelfall ist das
Wasser in Europa öffentliches Eigentum. In
Österreich wird zwischen öffentlichen und privaten Gewässern
unterschieden. Diese Einteilung ist für zahlreiche Regelungen des
Wasserrechtsgesetzes bedeutsam (u.a.
für die Bewilligungspflicht von Wassernutzungen und von Maßnahmen
zur Abwehr von Hochwässern). Privatgewässer gehören in der
Regel dem Grundeigentümer -
Grundwasser ist seit 1934 eindeutig Privatgewässer. Wasser ist
aber nur eingeschränkt privat, das heißt der Grundbesitzer kann in
Österreich mit seinem Wasser nicht machen, was er will. Jemand, der
sein Wasser aus einem eigenen
Brunnen bezieht, braucht dafür keine behördliche Genehmigung.
Jede Nutzung, die über den Eigengebrauch hinausgeht, erfordert aber
eine behördliche Genehmigung. Werden mit dem Hausbrunnen Dritte
versorgt ist für die Nutzung des Wassers eine wasserrechtliche
Genehmigung unabdingbar. Die Behörde legt eine Konsensmenge fest,
das heißt eine maximale Menge Wasser, zumeist in Liter pro Sekunde.
Das Eigentumsrecht bezieht sich bei fließenden Privatgewässern nicht
bloß auf das Flussbett, sondern auch auf die Wasserwelle. Einem
privaten Eigentümer kann aber das Flussbett gehören, die Wasserwelle
(der Wasserkörper) dazu aber nicht unbedingt. Die fließende Welle
entzieht sich meistens der Gewalt des Eigentümers, sofern er nicht
Vorkehrungen zu deren Ergreifung getroffen hat. Besonders relevant
werden die Eigentumsverhältnisse, wenn es um die kommerzielle
Verwertung geht. Etwa bei der Errichtung von Flusskraftwerken. Das
Wasserrecht legt auch fest, dass private Gewässer, in die ein
öffentliches Gewässer einmündet, automatisch zu einem öffentlichen
Gewässer werden, obwohl das Bachbett privat bleibt. Österreichs
große Flüsse sind alle öffentlich. Die Österreichische Bundesforste
gelten als Österreichs größte Wasserbesitzer. |
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Wasserhygiene
Unter Hygiene
fasst man alle jene Maßnahmen zusammen, die vorbeugend gegen das
Entstehen oder die Verbreitung von Krankheiten getroffen werden.
Wichtigste Aufgabe in der Hygiene ist daher nicht, auf ein
Ereignis zu reagieren, sondern vorsorgemäßig tätig zu sein. Im
Rahmen der modernen Hygiene sprechen wir von Umwelthygiene,
Krankenhaushygiene, Lebensmittel- und Wasserhygiene,
Seuchenhygiene, Arbeitshygiene u.m. Im Hinblick auf die zentrale
Funktion des Wassers für das Leben und die Aufrechterhaltung der
Gesundheit ist es verständlich, dass der Wasserhygiene eine
besondere Bedeutung zukommt.
Trinkwasser
nimmt bei Nutzung
verschiedenartigste Stoffe auf und wird zu Abwasser. Kontakte
zwischen Abwasser und Trinkwasser haben seit jeher zu
Krankheiten geführt, wie Cholera,
Typhus, Ruhr, Poliomyelitis,
Hepatitis u.a.m. Die moderne Technik und Zivilisation bringen
für Trinkwasserressourcen zusätzliche Gefahren, wie etwa
Mineralölprodukte, Pestizide, Lösungsmittel und andere. |
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Wasserkreislauf
In der Atmosphäre
ist alles in Fluss und Bewegung; so kreist auch das
Wasser
ununterbrochen in seinen drei Aggregatzuständen als Flüssigkeit,
Dampf und Eis. Die auf der Erde befindliche Wassermenge ist in
ständiger Bewegung. Vor allem durch den Einfluss der Sonnenwärme
verdunstet das Wasser an der Oberfläche der Gewässer, der Pflanzen
und des Bodens, steigt hoch und bildet durch Abkühlung in kälteren
Luftschichten und nachfolgende Kondensation (das heißt Verdichtung
und Verflüssigung) Wolken, die bei weiterer Abkühlung als
Regen,
Schnee oder Hagel wieder zur Erde kommen und den
Niederschlag
bilden.
