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Kalium
Der Name Kalium kommt
vom arabischen "al kalja" Pflanzenasche weil Pflanzenasche relativ
viel Kaliumsalze enthält. Kalium ist ein so genannte Alkali-Metall,
das in den meisten Mineralien nachzuweisen ist. Kalium kommt in der
Natur nur in gebundener Form vor. Kalium kommt nicht im Körper in
metallischer Form, sondern vorwiegend als in Flüssigkeit gelöstes
Kalium-Ion vor. Kalium ist ein essentieller
Mineralstoff und gehört zu den wichtigsten
Elektrolyten der Körperflüssigkeit. Zusammen mit
Natrium (Na) regelt es den
Flüssigkeitshaushalt der Zellen (Osmose). Es übernimmt Funktionen im
Energiestoffwechsel und ist wichtig für die für die
Blutdruckregulation. Besonders wichtig ist Kalium auch für das
Erregungsverhalten von Muskeln (besonders des Herzmuskels) und
Nerven. Ein zu niedriger Kaliumspiegel verursacht Müdigkeit,
Muskellähmung, Appetitlosigkeit, Verstopfung, Herzrhythmusstörungen.
Kaliummangel (z.B. durch übermäßiges Ausschwitzen)
kann bei Leistungssportlern zu Krämpfen und Erschöpfungszuständen
führen. Eine Überdosierung muss auch vermieden werden. Kalium wird
über die Nahrung aufgenommen. Der tägliche Bedarf bei Menschen liegt
bei ungefähr 2 g. Eine durchschnittliche Ernährung enthält
ausreichend Kalium. Kaliumreich sind u.a. Kartoffeln, Bohnen, Käse,
Champignons, Spinat Vollkornprodukte, und Obst wie Erdbeeren,
Marillen oder Bananen. Eine Banane liefert z. B. 500 mg Kalium, das
entspricht ca. 1/4 des Tagesbedarfs. Kalium wird vor allem über die
Nieren im Harn ausgeschieden. |
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Kalk
chemisch
Calciumcarbonat (CaCO3 ) kommt hauptsächlich als
Kalkstein vor und wird meist gebrochen oder gemahlen verwendet.
Kalkstein besteht aus Calciumcarbonat, aber selten rein, fast immer
ist er ein Mischcarbonat von Calcium und
Magnesium. Kalkstein ist
auf der Erde weit verbreitet. Mehr als fünf Prozent der Erdkruste
besteht aus Calciumcarbonat-Gesteinen. Calciumcarbonat kommt in der
Form der Minerale Calcit und Aragonit, aber auch in Knochen und
Zähnen sowie im Außenskelett von Krebstieren, Korallen, Muscheln und
Schnecken. Calciumcarbonat selbst ist in reinem
Wasser kaum löslich. Die Verwitterung des Kalkgesteins erfolgt
unter Bildung des leicht löslichen Calciumhydrogencarbonats,
beschleunigt durch Säuren und schwefelige Säure aus dem
Schwefeldioxid der Luft. Ab einer Temperatur von etwa 800°C wird
Kalkstein entsäuert, CO2 wird ausgetrieben, und es
entsteht gebrannter Kalk. Wird gebrannter Kalk mit Wasser versetzt,
entsteht unter Volumenvergrößerung und starker Wärmeentwicklung
gelöschter Kalk, das zum Kalken von Wänden und als Zusatz zu
Kalkmörtel verwendet wird. Gewöhnlicher Kalk ist harmlos. Gebrannter
und gelöschter Kalk sind dagegen stark ätzend. Aufgrund seiner stark
alkalischen Natur wirkt gelöschter Kalk desinfizierend. Das ist der
Grund, warum früher Kalk zum Desinfizieren von Ställen benutzt
wurde. Nach dem Aushärten dieser Kalkschichten ist der Wandbelag für
Mensch und Vieh unschädlich. Teile der Alpen sind aus Kalkstein
aufgebaut. Fließt Wasser durch kalkhaltiges Gestein, löst sich etwas
Kalk darin.
