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Hagel
Hagel ist eine Form von Niederschlag, der
aus durchsichtigen bis undurchsichtigen
rundlichen Eiskugeln oder Klümpchen mit 5
bis 50 mm Durchmesser besteht (selten bis zu 10 cm Durchmesser und 1
kg Gewicht). Sie bilden sich aus Wassertröpfchen,
welche in tiefen Wolkenschichten
kondensieren und dann durch Aufwinde in höhere und kältere
Luftschichten transportiert werden, wo sie dann gefrieren. Die
erzeugten starken Aufwinde von durchaus 20 bis 30 m/s sind ein
wichtiger Faktor für die Hagelbildung. |
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Hagel erhält seine schalenförmige Struktur durch das wiederholte
Aufsteigen und Absinken in der Turbulenz verschieden temperierter
Wolkenschichten.
Ein
Hagelkorn von 3 cm Durchmesser erreicht eine Fallgeschwindigkeit von
über 100 km/h. Gebiete mit erhöhter Hagelgefahr sind meistens
Hügellandschaften und Abhänge von Gebirgen. Hagel kann in der
Landwirtschaft große Schäden anrichten, daher
wurde schon früh versucht, Mittel und Wege zur Vermeidung von Hagel
zu entwickeln. Erfolgversprechend bei der Hagelbekämpfung war
Silberiodid
(AgI) deren Effektivität jedoch wissenschaftlich nicht belegt
wurde. Wer sich vor Hagel schützen will, muss auf teure Netze
zurückgreifen. |
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Haftwasser
(Häutchenwasser
und Porenwinkelwasser)
Haftwasser ist jenes
Wasser, das sich infolge Adsorptionskräften mit einer Stärke von ca.
2 µm um die festen Bestandteile im Boden anlegt und dadurch
innerhalb des gesamten Porenvolumens einen gewissen Platz
beansprucht, sodass dieser für die Bewegung des
Grundwassers nicht
mehr zur Verfügung steht. |
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Härte
Die
Wasserhärte wird in
„deutschen Härtegraden" (°d oder °dH) angegeben. 1°dH entspricht
einem rechnerischen Gehalt von 10 mg CaO pro Liter
Wasser. Eine
Härte von z. B. 12 °dH entspricht somit 120 mg CaO pro Liter Wasser.
Im wissenschaftlichen Gebrauch ist der Begriff deutsche Härte
allerdings nicht mehr üblich, vielmehr wird die Härte in Mol pro
Liter, oder beim Wasser praktischerweise in milliMol/l anzugeben. 1
mmol/l entspricht 5,6 ° dH.
Das
Waschmittelgesetz BGBl. 300/1984 schreibt zur einfacheren
Information der Verbraucher eine Einteilung des Wassers in
Härtebereiche vor.
Sie reichen von I =
weich bis III = hart
I - 0-10 °dH:
weiches bis mäßig hartes Wasser
II-10°dH-16°dH:
ziemlich hartes Wasser
III - über 16 °dH:
hartes Wasser
Danach richtet sich
die Dosierung von Waschmittel und Kalkschutzmittel (Enthärter).
Anstelle einer höheren Waschmitteldosierung sollte bei Härtestufe II
und III ein separates Kalkschutzmittel verwendet werden. Der
Geschirrspüler ist der jeweiligen Härtestufe entsprechend
einzustellen (siehe Bedienungsanleitung). Mehr |
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Hausanschluss
Der
Hausanschluss besteht aus der Verbindung des Verteilungsnetzes mit
der Verbrauchsanlage des Kunden. Er beginnt an der Abzweigstelle von
der Versorgungsleitung und endet mit der
Absperrvorrichtung nach
dem
Wasserzähler.
Die
Verantwortung des Wasserversorgungsunternehmens für Wassergüte endet
hinter dem Hausanschluss. (Übergabestelle). Die Herstellung bzw.
Verstärkung eines Wasseranschlusses ist schriftlich zu beantragen.
Antragsteller, die nicht Grundstückseigentümer sind, benötigen
zusätzlich die schriftliche Zustimmung des Grundstückseigentümers.