Der weitere Weg des Niederschlagswassers ist nicht einheitlich.
Zum Teil fließt es als Oberflächenwasser in |
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Flüsse, Ströme und in das Meer, um an deren Oberflächen zu
verdunsten. Diesen Weg der Niederschlagswässer bezeichnet man als
oberirdischen Wasserkreislauf. Zum anderen Teil verdunstet das
Niederschlagswasser sogleich von der Oberfläche weg oder von den
Pflanzenblättern aus. Weiters dringt ein Teil in die Erdoberfläche
ein, wo es jedoch schon aus geringer Tiefe von den Pflanzenwurzeln
aufgebaut und den Pflanzen zugeführt wird, die es auf ihrer
Oberfläche wieder verdunsten lassen. Nur ein ganz geringer Rest
tritt tiefer in den Boden ein, soweit dieser entsprechende Poren,
Spalten oder Klüfte aufweist. Auf diesem Weg bildet sich das
Grundwasser und dieser Vorgang wird als unterirdischer Kreislauf
oder als unterirdischer Abfluss bezeichnet.
Dieses Grundwasser ist wiederum die Quelle für
Bäche, Flüsse und Seen. Weiter |
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Wassermeister
Die Komplexität der
riesigen Wasserinfrastruktur wird auf dieser Homepage reichlich
dokumentiert. Es ist daher nur allzu verständlich, dass die
österreichische Wasserbranche größtes Augenmerk auf kompetentes und
gut ausgebildetes Personal legt. All jene Menschen, die dafür
sorgen, dass das wichtigste Lebensmittel rund um die Uhr zur
Verfügung steht, müssen nicht nur in der Lage sein, den Betrieb, die
Wartung und die Instandhaltung von Wasserversorgungsanlagen
fachgerecht durchzuführen, sondern auch mit der
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rasanten Entwicklung
der Technik mitzuhalten. Die ÖVGW hat unter diesem Gesichtspunkt im
Sinne ihrer Mitglieder das ÖVGW-Wassermeister-Zertifikat geschaffen.
Dieses stellt einen behördlich akzeptierten Nachweis der
fachgerechten Schulung gemäß Trinkwasserverordnung dar und befähigt
den Inhaber zum Betrieb, zur Instandhaltung und zur Wartung von
Trinkwasserversorgungsanlagen. Die Geltungsdauer des Zertifikates
ist 5 Jahre. Voraussetzung für die Verlängerung der Geltungsdauer
eines Zertifikates ist, dass der Inhaber durch den Besuch von
Weiterbildungsveranstaltungen eine erforderliche Punktezahl erreicht
hat oder eine neuerliche Prüfung ablegt. Durch diese absolvierten
Fortbildungsveranstaltungen ist das Unternehmen zudem laufend über
den aktuellen Stand der Technik und darüber hinaus über die
Entwicklungen in Recht und Wirtschaft informiert. Mehr über das ÖVGW-Wassermeister-Zertifikat erfahren Sie auf der
Homepage der ÖVGW . |
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Wasserrechtsbehörde
Die
Wasserrechtsbehörde übt die ausschließliche Hoheit über alle
Gewässer und über alle Arten von Nutzungen und Wasserbauten aus. Die
Wasserrechtsbehörde kann - soweit im öffentlichen Interesse
notwendig - in fremde Rechte eingreifen. In dringenden Fällen, z.B.
bei unmittelbarer Gefahr, kann die Wasserrechtsbehörde sofort
handeln. Alle Eingriffe sind zu entschädigen. Die Festsetzung der
Entschädigung ist ein wichtiger Teil des wasserrechtlichen
Verfahrens und die Wasserrechtsbehörde ist hiefür zuständig. Die
Wasserrechtsbehörde hat die Möglichkeit, durch Schaffung von
Schongebieten und Schongewässern die „Wasserversorgung“
vorausschauend zu berücksichtigen. Sofern im
Wasserrechtsgesetz keine anderweitigen Bestimmungen über die
Zuständigkeit enthalten sind, ist in erster Instanz die
Bezirksverwaltungsbehörde zuständig.