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Kalkstein
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ebenfalls biogen, aber stärker verfestigt als Kreide. Er ist
entweder direkt oder indirekt durch Lebewesen gebildet. Direkt wurde
und wird er durch Schnecken, Muscheln, gesteinsbildende Korallen und
Schwämme gebildet, die Calciumcarbonat zum Aufbau von Außen- oder
Innenskeletten abscheiden. Indirekt wird er dadurch gebildet, dass
Lebewesen, vor allem phototrophe, CO2 assimilieren und so
das Milieu alkalisieren, was zur Ausfällung von Calciumcarbonat
führt. Die Größe der Carbonatkristalle liegt zwischen derjenigen von
Kreide und Marmor. Große Kalkstein-Vorkommen befinden sich im
französischen Orgon sowie in Burgberg (Deutschland). Kalkgesteine
finden sich auch auf der Schwäbischen und Fränkischen Alb, sowie in
den Kalkalpen. |
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Kalzium
Kalzium (Calcium,
Ca) ist in der Umwelt ein Bestandteil von Kalk, Marmor, Kreide
und anderen Mineralien. 99 % des im menschlichen Körper vorkommenden
Kalziums befinden sich in Knochen und Zähnen - Kalzium verleiht
ihnen Stabilität und Festigkeit. Gleichzeitig dienen die Knochen als
Speicher für Kalzium. Es ist schwierig, die untere Grenze des
Kalziumbedarfs festzulegen, da diese stark von der Lebens- und der
allgemeinem Ernährungsweise der jeweiligen Menschen abhängt. Die
empfohlene Kalziumaufnahme ist in vielen Ländern anders. Kalzium ist
ein wesentlicher Bestandteil der Wasserhärte. In übersättigten
Wässern kann es vor allem im Warmwasserbereich zu Ausfällungen und
damit zu Rohrverkrustungen (Verkalkung) kommen. |
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Kapillarität
Kapillarität oder
Kapillareffekt (lat. capillaris, das Haar betreffend) nennt man
diesen Effekt, dass Wasser in Röhren mit einem engen Durchmesser
nach oben steigt. Je kleiner der Durchmesser der Röhrchen, desto
größer sind der Kapillardruck und die Steighöhe. Dieser Anstieg von
Wasser in Kapillaren beruht darauf, dass zwischen den
Wassermolekülen und der Gefäßwand anziehende Kräfte wirken, so
genannte Adhäsionskräfte (Kraft, die zwischen zwei Stoffen wirkt),
die sie befähigen, an bestimmten Stoffen zu haften und diese größer
sind als die Kräfte zwischen den Wasserteilchen. Da die Adhäsion der
Flüssigkeit zum festen Körper größer als die Oberflächenspannung der
Flüssigkeit ist, bildet das Wasser einen konkav gekrümmten
Wasserspiegel (so genannte Meniskus). Viele Stoffe haben kleine
Hohlräume, die wie Kapillaren wirken und in denen deshalb Wasser
hochsteigen kann. Ein Schwamm, ein Löschpapier oder ein Stück Stoff,
die mit nur einer Ecke in Wasser getaucht werden, saugen sich durch
die Kapillarwirkung ganz voll. Weil das Kapillarleitvermögen von
Mauerstein, Mörtel, Beton, Putz sehr groß ist, kann - wenn man die
Mauern eines Hauses nicht abdichtet - Wasser aufsteigen. Die
Durchfeuchtung von Wänden kann eine beträchtliche Höhe erreichen.
Auch für die Pflanzen ist die Kapillarwirkung sehr wichtig: Durch
Hohlräume im Boden steigt Grundwasser auf bis zu den Wurzeln.
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Karst
Karst ist in erster
Linie eine spezifische Landschaft, die sich auf Flächen mit
löslichen Gesteinen entwickelt hat. Der Begriff Karst wird wegen
seiner hauptsächlichen Verbreitung vorwiegend für Gebiete verwendet,
welche aus Karbonat-, Kalk- bzw. Dolomitgesteinen aufgebaut sind.
