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Das Verästelungsnetz ist ein Rohrnetz, bei dem von den
Transportleitungen bzw.
übergeordneten Versorgungsleitungen
ähnlich den Blattadern immer kleiner werdende Rohrdimensionen
abzweigen. Es eignet sich daher nur in langgestreckten Ortschaften
(Straßendörfern). Jeder Punkt des Rohrnetzes kann nur von einer
Seite mit
Wasser
angespeist werden. Bei einem
Rohrbruch ist die Wasserversorgung in jenem Teil des Netzes, der
nach der Gebrechensstelle liegt, unterbrochen. Im Verästelungsnetz
treten entsprechend den Verbrauchsschwankungen höhere
Druckschwankungen auf. Es
besteht hier auch die Gefahr, dass Wasser bei längerem
Fließstillstand in der Rohrleitung
nachteilig beeinflusst werden kann. Regelmäßige
Spülungen von Endleitungen sind
notwendig. Der Investitionskostenaufwand ist geringer, da man mit
abnehmendem Durchfluss die Nennweite der Rohre verringern kann und
weniger Schieber
erforderlich sind.
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Verdampfung
Das Prinzip der
Verdampfung (Destillation) im
Entsalzungsverfahren beruht darauf, dass
Meerwasser verdampft,
der entstehende Frischwasserdampf aufgefangen und das
Konzentrat abgeführt wird. Bei dem Mehrstufen-Verdampfungs-Verfahren
(MSF - multistage flash evaporation) wird das Rohwasser auf bis zu
40 Stufen bis zur Verdampfung erhitzt und dann im Kondensator
verflüssigt. Bei Erhitzen auf über 100°C bei Überdruck werden
Krankheitserreger
abgetötet, so dass keine weitere Desinfektion nötig ist. Bei dem
Multi-Effekt-Destillation -Verfahren (MED - multiple effect
distillation) wird das Rohwasser - bei Temperaturen von 63 - 80°C -
wiederholt über Wärmetauscherröhren versprüht und unter Rückführung
der Kondensationswärme verdampft, bis alle flüchtigen Substanzen
entwichen sind. Mit diesen Verfahren lässt sich nahezu salzfreies,
steriles Wasser erzeugen. Verdampfungsanlagen sind technisch
ausgereift, arbeiten oft nahezu wartungsfrei, sind günstig in der
Erhaltung und eignen sich sehr gut für den Einsatz in
Entwicklungsländern. Beide thermischen Destillationsverfahren sind
allerdings äußerst energieintensiv. Neben kleinen Haushaltsanlagen
gibt es Großanlagen, die täglich bis zu 500.000 m³ entsalztes Wasser
produzieren. |
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Verbrauchsschwankungen
Da die
Wasserförderung aus Quellen oder
Grundwasser einerseits
jahreszeitlich unterschiedlich ist und nur in den seltensten Fällen
die Verbrauchsspitze abdecken kann, muss ein Ausgleich zwischen
Wasserzufluss und Wasserverbrauch erfolgen. Dieser Ausgleich wird
durch Speicher (Trinkwasserbehälter) erreicht. Gerade bei Verwendung
von Pumpanlagen zur Wassergewinnung ist es aus wirtschaftlichen
Überlegungen oft sinnvoll, nur zu gewissen Zeiten die Pumpanlagen zu
betreiben. In der restlichen Zeit muss der Wasserverbrauch über den
Speicher erfolgen. Für die Dimensionierung eines Wasserbehälters ist
daher es erforderlich, die Ganglinie des Tagesverbrauches des vom
Behälter zu versorgenden Gebietes zu kennen. |
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Verdunstung
Ein
Teil des Niederschlages kehrt unmittelbar in die Lufthülle
zurück (kleiner Kreislauf). Ist die auf der Erdoberfläche
ruhende Luftschicht nicht wasserdampfgesättigt, so findet bei
Berührung mit Wasser (unabhängig vom Aggregatzustand, das ist
Eis, Wasser oder Wasserdampf) ein unmittelbares Abgeben von
Wasserteilchen in die Atmosphäre statt und dieser Vorgang wird
als Verdunstung bezeichnet. Man unterscheidet zwischen
Pflanzenverdunstung (produktive Verdunstung) und
Bodenverdunstung (unproduktive Verdunstung), die unmittelbar vom
Boden und über Wasserflächen, ohne die Pflanzen als
Zwischenträger zu benutzen, erfolgt. Die Verdunstung nimmt mit
steigender Temperatur und abnehmendem Luftdruck zu. Die
Jahreszeit hat daher auf die Verdunstung einen starken Einfluss.