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Wasserrechtsgesetz
Das
Wasserrechtsgesetz gehört dem Bereich des öffentlichen Rechtes an.
Sein beherrschender Gedanke ist die Sorge für das öffentliche Wohl
und die Bedachtnahme auf fremde Rechte. Die Pflicht zur Wahrung des
öffentlichen Interesses und der bestehenden Rechte Dritter
durchzieht wie ein roter Faden das ganze Gesetz.
Die
ausschließliche Hoheit über alle Gewässer und über alle Arten von
Nutzungen und Wasserbauten übt die Wasserrechtsbehörde aus. Ohne
ihre Zustimmung darf niemand, auch nicht der Staat, irgendwie
nennenswert in ein Gewässer eingreifen. |
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Die
Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat es sich zum Ziel gesetzt,
einen weltweiten Standard für
Trinkwasserqualität zu definieren. Die dritte Edition bildet die
Vorlage für Water Safety Plans (WSP), so genannte Wassersicherheitspläne,
die ein umfassendes Trinkwasserqualitätsmanagement
von der Quelle bis zum Wasserhahn
ermöglichen sollen. So können potenzielle Kontaminationsquellen
bereits im Vorfeld identifiziert und Beeinträchtigungen der
Wasserqualität entsprechend vorgebeugt werden. Für Osterreich hat
sich zwar das Multi-Barrieren-System als durchaus effizientes Mittel
zur Qualitätssicherung erwiesen, eine nachhaltige Qualitätssicherung
kann jedoch nur durch ein Qualitätsmanagementsystem noch effizienter
und sicherer erfolgen. Die im WSP vorgesehene, bisher ausschließlich
in der Lebensmittelindustrie angewandte Kritische
Kontrollpunktanalyse (HACCP) wird somit auch in den
Trinkwasserbereich in Form einer Risikoanalyse und -bewertung
eingebunden.
In
der gesamten Anlage bedient man sich einer
Betriebsführungssoftware,
um die einzelnen Anlageteile hinsichtlich
Eintrittswahrscheinlichkeit eines negativen Ereignisses sowie dessen
möglicher Auswirkung und Häufigkeit zu beurteilen. Ein wesentlicher Punkt sind die sog.
Risikoprioritätszahlen (RPZ) welche indizieren, wie wahrscheinlich
und gefährlich ein Risikofaktor für die Wasserqualität
und somit den Konsumenten ist. Denen zufolge erhebt der
Trinkwasserversorger sämtliche für die
Qualität des Trinkwassers relevanten Risikofaktoren in seinem
Unternehmen. Diese Ermittlung wird so vorgenommen, dass untersucht
wird, wie schwer etwas erkennbar ist, wie oft etwas auftritt und
welche Auswirkungen hat es. Bewertet wird anhand dreier 10-stufigen
Skalen. 1 ist sehr wenig, 10 hat eine große Auswirkung. Diese Zahlen
sagen aus, wie sensibel dieser Bereich ist oder ob Sofortmaßnahmen
durchgeführt werden müssen. Diese erforderlichen Maßnahmen werden im
WSP vorgegeben. Hand in Hand mit der Verbesserung des
Qualitätsstandards durch die Einführung des WSP geht auch eine
umfassende Aufzeichnungs- und Dokumentationspflicht für die
Wasserversorger sowie deren unmittelbare Informationsverpflichtung
gegenüber ihren Konsumenten und den zuständigen Behörden im Falle
von Qualitätsbeeinträchtigungen. Tulln gilt
als Pioneer und Paradebeispiel -
die Stadt an der Donau ist EU-weite Pilotgemeinde -
für die Umsetzung des WSP. Für den Wassersicherheitsplan der
Stadtgemeinde Tulln gibt es reges Interesse sowohl aus dem In- als
auch aus dem Ausland wie zum Beispiel von der Stadt Bratislava in