Karstflächen sind charakterisiert durch die generelle Abwesenheit von permanentem
oberirdischem Abfluss und die Präsenz von seichten Hohlräumen und
eingeschlossenen Vertiefungen, das gemeinsame Vorkommen von
unterirdischen Phänomenen wie Höhlen, Grotten und Bergwerken, die
Existenz von großen Quellen meistens an der Basis des karbonatischen
Massivs, das rasche Infiltrieren des
Niederschlags und
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das Auffüllen des
Karstuntergrunds und der Grundwasserleiter mit versickerndem
Oberflächenwasser, geringe Selbstreinigungskraft, hohe
Grundwassergeschwindigkeit und Wasserraten, zumeist auf lange
Distanzen und ungehinderten und häufig direkten Transport von
Oberflächenschadstoffen und dadurch hohe Sensitivität des karstischen Grundwasserkörpers gegenüber Grundwasserverunreinigung.
Karbonatgesteine bedecken etwa 35% der Fläche Europa. In letzter
Zeit werden Karstaquifere als die größten Grundwasserressourcen
gesehen, 30 Prozent der Trinkwasser
fließet aus Karstquelle.
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Karstwasser
Karstwasser ist
unterirdisches Wasser in verkarsteten Gesteinen. Wesensart des
Karstes ist die auf bestimmte Gesteinsarten beschränkte
Lösungsfähigkeit des Niederschlagswassers, die nicht nur auf die
Oberfläche, sondern auch bis in die Tiefe des Gesteins wirksam
wird. Vorwiegend sind dies Karbonatgesteine, Kalk und Dolomit,
die der Auflösung durch Niederschlagswässer, welche in geringen
Mengen Kohlensäure enthalten, unterliegen. Spalten und
Klüfte
werden durch diese lösungsfähigen Niederschlagswässer
aufgeweitet, bis sich je nach Dauer und Intensität dieses
Prozesses ein kavernöses unterirdisches |
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Entwässerungssystem ausbildet. Gekennzeichnet wird die
Oberfläche von Karstgebieten durch oberflächlich abflusslose
Hohlformen (Dolinen, Karren),
durch die Niederschlags- und Schmelzwässer zur Versinkung
gelangen. |
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Kater
95 Prozent des
Wiener Wassers wird aus Karstquellen geschöpft.
Um die
hohen Standards der Wassergewinnung zu halten
betrieben die Wiener Wasserwerke
schon seit 1986 ein Karstforschungsprogramm.
Um eine genauere
Kenntnis der das Karstgrundwasser beeinflussenden Faktoren zu
gewinnen, wurde von den Wiener Wasserwerken ein umfassendes
internationales Forschungsprogramm initiiert.
"Kater", zusammengesetzt aus "Karst" und "Water" (KArst waTEr
Research) ist ein
von der EU
mitfinanziertes
Forschungsprojekt der Länder Österreich, Slowenien,
Kroatien und Italien, die selbst schon jahrelang Karstlandschaften
erforschen. Da in Europa die verschiedenen Formen der Landnutzung
wie Weidewirtschaft, Tourismus oder Straßenbau, einander
konkurrieren hat sich das Projekt der Erhaltung wertvoller
Trinkwassergebiete angenommen. Österreich hat sich in seiner
Forschung der Fortwirtschaft angenommen. Die Ergebnisse
zusammenzufügen und Erfahrungen auszutauschen, war das Ziel des
Projektes. Neben naturwissenschaftlichen Arbeiten und
Softwareentwicklungen werden auch Aktivitäten in der
Öffentlichkeitsarbeit gesetzt. www.kater.at
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Kavitation
Die Kavitation ist
ein Vorgang, der im strömenden Wasser auftreten kann. In einer
turbulenten Strömung z.B. herrscht in den Wirbeln ein schneller
Wechsel von Druckabfall und -anstieg. Vollzieht sich der Vorgang im
Grenzgebiet des Verdampfungsdruckes, z.B. beim Ansaugen, dann kann
ein schlagartiges Entstehen und wieder Kondensieren von
Dampfbläschen eintreten. Man nennt diese Erscheinung Kavitation
(Kavernen- oder Hohlraumbildung). Dabei entstehen ratternde
Geräusche. Legt man das Ohr an eine Pumpe oder
Rohrleitung, in der
Kavitation herrscht, glaubt man, kleine Steinchen würden im
Förderstrom des Wassers mitgerissen. Durch die mechanische
Schlagwirkung bei der Kondensation der Bläschen werden mit der Zeit
erhebliche Materialzerstörungen verursacht (bei Druckausstieg
brechen diese Blasen sofort wieder in sich zusammen und das mit
einer "Urgewalt" von einigen Tausend bar Druck), die sich gegebenenfalls
durch Korrosion über freiwerdende Gase verstärken. Kavitation muss
im Pumpenbetrieb vermieden werden, weil ein Rückgang des
Förderstromes, starke Geräusche und vor allem Materialzerstörung die
schädlichen Folgen sind. |
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Keime
In der
Trinkwasserversorgung genauso
wie in der Medizin werden mikrobielle Krankheitserreger (meist
Bakterien) als Keime bezeichnet.