Die Hausanschlüsse gehören zu den Betriebsanlagen des
Wasserversorgungsunternehmens und stehen vorbehaltlich abweichender
Vereinbarungen in dessen Eigentum. Abweichungen hiervon sind häufig;
so kann die
Anschlußleitung
ganz oder nur teilweise im Eigentum des Betreibers der
Hausinstallation sein. Die Dimension der Anschlussleitung bestimmt
das Wasserversorgungsunternehmen unter Berücksichtigung der vom
Kunden gemachten Angaben. Zu beachten |
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wird auch, dass zunehmend Forderungen von der Feuerwehr, betreffend
Brandschutz gestellt werden, die auch eine Bemessung der
Anschlussleitung nach diesen Gesichtspunkten erforderlich machen
können. Grundsätzlich sollte jedes Grundstück eine eigene
Anschlussleitung erhalten, die
möglichst nicht über ein |
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Nachbargrundstück führt und die auch kein anderes Grundstück mit
Wasser versorgt. Lässt sich dies nicht vermeiden, ist unbedingt die
Anschlussleitung durch eine Dienstbarkeit zu sichern. In besonderen
Fällen wie z. B. Krankenhäusern, lebenswichtigen Betrieben usw.
können mehrere Hausanschlüsse verlegt werden. Die Verlegung der
Anschlussleitung in
Schutzrohr
wird in städtischen Siedlungsräumen empfohlen. Bei der
Leitungsführung wird auf Gefährdung durch Frost - z.B. Kanalschäden,
Lichtschächte - geachtet. |
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behörde
betreffend Errichtung, Betrieb und ordnungsgemäße Instandhaltung
solcher Anlagen ist auch nicht gegeben. Regelungen der Länder im
Bereich der Bau- und Raumordnung finden hier teilweise Anwendung. Es
liegt in der alleinige Verantwortung des Hausbrunnenbesitzers die
Wasserqualität
seines Hausbrunnens
überprüfen zu lassen. Es gibt verschiedene Gründe, wodurch es zu
einer Beeinträchtigung von
Wasser aus Hausbrunnen kommt. Das
Bundesministerium für Land- und Fortwirtschaft, Umwelt und
Wasserwirtschaft ist der Auffassung, dass: „Die Qualität des Wassers
aus Hausbrunnen bzw. Quellen vor allem durch einen schlechten
baulichen und installationstechnischen Zustand der Anlage sowie
durch Verunreinigungen des Grundwassers im
Einzugsbereich beeinträchtigt werden kann“. Der Wasserspender muss
so errichtet und betrieben werden, dass das Wasser durch äußere
Einflüsse nicht beeinträchtigt werden kann. Zu geringe Tiefe,
falsche Standorte, unsachgemäße Bauausführung bzw. fehlende
Speichermöglichkeit führen dazu, dass es zu Wassermangel kommt. Zu
geringe Fassungstiefen bei Quellen, zu seichte Brunnen, fehlende Gesamtverrohrung der Brunnen, fehlende
Schutzgebiete, bauliche Mängel führen zu
bakteriologischen Verunreinigungen durch
Fäkalkeime, weiters zu
hohen Nitrat-, Nitrit-,
Chlorid-, Sulfat- und
Phosphatwerten.
Jede Anlage sollte mind. jährlich auf vorhandene Mängel
kontrolliert, und mind. alle 5 Jahre von einem Fachkundigen (z.B.
Brunnenmeister) überprüft werden. |
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Heilwasser
Heilwasser gehört zu den Naturheilmitteln. Voraussetzung für die Zulassung als Arzneimittel ist eine vorbeugende,
lindernde oder heilende Wirkung,
die wissenschaftlich nachgewiesen sein muss.
(selbe Zulassungskriterien wie übliche Arzneimittel).
Ein Heilwasser
muss wie
Natürliches Mineralwasser
bestimmte Anforderungen erfüllen.
Heilwasser
ist
reich an Mineralstoffen und
Spurenelementen, muss
vor
Verunreinigungen geschützten Quellen oder
Brunnen
entstammen und
direkt am Bohrbrunnen oder Quellort abgefüllt
werden.