der Slowakische Republik. |
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Lage für einen
kontinuierlichen Druck im Wassernetz. Dieser ist abhängig von der
Höhe des Wasserturms. Die Gebäude der Stadt werden allein durch die
Schwerkraft mit Wasser versorgt. Kein Abnehmer darf höher als der
oberste Einspeisungspunkt des Turmes liegen. Besonders in der Zeit
der Industrialisierung im 19. und 20. Jahrhundert erlebte der Bau
von Wassertürmen seine Blütezeit. Ab 1840 - mit der Notwendigkeit
der Wasserversorgung der dampfgetriebener Lokomotiven - breiteten
sich Wassertürme rasant über die meisten europäische Länder aus;
viele Wassertürme befanden sich entlang von Bahnlinien. Wassertürme
gibt es in vielen Größen und Bauarten. Die ersten Wassertürme
besaßen rechteckige Wasserbehälter mit flachem Boden und wurden in
Stahl ausgeführt. Sie waren anfällig für Korrosion und erschwerten
die Reinigung. Später wurden die Behälter rund ausgeführt. Ab ca.
1870 wurden sie in Stahlbeton und seit ca. 1940 auch in Spannbeton
gebaut. Man unterscheidet meist zwischen Gegenbehälter - das Wasser
wird von der Gewinnungsstelle über das Ortsnetz in den Behälter
eingeleitet - und Durchlaufbehälter. Hier wird das Wasser von der
Gewinnungsstelle über eine eigene Leitung direkt in den Hochbehälter
eingeleitet und nicht unmittelbar in das Rohrnetz. Da moderne
Pumpen
auf die unterschiedlichen Wasserabnahmen im Netz reagieren können,
werden Wassertürme zunehmend durch erdnahe Speicherbecken mit
Pumpanlagen ersetzt. Wassertürme finden sich noch immer in Gebieten
ohne Hügel und dienen nicht selten als Standort von
Sendeeinrichtungen. Im Alpenland Österreich waren Wassertürme immer
eine Seltenheit. Eines der Markanten Wiener Bauwerke, der Wasserturm
auf dem Wienerberg wurde 1898-99 gebaut. Seine Errichtung war
erforderlich, um die hochgelegene Gebiete des 10. und 12. Bezirkes
mit Trinkwasser zu versorgen. Nachdem diese Aufgabe von der II.
Hochquellleitung 1910 übernommen wurde, war der Wasserturm nur mehr
fallweise in Betrieb und wurde 1956 endgültig still gelegt.
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Wasserverluste
Allgemein wird
unter Wasserverlust die Differenz zwischen der in das
Versorgungsnetz eingespeisten
Wassermenge
und der erfassten abgegebenen Wassermenge verstanden. „Echte“
und „unechte“ Wasserverluste werden unterschieden. Als echte
Verluste bezeichnet man jene, die durch
Rohrnetzschäden verursacht
werden. Lokalisierbare Gebrechen sind, soweit wirtschaftlich
vertretbar, so rasch wie möglich zu beheben. Sogenannte „unechte
Verluste“ werden ausgelöst durch: Zählerträgheit (kleinere
Wassermengen, die unterhalb der Zählermessgrenze liegen),
Zählerungenauigkeit (nach dem Maß- und Eichgesetz können die
Zähler eine Verkehrsfehlergrenze aufweisen), widerrechtliche
Entnahme (z.B. aus Hydranten,
durch Schwarzanschlüsse an der
Hausanschlussleitung
vor dem Wasserzähler),
Fehlanzeigen hervorgerufen etwa durch Ablagerungen, durch
Beschädigungen im Zähler oder durch Luftansaugen im
Zählerbereich. Die Behebung der unechten Verluste ist also nur
teilweise möglich. Die gesamten Wasserverluste (echte und
unechte) werden für ein gut gewartetes Netz mit 10 % bis 15 %
angegeben.