Um die
Verbreitung der Keime zu unterbinden, wird auf eine konsequente
Desinfektion geachtet. In jedem
Haushalt sind massenhaft Keime, aber mehr als 99 Prozent davon sind
für den Menschen ungefährlich. Als beste Gegenmaßnahme halten
Hygieneexperten häufiges Händewaschen für wichtiger als übertriebene
Sauberkeit durch antibakterielle Haushaltsreiniger.
In der
Trinkwasserversorgung
regelt die
Trinkwasserverordnung die
Sorgfaltspflicht der Betreiber einer Wasserversorgungsanlage zur
Erhaltung der hygienisch einwandfreien
Qualität von Wasser für den menschlichen Gebrauch. |
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Klimawandel
Als Klimawandel
bezeichnet man einen anthropogen (von Menschen verursachten) Anstieg
der Durchschnittstemperatur der erdnahen Atmosphäre und der Meere.
Die
hauptsächliche Ursache dieser „globalen Erwärmung“
liegt nach dem gegenwärtigen wissenschaftlichen Verständnis „sehr
wahrscheinlich“ in der Verstärkung des Treibhauseffektes durch
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den
Menschen. Durch das Verbrennen fossiler Brennstoffe und die
weltumfassende Entwaldung wird Kohlendioxid (CO2) in der
Luft angereichert.
Der Klimawandel wird kaum noch von einem Wissenschaftler bestritten. Das
IPCC (International Panel on Climate Change) wurde 1988 von der
World Meteorological Organisation (WMO) und dem United Nations
Environment Programme (UNEP) eingesetzt mit der Aufgabe, in
regelmäßigen Abständen (von etwa 5 Jahren) den Zustand des
Klimasystems und seine Auswirkungen auf die menschlichen
Gesellschaftssysteme festzustellen.
In
seinem vierten und letzten Teil des Weltklimaberichtes von 2007
kommt der IPCC zu dem Schluss, dass der Klimawandel schneller als
angenommen vorangehe. Die Temperatur wird über den Kontinenten und
in den nördlichen Breiten noch schneller steigen.
Weltweit ist die
Durchschnittstemperatur in den letzten 100 Jahren schon um etwa 0,74
Grad Celsius gestiegen. Die UN-Klimaforscher
halten einen Temperaturanstieg weltweit um bis zu 6,4 Grad Celsius
bis 2100 für möglich. Da Klima und
Ökosystem in vielen Richtungen rückgekoppelt und miteinander
vernetzt sind, könnte der Klimawandel einen maßgeblichen Einfluss
auf (Geo-)Ökosysteme haben. Sowohl der
Wasserkreislauf als auch die Bodenfunktionen (über Infiltration,
Verdunstung ...) vom Strahlungsklima, dem
Niederschlag und der Temperatur werden geregelt. Zu den
unmittelbaren und eindeutig nachvollziehbaren Folgen des
Klimawandels zählt unbestritten
das Schmelzen der Gletscher
und der Anstieg des
Meeresspiegels. Die Folgen können nach Erkenntnissen der Forscher
verheerend sein: Beinahe 40 Prozent der gesamten Weltbevölkerung
leben in Küstengegenden, d.h. weniger als 60 Kilometer von der Küste
entfernt. 2013 wird der nächste IPCC-Bericht erwartet.