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Versinkung
Räumlich eng
begrenztes rasches Eindringen von oberirdischem
Wasser in den
Untergrund (Spalten, Klüfte) wird als Versinkung
bezeichnet. |
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Verbrausanlagen
sind
Einrichtungen auf einer Liegenschaft nach einer Übergabestelle, die
der Zuleitung, Verteilung und Verwendung von
Trinkwasser dienen,
einschließlich aller angeschlossenen Geräte. |
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Versorgungsleitungen
sollen Wasser in ausreichender Menge zu den Anschlussstellen der
Anschlussleitungen bringen. Die
Leitungen sollen nach Möglichkeit im
öffentlichem Gut verlegt sein. Die Fließgeschwindigkeit soll 2,0 m/s
nicht überschreiten. |
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Viren sind kleinste,
sehr verschiedenartige Teilchen, die keine Zellstruktur besitzen,
gesunde Zellen befallen, diese schädigen und abtöten. Wie aus
statistischen Untersuchungen geschlossen wird, sind in nicht
unbeträchtlichem Ausmaß manche Virusepidemien auf verunreinigtes
Trinkwasser zurückzuführen.
Das
bekannteste Virus,
das über den Verdauungstrakt ausgeschieden wird, ist das
Hepatitis-Virus, Erreger der infektiösen Gelbsucht.
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Virtuelles Wasser
"Virtuelles Wasser" ist ein Begriff, den der englische Geograf Tony
Allan um 1995 prägte und bezeichnet welche Menge
Wasser in einem
Produkt enthalten ist oder zur Erzeugung dieses Produkts aufgewendet
wird. Virtuelles Wasser soll nach einer umfassenden Bilanz die
tatsächlich verbrauchte Menge pro Produkt aufzeigen und folgerichtig
den versteckten Verbrauch des Wassers im Alltag. Virtuell ist also
nur die Rechnung - das Wasser wird tatsächlich verbraucht und das
meist in Ländern mit knappen Ressourcen. Nahezu jedes
Produkt enthält virtuelles Wasser. Bei der Erzeugung von Rindfleisch
beispielsweise fällt nicht nur Trinkwasser für die Fütterung der
Tiere an, sondern auch die Bewässerung von Futterpflanzen. Ein
durchschnittlicher Bürger der USA braucht z. B. etwa 2.000 Liter
täglich für seinen Rindfleischkonsum. Generell verschlingt die
Nahrungsmittelproduktion immense Mengen an Süßwasser für die
Bewässerung der Landwirtschaft. 65 bis 70 Prozent des globalen
Süßwasserverbrauchs werden der Landwirtschaft zurückgeführt .Mit der
Bilanzierung virtuellen Wassers beschäftigt sich vor allem das
Institute for Water Education der UNESCO, das unter anderem die
Verbrauchsmengen virtuellen Wassers veröffentlicht. Bei der
Herstellung eines Megabyte-Computerchip werden ca. 32 Liter Wasser
verbraucht, bei der Herstellung eines Autos bis zu 400.000 Liter,
1.000 bis 2.000 Liter für 1. Kilo Getreide. Länder, die den
Stellenwert des „virtuellen“ Wassers verkennen, riskieren, dass ihre
eigenen Ressourcen nicht genügend geschätzt und innovative gebraucht
werden. Die Aufgabe Allans Modell breit zu kommunizieren haben sich
mittlerweile zahlreiche Umweltorganisationen auf die Fahne
geschrieben. |
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