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Wärmekapazität
Als Wärmekapazität
bezeichnet man das Verhältnis der einem Körper zugeführten
Wärmemenge zu der dadurch bedingten Temperaturänderung. Die
spezifische Wärmekapazität oder spezifische Wärme ist die auf die
Masseneinheit des Stoffes bezogene Wärmekapazität.
Wasser hat eine
ungewöhnlich hohe spezifische Wärmekapazität, was sich durch den
Energieaufwand erklärt, der für das Aufbrechen der
Wasserstoffbrücken notwendig ist. Durch seine hohe spezifische Wärme
ist Wasser ein ausgezeichneter Wärmespeicher. In der Natur stellen
alle offenen Gewässer aufgrund dieser Eigenschaft ein klimaregulierendes Wärmereservoir dar. Technisch wird diese
Eigenschaft in der Heizungstechnik genutzt. Weiters eignet sich
Wasser als Kühlmittel zur Abführung von Wärmemengen zB bei Motoren. |
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Weltgesundheitsorganisation
(WHO)
Die Weltgesundheitsorganisation (englisch: World Health
Organization - WHO)
ist die Koordinationsbehörde der Vereinten Nationen (UNO) für das
internationale öffentliche Gesundheitswesen. Die WHO
wurde 1946 gegründet, die Statuten sind aber erst mit Wirkung
7. April 1948 in Kraft getreten - deshalb ist der 7. April
Weltgesundheitstag.
Die
Präambel der WHO-Satzung enthält eine oft zitierte Definition für
Gesundheit als „ein Zustand
vollkommenen physischen, geistigen und sozialen Wohlbefindens und
nicht bloß das Fehlen von Krankheit und Gebrechen.“ Derzeit gehören ihr 193 Staaten weltweit an.
Die
Weltgesundheitsorganisation hat beratende und technisch helfende
Funktion.
Ihr Ziel ist
das Erreichen des höchstmöglichen Gesundheitsniveaus für alle
Staaten und damit aller Menschen weltweit.
Ihre Hauptaufgabe ist,
Leitlinien,
Standards und Methoden für
die
Bekämpfung der Erkrankungen mit Schwerpunkt auf
Infektionskrankheiten
zu entwickeln, zu vereinheitlichen und weltweit durchzusetzen. Dank weltweiter Impfprogramme, die vor der WHO initiiert
wurden, konnte und kann z. B. der Tod oder die Behinderung von
mehreren Millionen Menschen jährlich verhindert werden.
Die
WHO
kämpft unermüdlich für sauberes Wasser.
Unsauberes Wasser ist nach ihre Schätzungen für jede zehnte
Erkrankung und sechs Prozent der Todesfälle verantwortlich. Die WHO
fordert daher regelmäßig die Regierungen auf, in Projekte zur
Gewinnung sauberen Wassers zu investieren. Zu den
Hauptorganen
der WHO gehören die - jährlich tagende - Weltgesundheitsversammlung,
der Exekutivrat
und ein Sekretariat
mit Generaldirektor. Die Weltgesundheitsorganisation unterhält
Regionalkomitees für Südostasien, den östlichen Mittelmeerraum,
Europa, Afrika, Amerika und den westlichen Pazifik.
Generaldirektorin (bis zum Juni 2012)
ist die Chinesin
Margaret Chan. Sie ist die erste Chinesin, die einer
UN-Sonderorganisation vorsteht.