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Kluftwasser
Kluftwasser ist
unterirdisches Wasser in gelüfteten, nicht verkarsteten Gesteinen.
Unter Klüften versteht man alle Trennflächen im Gestein (Spalten,
Fugen, Risse, etc.), durch die der Zusammenhang des festen Gesteins
unterbrochen ist. Ausschlaggebend für Wasserbewegungen in
Festgesteinen sind in erster Linie die Klüfte
(Kluftdurchlässigkeit). Die „Gebirgsdurchlässigkeit“ (Kluft- und
Gesteinsdurchlässigkeit) eines Gesteinskörpers lässt sich im
Gegensatz zur Durchlässigkeit bei Porengrundwasserleitern nur mit
subjektiven Begriffen, wie „große Wegsamkeit, geringe Wegsamkeit“,
definieren. Entscheidend für die Wegsamkeit ist die Art der
Zerklüftung, die Kluftdichte, die Lage der Klüfte, die Ausdehnung
,die Weite, die Oberflächenbeschaffenheit, der hydraulische
Zusammenhang untereinander und die Füllung der Klüfte. Generell kann
gesagt werden, je größer die Kluftdichte und die Klüfte, umso
rascher erfolgt der Wasserdurchsatz, umso geringer ist das
Rückhaltevermögen und umso geringer ist eine Filterwirkung (Trübung,
Keime). Enge Klüftung bewirkt neben einer geringeren
Durchsatzgeschwindigkeit und höheren Filterwirkung auch ein größeres
Speichervermögen, also einen besseren Schutz von unterirdischen
Wässern. |
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Kohlensäure
Kohlensäure
(H2CO3) ist das Reaktionsprodukt von
Kohlenstoffdioxid (CO2).
Kohlenstoffdioxid
löst sich im Wasser sehr leicht und bildet mit
Wasser die Kohlensäure, die als Säure den
pH-Wert des Wassers
absenkt. Das Wasser ist mit der gelösten freien Kohlensäure in
der Lage, die sehr schwer löslichen Carbonate der Erdalkalien
(Calcium und
Magnesium) als Hydrogencarbonate zu lösen
(„gebundene“ Kohlensäure). Eine gewisse Menge freie Kohlensäure,
die „zugehörige“ Kohlensäure genannt wird, ist in jedem Wasser,
das die Härtebildner Calcium und Magnesium enthält erforderlich,
um die Hydrogencarbonate (Calcium) in Lösung zu halten. Wieviel
zugehörige Kohlensäure notwendig ist, hängt von der
Carbonathärte (Konzentration der Hydrogencarbonate) des
Wassers ab.
Wird dem Wasser
die zugehörige Kohlensäure entzogen - wie das beim Erwärmen des
Wassers der Fall ist - können die Hydrogencarbonate nicht mehr
in Lösung bleiben und es bilden sich wieder Carbonate zurück.
Diese sind im Gegensatz zu den Hydrogencarbonaten sehr schwer
löslich und scheiden sich als „Kesselstein“ oder „Wasserstein“
ab. Enthält das
Wasser über die zugehörige Kohlensäure hinaus noch weitere freie
Kohlensäure gelöst, dann nennt man diese Kohlensäure
„überschüssige“ Kohlensäure oder „aggressive“ Kohlensäure. Das
Wasser nimmt dann mit zunehmender Konzentration an dieser
überschüssigen Kohlensäure immer ausgeprägtere aggressive
Eigenschaften an, löst Kalk und greift schließlich auch
Werkstoffe an. „Aggressive“ Kohlensäure soll deshalb mittels
geeigneter Verfahren aus dem Wasser entfernt werden (Entsäuerung
des Wassers).
Der Mensch
bildet - wie andere Lebewesen auch – Kohlensäure, die eine
wichtige Rolle im Säure-Basen-Haushalt des Blutes spielt.
Kohlensäure ist in den meisten natürlichen
Mineralwässern enthalten
und ist ein wichtiger Bestandteil der sterilen
Verpackungstechnik.