Die
genauen Angaben zu Mineralstoffen und Spurenelementen sowie die
Wirkungsweise des jeweiligen Heilwassers müssen dem Flaschenetikett
zu entnehmen sein. |
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Herstellung einer
Rohrleitung
Die Herstellung einer
Rohrleitung für die
Trinkwasserversorgung kann nach verschiedenen
Bau- und Montageverfahren erfolgen: Verlegung im offenen Rohrgraben
- der Rohrgraben ist so anzulegen, dass die Überdeckungshöhe aus
Gründen der Frostsicherheit mindestens 1,50 m beträgt - Verlegung
auf einem Erdbauplanum und nachträgliche Dammschüttung, Einbau in
einem Schutzrohr, Verlegung im Sammelgraben, Verlegung in einem
Rohrkanal oder Kollektor, Einbau direkt
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im Erdboden ohne
durchgehende Aufgrabungen (NO-DIG-Verfahren), Einbau nach
besonderen Bau- und Montageverfahren, wie z.B. bei
Brückenleitungen,
Dükerleitungen,
Leitungsführung in Gebirgsstollen und Seewasserleitungen. Die
Trassenführung soll möglichst geradlinig erfolgen. Kleinere
Abweichungen sind bei elastischen
Rohrmaterialien bzw. bei
entsprechenden Rohrverbindungen im geringen Maß zulässig. Größere
Richtungsänderungen einer Rohrleitung erfordern den Einbau
entsprechender Formstücke (Krümmer). Eine Rohrleitung darf nicht
ohne sorgfältige Spülung und
Desinfektion in Betrieb genommen werden
und anschließend im Hinblick auf bestimmte Qualitätskriterien
untersucht werden. Da in der Zwischenzeit die Künette offen bleiben
muss, wird die unbesetzte Baustelle, die den Straßenverkehr
behindert nicht selten zum Ärgernis! |
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Hochschwabmassiv
Das
Hochschwabmassiv
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ein Teil der Nördlichen Kalkalpen
mit rund hundert Gipfeln
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befindet sich im Norden der Steiermark und erstreckt sich über 590 km2.
Es
erreicht mit dem gleich- namigen Hochschwab - |
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gipfel eine maximale Seehöhe von 2277 m. Die mittleren
Jahresniederschlagsmengen reichen von
wenigstens 1400 mm in den Tälern der Nordseite bis zu 2000 mm in den
Hochzonen, mit 1000 mm verzeichnet der Südfuß die niedrigsten
Niederschlagsmittel.
Das gesamte Hochschwabmassiv stellt eines der größten
zusammenhängenden Karstgebiete Österreichs
dar.
Es
besteht zu 83% aus Karbonat- und Lockersedimentgesteinen. Dies
begünstigt die unterirdische Speicherung der einsickernden
Niederschlagswässer.
Neben dem Karstwasser ist auch ein
hoher Anteil an Kluftwasser zu finden.
Doline, Schächte, Klüfte und Spalten leiten das
Regen- und Schmelzwasser in das Innere des Berges, den ein
gigantisches Gefäßsystem aus unterirdischen Wasseradern und Seen
durchzieht.
Die Wassernutzungsrechte dieses
riesigen Wasserspeichers
verteilen sich auf die Stadt Wien und auf das Land Steiermark. Bei
den Wasservorkommen im nördlichen Teil handelt es sich um
oberflächlich austretende Quellen, bei den
Vorkommen im südlichen Teil um Grundwasservorkommen die mittels
Pumpen gefördert werden.
Neben Wien und
Graz beziehen
viele kleinere Gemeinden ihr Trinkwasser aus
dem Hochschwabmassiv.
Bis
2009/10 soll auch über eine 60 km lange
Transportleitung das Hochschwabwasser in die Oststeiermark (bis
nach Hartberg) gepumpt werden.
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Holz
Aus Gründen der
Hygiene darf heutzutage Holz bei Quellfassungen
und Quellstuben weder als Baumaterial verwendet werden, noch als Pölzholz usw. im Boden zurückgelassen werden (Faulen, Brutstätte für
Bakterien). |
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Holzrohre
Bis zur Mitte des 19.
Jahrhunderts war Holz das bevorzugte Material zur Erzeugung von
Wasserleitungsrohren.