Sitz der WHO ist Genf (Schweiz).
www.who.int |
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Weltwassertag
Aufgrund einer
UN-Resolution des Jahres 1993 findet jedes Jahr am 22. März der
Weltwassertag statt. Dieser Tag soll daran erinnern, dass
Wasser
lebenswichtig und unersetzbar im Leben jedes Einzelnen ist. Um die
vielen Facetten der Wasserressourcen und Bewirtschaftung darstellen
zu können, wird der Weltwassertag jedes Jahr von einer anderen
UN-Sonderorganisation ausgerichtet. 2008 war das Motto des
Weltwassertages
"Sanitation" -
Siedlungshygiene und Abwasserentsorgung Es sollte damit darauf aufmerksam gemacht
werden, dass zahlreiche Gebiete der Welt Probleme mit der
Trinkwasserversorgung haben, die es zu lösen gilt. Darüber hinaus
heben die Vereinten Nationen mit dem Leitthema
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hervor, dass
Kooperationen beim Wassermanagement auf
internationaler, nationaler und lokaler Ebene von besonderer
Bedeutung für die Bewältigung dieser Wasserprobleme sind. In
Österreich nehmen jedes Jahr zahlreiche Wasserwerke diesen Tag zum
Anlass, um auf die Bedeutung des Trinkwassers und den schonenden
Umgang mit dieser Ressource hinzuweisen.(Mehr) |
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Wolken
Wolken sind nicht anderes als eine Ansammlung von kleinsten
Wassertröpfchen oder Eisteilchen,
die von der erwärmten Luft - dazu ist eine wärmende Quelle, z.B. die
Sonne nötig - mit nach oben genommen werden.
Wenn sich
die Luft abkühlt, wächst die relative Feuchte und bei
Unterschreitung des Taupunktes kommt es zur
Kondensation, zur Bildung von Wasserteilchen in fester oder
flüssiger Form.
Wäre die Luft aber ganz frei von Partikeln, würden sich auch bei
einer Wasserdampfsättigung von über 100% noch keine Tröpfchen
bilden. Dazu
sind winzige umherschwirrende Teilchen (Aerosole) notwendig, an
denen sich die Wassermoleküle anlagern und Tröpfchen von mehreren
Mikrometern Durchmesser bilden können. Diese Kondensationskeime sind kleine Staub- oder Russpartikel
aber auch
Mikroorganismen wie Pollen, Algen, Pilzsporen,
Bakterien, oder
Viren. Forscher haben entdeckt, dass vor allem die Größe und nicht
die chemische Zusammensetzung dieser so genannten Aerosole eine
Schlüsselrolle bei der Entstehung von Wolken spielt. Wolken bilden
sich in einem Bereich von etwa 300 Meter bis ungefähr 12 Kilometer
über dem Erdboden. Es gibt viele Arten von Wolken. Ihr Aussehen und
ihre Eigenschaften hängen von den Höhen ab, in denen sie sich
befinden.
Eine Wolke, durch die Sonnenlicht fällt, sieht weiß aus. Je höher die
Dichte der Wassermoleküle in ihrem Inneren ist desto dunkler
erscheint sie und desto wahrscheinlicher ist die
Niederschlagsgefahr. Obwohl die Wolken ein unendliches
Formenreichtum aufweisen, werden sie nach einem international
vereinheitlichten System klassifiziert.
Die offizielle Klassifizierung der „World Meteorological
Organization“ (WMO)
unterscheidet zwischen 10 Wolkengattungen (z. B. Cumulus,
Stratus, Cirrus), 14 Wolkenarten (z. B. Floccus, Nebulosus, Calvus),
9 Wolkenunterarten und 9 Sonderformen und Begleitwolken. Mit dieser
Klassifikation lässt sich das Aussehen der meisten Wolken in
Kurzform beschreiben. Wolken haben einen großen Einfluss auf den
Strahlungshaushalt der Erde und somit auch auf langfristige
klimatische Gegebenheiten.
Die
Wolkendecke reflektiert die terrestrische Wärmestrahlung zurück auf
den Erdboden. In einer klaren Nacht wird es folglich wesentlich
kälter als in einer bedeckten Nacht.
Die Wolkenkunde heißt Nephologie. |
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