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Kohlenwasserstoffe
Kohlenwasserstoffe
(Mineralölprodukte) aller Art bilden bei Unfällen von
Transportfahrzeugen sowie durch Defekte oder Unachtsamkeit bei der
Lagerung und Verwendung solcher Stoffe eine große Gefahr für alle
Wässer, weil sie im Gegensatz zu vielen anderen organischen
Substanzen im Boden bzw. im Wasser nur langsam abgebaut werden. Sehr
zweckmäßige Hilfsmittel zur Beseitigung größerer Mengen von
Mineralölprodukten auf Bodenflächen oder
Oberflächenwasser sind
Ölbindemittel, die eine breite Verwendbarkeit haben.
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Kollektoren
Rohrkanäle bzw.
Kollektoren sind längserstreckte Bauwerke im Erdkörper - ähnlich
jenen von Schieberkammern - und dienen der Führung von Leitungen.
Handelt es sich ausschließlich um
Wasserleitungsrohrstränge so spricht man von Rohrkanälen; werden
Leitungen verschiedener Einbautenträger verlegt, so spricht man von
Kollektoren. Als Baumaterial wird heute meistens Stahlbeton
verwendet, doch gibt es auch Bauwerke aus Stein- und
Ziegelmauerwerk, Faserzementrohren,
Stahlbeton- und
Betonrohren sowie speziellen Blechen.
Für Kollektoren gelten zumindest dieselben
Sicherheitsvorschriften wie für
Schieberkammern. |
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Kompensator
Der
Kompensator (lat.: Ausgleicher) ist eine Armatur zum Ausgleich von
Längenänderungen, Winkeländerungungen und Versatz in
Rohrleitungen.
Gebräuchliche Bauformen sind der Langmuffenkompensator und der
Wellrohrkompensator ? Der Kompensator kann auch aus einem flexiblen
Material. Für Sonderfälle wo z.B. zusätzlich schall- und
vibrationstechnische Anforderungen gestellt werden gibt es den
Gummikompensator (Bild) und den Weichstoffkompensator. Diese
Gummikompensatoren haben neben der Längenaufnahme auch schall- und vibrationsmindernde Wirkung |
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Korrelator
Korrelation heißt "Übereinstimmung". Der
Korrelator errechnet aus den unterschiedlichen Laufzeiten des
Leckgeräusches zu zwei Messpunkten die Entfernung zur Leckstelle.
Nach einer Vorortung werden zwei Mikrofone bzw. Sensoren angebracht,
die jene an einer Wasseraustrittstelle (Gebrechen) erzeugten und
über die Rohrleitung fortgepflanzten Geräusche aufnehmen, filtern,
verstärken und als Impulse über Kabel oder drahtlos dem Korrelator
zuleiten. Von diesem werden früher ankommende elektrische
Signalwellen solange „verzögert“ bis ein Kontrollinstrument |
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punkt. Damit Korrelations-Messungen
erfolgreich sind, darf die Leitung nicht frisch befüllt sein, da
sich diese dann akustisch anders verhält, als eine seit längerem
unter Druck stehende Leitung. Der Einsatzbereich ist bei langen
Druckleitungen, vorzugsweise metallisch und im Außenbereich. Wie
hoch entwickelt und aufwändig die Geräte sein können, die
Lokalisierung einer Schadenstelle im Rohrnetz bedarf der genauen
Kenntnis der Leitungsanlage und großer Erfahrung des Fachpersonals. |
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Wasser unterscheidet
sich von den meisten Flüssigkeiten durch seine besonders geringe Kompressibilität. Die geringe Kompressibilität des Wassers ist für
seinen Transport und seine Verteilung in geschlossenen Rohrnetzen
von großer Bedeutung. Wird auf Wasser, wie auch auf manche andere
Flüssigkeiten, Druck ausgeübt, pflanzt sich dieser nach allen Seiten
gleichmäßig fort. Die geringe Kompressibilität des Wassers erklärt
auch, dass der Druck in einer Rohrleitung, die mit Wasser gefüllt
ist, durch Einpressen einer geringen Wassermenge rasch gesteigert
werden kann (Druckprobe). Der Druck geht auch andererseits sehr
rasch zurück, wenn eine geringe Entnahme erfolgt
(Druckentlastungsventil, Ventil zur Abschwächung von Druckstößen in
Rohrleitungen). |
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Kondensation
Als
Kondensation bezeichnet man
den Übergang
eines Stoffes vom gasförmigen in den flüssigen Aggregatzustand.