Vor allem harzreiche Sorten, wie Kiefern-, Lärchen-, Tannen- und
Fichtenstämme wurden zu Rohren verarbeitet. Kieferrohre galten als
langlebig und waren sehr begehrt. Gleich nach dem Fällen wurden die
Stämme in der Länge von 2 1/2 bis 5 Meter geschnitten und die
Innenhöhlung gebohrt. Bei längeren Rohren wurden von beiden Seiten
„im Kern gebohrt“ und das |
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Bohrloch je nach
Bedarf bis auf 6 Zoll (150 mm) erweitert. Anschließend wurden
die Rohre gedechtelt (gewässert), um eventuelle Rissbildungen zu
verhindert. Sie wurden in Gruben mit
Wasser
gelegt, mit großen
Steinen beschwert, bis die Holzrohre sich mit Wasser voll gesaugt
hatten und sie von selbst unter Wasser blieben. Die Rohre wurden bei
der Verlegung mittels „Brunnbüchsen“ verbunden. Zum Reinigen und zum
leichten Auffinden schadhafter Stellen der Rohre gab es in
Entfernungen von etwa 30 bis 45 Meter Putzöffnungen mit 18 bis 24 cm
langen Öffnungen. Keile aus Eichenholz verschlossen die Putzkästchen
luft- und wasserdicht. In der Regel legte man die
Wasserleitungsrohre 0,9 bis 1,5 Meter tief in den Boden.
Temperaturschwankungen konnten somit besser ausgeglichen werden. Die
Rohre konnten im Winter nicht zufrieren. Die Lieferzeit betrug unter
Umständen 1 Jahr und länger. Viel über Holzleitungen kann man bei
der Besichtigung des Wasserleitungsmuseums Kaiserbrunn der
Wienerwasserwerke oder des
Wassermuseums der Salzburg AG auf dem Mönchberg. |
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Hydranten
Hydranten dienen
zur Entnahme von
Wasser aus dem Rohrnetz für die
Brandbekämpfung, Notversorgung und Straßenreinigung, weiters für
die Rohrleitungsbe- und –entlüftung, sowie zur teilweisen
Entleerung und Spülung der Rohrleitung. Die Anordnung der
Hydranten erfolgt durch das WVU, wobei das Einvernehmen mit der
Feuerwehr hergestellt werden soll. Außerdem ist ihre Lage
deutlich zu kennzeichnen, in Plänen einzutragen und der
Feuerwehr zur Kenntnis zu bringen. Die Anordnung der Hydranten
soll der Besiedlung entsprechend derart getroffen werden, dass
man alle möglichen Brandstellen mit Schläuchen erreicht.
Erfahrungsgemäß sind im verbauten Gebiet Hydrantenabstände von
100 m bis 150 m ausreichend. Hydrantenzuleitungen sollen
möglichst kurz sein. In der Anschlussstelle ist ein
Absperrschieber einzubauen. Bei einem Netzdruck von 4-5
bar kann
mit einer Entnahme von etwa 10 l/s (600 l/min) je Hydrant
gerechnet werden. Die Entnahmemenge aus einem |
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oder mehreren
Hydranten gleichzeitig, ergibt sich aus der Leistungsfähigkeit
des vorgelagerten Rohrnetzes. Mit Hilfe eines Schlüssels wird
der Hydrant geöffnet. Die selbsttätige Entleerung des Hydranten
nach dem Schließen muss gewährleistet sein (Druckwasserschutz).
Man unterscheidet zwischen Überflurhydranten, die sichtbar,
leicht zugänglich sind, jedoch vielfach durch den Verkehr
gefährdet und meistens längere Zuleitungen haben und
Unterflurhydranten, die nahe an der Rohrleitung angeordnet
werden können. Die Ausflussöffnung liegt unter Niveau, daher besteht
keine Gefährdung durch Anfahren. Das Auffinden, vor allem bei
Schneelage, ist etwas schwierig. |
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Hydrographie
Der Begriff
Hydrographie entstand bereits Mitte des 16. Jahrhunderts in England
(von gr. Hydro =
Wasser, Grafie =
Schreiben). Die Hydrographie (Gewässerkunde) ist ein Teil der
Geografie sowie der Geophysik und laut UNESCO "die Wissenschaft und
Praxis der Messung und Darstellung der Parameter, die notwendig
sind, um die Beschaffenheit und Gestalt des Bodens der Gewässer,
ihre Beziehung zum festen Land und den Zustand und die Dynamik der
Gewässer zu beschreiben“. Die ÖNORM-Definition lautet: „Jener Teil
der Hydrologie der sich mit der quantitativen Erfassung und
Beschreibung des Wasserkreislaufes auf,
unter und über der Erdoberfläche und mit der Behandlung der damit
zusammenhängenden Fragen beschäftigt“. Es handelt sich um eine
"Wissenschaft, die sich mit den gesamten Gewässern befasst, diese
beschreibt und in Karten darstellt. Ein bedeutender Bereich der
Hydrographie besteht in der Herstellung und Fortführung von
Seekarten zu Navigationszwecken. Die Hydrographie behandelt auch die
Lehre von der Geschiebebewegung und Geröllverfrachtung in Flüssen
und an Küsten. Umweltüberwachung mit Probennahme und Analyse des
Wassers sowie die Beschreibung des Gewässerzustandes sind heutzutage
ein nicht unwesentlicher teil der Hydrografie.