Dazu ist
eine wärmende Quelle (z.B. Sonne) nötig.
Die bei der Kondensation entstehenden Stoffe heißen Kondensat. Luft kann
bei einer bestimmten Temperatur nur eine bestimmte Menge an
Wasserdampf enthalten. Erreicht der Wasserdampfgehalt den
Sättigungswert
- die relative Feuchte beträgt 100% -
kommt es zu Wasser (Kondensation)
oder Eis (Sublimation). Wasser ist in allen
drei Aggregatzuständen in der Atmosphäre vorhanden. Der Übergang
zwischen Wasserdampf und flüssigem Wasser bzw. Eis ist ein
grundlegender Prozess des natürlichen
Wasserkreislaufs sowie des |
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Wetters
überhaupt. Die
Kondensation feuchter Luft in höheren und kühleren Luftschichten
führt zur Bildung von Wolken
- Wassermoleküle schlagen sich an schwebenden kleinen Partikeln
(Kondensationskernen) - nieder und bilden Wassertröpfchen. Am
Boden führt sie zum Tau und in
der bodennahen
Luftschicht zum Nebel.
Das
Gegenteil der Kondensation ist das Verdampfen oder die
Verdunstung. |
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Korrosion
Unter Korrosion
versteht man ungewollte chemische oder elektrochemische
Werkstoffzerstörung. In der Wasserwerkstechnik ist die Korrosion
metallischer Werkstoffe - und hier insbesonders bei
Rohrleitungsmaterial - am augenfälligsten, obwohl Korrosion bei
allen Werkstoffen auftreten kann. Korrosion darf man nicht
ausschließlich von der Werkstoffseite her betrachten. Dem
korrodierend wirkenden Medium, sei es Luft, Boden oder
Wasser, kommt
eine ebenso wichtige Rolle zu, denn ein Werkstoff korrodiert nur
dann, wenn seine Umgebung die Voraussetzungen dazu bietet. Aufgrund
der Werkstoffeigenschaften und der Beschaffenheit des
Korrosionsmediums lässt sich das wahrscheinliche Korrosionsverhalten
eines Werkstoffes gut beurteilen und für einen bestimmten
Einsatzzweck von vornherein die jeweils zweckmäßigsten Werkstoffe
und Korrosionsschutzmaßnahmen auswählen. |
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Kryosphäre
Die Kryosphäre (griech.
krýos=Kälte
– Frost, „sphaira“ Kugel) umfasst den gesamten
Permafrost und das
Eis auf der Erdoberfläche. Dazu zählen
die arktischen und antarktischen Regionen, Grönland, die
Gletscher
in
den Alpen und den Hochgebirgen der Erde
und das Meereseis.
Der
Zustand der
Kryosphäre ist ein Indikator für natürlich- bzw. künstlich
induzierte
kurz- und langfristige weltweite
Klimaänderungen. Die Kryosphäre schmilzt
derzeit in alarmierender Geschwindigkeit, - entsprechend dem
weltweiten Temperaturanstieg - mit möglichen dramatischen
Auswirkungen auf das zukünftige Weltklima. |
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In der Kalt- und
Warmwasserverteilung wird reines, sauerstofffreies Kupfer für Rohre
in der Inneninstallationen verwendet.
Bei
Wässern mit pH < 7,0 soll das Konzentrationsverhältnis von
Hydrogencarbonat zu Sulfat > 1,5 sein. Die Forderungen der ÖNORM EN
12502-2 „Korrosionsschutz metallischer Werkstoffe"
– Hinweise zur Abschätzung der Korrosionswahrscheinlichkeit in
Wasserverteilungs- und –speichersystemen – Teil 2 „Einflussfaktoren
für Kupfer und Kupferlegierungen“ müssen beachtet werden. |
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