Alle
hydrographischen Daten in Österreich werden vom
Hydrographischen
Dienst genau beobachtet. |
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Der Hydrographische Dienst betreut seit seiner Gründung im Jahre
1893 das größte Messnetz für hydrographische Daten in Österreich.
Der Aufgabenbereich des Dienstes ist in die 3 Sachgebiete
Niederschlag, Lufttemperatur und Verdunstung
(NLV), Oberflächenwasser und Feststoffe (OWF)
sowie Unterirdisches Wasser und
Quellen (UWQ) unterteilt. Die Organisation
des Hydrographischen Dienstes für Österreich besteht grundsätzlich
aus dem Hydrographische Zentralbüro (HZB), den neun Hydrographische
Landesdienste, der Hydrographie in der Wasserstraßendirektion und
den in den Ländern bestellten Hilfsorganen für die
Messstellenbeobachtungen. Das Hydrographische Zentralbüro ist eine
Abteilung im Bundesministerium für Land und Forstwirtschaft, Umwelt
und Wasserwirtschaft und beschäftigt sich mit der Erhebung des
Wasserkreislaufes, der Datenanalyse, des
Datenmanagements und der Datenpublikation.
Das Hydrographische Zentralbüro Österreich veröffentlicht
das Hydrographisches Jahrbuch von Österreich, die Flächenverzeichnis
der österreichischen Flussgebiete, der Beiträge zur
Hydrographie Österreichs (siehe auch
Wasserressource Österreich) und das Mitteilungsblatt des
Hydrographischen Dienstes. Im Sinne des Umweltinformationsgesetzes
können prinzipiell die hydrographischen Daten ohne Entgelt zur
Verfügung gestellt werden, sofern der Manipulationsaufwand die
Kapazität der öffentlichen Einrichtung nicht überschreitet.
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Hydrologie
Die Hydrologie (v.
griech. „Wasser“ und „Lehre“) ist
laut UNESCO die Wissenschaft, die sich mit dem
Wasser auf der
Erde, seinem Vorkommen, seiner Zirkulation und Verteilung (Kreislauf),
seinen chemischen und physikalischen Eigenschaften
und deren
Veränderungen durch anthropogene Beeinflussung
und seiner Wechselwirkung mit der Umwelt befasst. Die Hydrologie befasst sich mit den gesamten Gewässern. Unterscheidet
wird zwischen
Ozeanografie
(Meereskunde), Potamologie (Flusskunde), Limnologie (Seenkunde),
Hydrogeologie (Quellen- und Grundwasserkunde) und Glaziologie
(Gletscherkunde).
Die
Hauptarbeitsgebiete der Hydrologie sind das Beobachten und Messen
hydrologischer Prozesse. Die Analyse dieser hydrologischen
Erscheinungen dienen als Grundlage zur Lösung vielfältiger
praktischer Aufgaben für alle wasserwirtschaftlichen Planungen und
Wasserbauten (Saisonale Wasserbilanzen für
Einzugsgebiete,
Interaktion zwischen Oberflächengewässern und
Grundwasser für die
Wasserversorgung, Abflussprognose zur Optimierung des
Kraftwerksbetriebs, öffentliche Nutzung der Gewässer,
Hochwasserschutz). |
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Hydrologischer Atlas
Österreichs
Der Hydrologische
Atlas Österreichs bietet weitergehende Analysen und Auswertungen der
hydrographischen Informationen zum Wasserhaushalt Österreichs. Die
Initiative, einen Hydrologischen Atlas für Österreich zu erstellen,
ging von der Österreichischen Gesellschaft für
Hydrologie (ÖGH) aus. Das Fachwissen, das durch Beobachtung,
Analyse und Forschung erarbeitet wurde, sollte einem breiteren
Publikum zugänglich gemacht werden. Es wurde ein duales Kartenwerk
- sowohl in einer |
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analogen
gedruckten Ausführung als auch als digitale, GIS-basierte Version
(CD-ROM für PC) - entwickelt. Bei der Entwicklung der
Benutzeroberfläche wurde großer Wert darauf gelegt, dem Nutzer ein
leichtes Navigieren durch den Atlas zu ermöglichen. Der Atlas wurde
erstmals wurde im März 2003 veröffentlicht. Er umfasst 40 Karten,
die alle Themen des
Wasserkreislaufes behandeln. Beim Hydrologischen Atlas
Österreich steht das Bundesgebiet als Ganzes und nicht das einzelne
hydrologische
Einzugsgebiet im Mittelpunkt. Er stellt eine homogene
Darstellung von hydrologischen und wasserwirtschaftlichen
Informationen auf bundesweiter Ebene, die Kompilation von
hydrologischen Analysen und Statistiken - um damit dem Planer im
Bereich der Hydrologie und
Wasserwirtschaft
Grunddaten zur Verfügung zu stellen - und die Vermittlung
hydrologischen Wissens auf unterschiedlichen Ausbildungsebenen dar. |
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Hydrosphäre
Die Hydrosphäre (griech.
„hydor“ Wasser „sphaira“ Kugel) ist
die Wasserhülle der Erde. Sie umfasst ober- und unterirdische
Wasservorkommen d.h. die Meere sowie
die Gewässer des Festlandes wie Flüsse und Seen, das
Grundwasser, (Gletscher-)Eis,
Schnee und das Wasser der Atmosphäre.
Die Hydrosphäre bedeckt etwa 75% der Erdoberfläche und beeinflusst
das Klima und die Biosphäre in grundlegender Weise und spielt eine
wichtige Rolle im globalen Kohlenstoffkreislauf. |
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Hygiene
Alle jene Maßnahmen,
die vorbeugend gegen das Entstehen oder die Verbreitung von
Krankheiten getroffen werden, werden unter dem Begriff Hygiene
zusammengefasst. Wichtigste Aufgabe in der Hygiene ist vorsorgend
tätig zu sein und nicht, auf ein Ereignis zu reagieren.
Im
Rahmen der modernen Hygiene sprechen wir von Umwelthygiene,
Krankenhaushygiene, Lebensmittel- und
Wasserhygiene, Seuchenhygiene, Arbeitshygiene etc. Im Hinblick
auf die zentrale Funktion des Wassers für das Leben und die
Aufrechterhaltung der Gesundheit ist es verständlich, dass der
Wasserhygiene eine besondere Bedeutung zukommt. Dieser Bedeutung
entsprechend gibt es im Rahmen der allgemeinen
Lebensmittelgesetzgebung
eine eigene Trinkwasserverordnung. |
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Hyperhydration
(Überwässerung)
Wasser ist für den Menschen lebensnotwendig und zwar in einem
ausreichenden und an den wechselnden Bedarf angepassten Ausmaß.
Zuviel Wasser im Körper kann aber auch Schaden anrichten.
Übermäßiges Trinken kann zur Hyperhydration (Überwässerung) führen.
Die Niere kann ein bis eineinhalb Liter Flüssigkeit pro Stunde
ausscheiden, Wenn mehr als drei, vier Liter Wasser in einer Stunden
getrunken wird, kann das problematisch werden. Zuviel Flüssigkeit
belastet das Herz-Kreislauf-System und es kommt zu raschen
Verschiebungen des Natrium-Haushaltes. Bei
Marathonläufen wurde festgestellt, dass viele Sportler (über zehn
Prozent) unter einem akuten Natriummangel gelitten haben. Bei
erhöhter Wasserzufuhr muss auch deshalb darauf geachtet
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werden, die
Salzzufuhr zu steigern. Ein Zeichen für Salzmangel sind nächtliche
Muskelkrämpfe, Krämpfe in untrainierten Muskeln und
Schwindelgefühle. Bei Überwässerung schwellen die Zellen des Gehirns
an; es kommt zu Übelkeit und Bewusstseinsstörungen und es besteht
die Gefahr eines Hirnödems. Weiter |
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