bar Bassena Bakterien Behälter Benchmarking Benzol Beton Betriebsdruck    
 
Biologische Aufbereitungsverfahren Bitumen Blei Brackwasser Bronze Brückenrohrleitung    
 
Brunnen    
 

 
 

bar

Nach dem Internationalen Einheitensystem hat Druck die Einheit Pascal. Obwohl das Pascal verbindlich als Maßeinheit für den Druck eingeführt wurde, verwendet man im Alltagsgebrauch noch heute die Einheit bar. Der Name stammt von dem griechischen Wort „báros „(schwer) ab. Am 1. Januar 1978 löste das Bar (bar) in Österreich die Maßeinheit physikalische Atmosphäre (atm) ab. In der Trinkwasserversorgung wird ein Betriebsdruck von 6 bar an der Anschlussstelle angestrebt. An den höhenmäßig ungünstigst gelegenen Entnahmestellen soll noch ein Betriebsdruck von 3 bar herrschen.

  Druckanlage  - Wiener Wasserwerke (MA 31)
 

 
Bassena - Wasserwerk Krems a. d. Donau

Die „Bassena"

Mit der Einleitung des Wassers in die Miet- und Zinshäuser entstand ein Phänomen, welches der Volksmund die „Bassena" nannte. Es handelte sich dabei um einen Wasserleitungshahn und ein darunter befindliches kleines, meist aus Gusseisen bestehendes Abflussbecken, welches am Korridor - am Gang - jedes Stockwerkes montiert war. Die Wohnparteien versorgten sich mit dem von der Bassena entnommenen Wasser. Die Bezeichnung dieser Einrichtung stammt von dem französischen Wort Bassin für ein künstlich angelegtes Wasserbecken. Diese Bassena erfüllte eine sehr soziale Funktion: Sie wirkte als Kommunikationszentrum für die Hausfrauen. Bei der Bassena traf man sich zwecks Austausch von Nachrichten. Mit der später erfolgten Einleitung des Wassers in die Wohnung wurde zwar die Wasserbeschaffung einfacher und bequemer, aber die soziale Funktion der Bassena war damit weggefallen.

 

 

Bakterien
Bakterien sind einzellige Lebewesen von sehr verschiedener Gestalt. Sie haben die Fähigkeit aus einfachen organischen Stoffen - manche auch aus anorganischen Substanzen - Energie zu gewinnen und ihre eigenen Zellsubstanzen aufzubauen. Umhüllt sind sie von einer zarten Zellmembran, die in eine feste Zellwand eingeschlossen ist. Die Form dieser Zellwände ist für die Bakterienarten charakteristisch. Nach außen hin ist die Zellwand von einer schleimigen Kapsel umgeben und kann eine oder mehrere Geißeln tragen, mit deren Hilfe sich die Bakterien fortbewegen. Einzelne Gattungen bilden im Zellinneren Dauerformen, die selbst unter sehr ungünstigen äußeren Bedingungen überleben können. Die Größe einer Bakterienzelle liegt durchschnittlich bei 0,5 bis 1 µm. Die Vermehrung erfolgt durch Teilung, wobei die Vermehrungsrate sehr hoch sein kann (Teilung alle 20 bis 40 Minute). Laut Trinkwasserverordnung dürfen Escherichia coli, Fäkale-coliforme Bakterien und Enterokokken in 100ml Trinkwasser nicht nachweisbar sein. Da das Trinkwasser bei bakteriologischen Routineuntersuchungen nicht auf alle Krankheiterregenden Keime geprüft werden kann, wird durch den Nachweis von „Indikatorkeimen“ auf eine Verschmutzung des Trinkwassers durch menschliche und tierische Fäkalien geschlossen. Geeignete Fäkalindikatorbakterien sind die fäkalcoliformen Bakterien bzw. Escherichia coli, die nur in Warmblütern (Tier, Mensch) vorkommen. Treten diese Bakterien auf, zeigen diese eine fäkale Verunreinigung (Ausscheidungen von Mensch bzw. Tier) des Trinkwassers an.

 

 
 

 

(Wasser)Behälter

Wasserwerke haben die Aufgabe, die permanente Versorgung mit Trinkwasser sicherzustellen. Da die Wasserförderung aus Quellen oder Grundwasser einerseits jahreszeitlich unterschiedlich ist und selten die Verbrauchsspitze abdecken kann, muss ein Ausgleich zwischen Wasserzufluss und Wasserverbrauch erfolgen. Dieser Ausgleich wird durch Speicher  (Siehe auch Trinkwasserbehälter) erreicht. Die Aufgaben von Wasserbehältern unterscheiden sich nach ihrer Lage zum Netz bzw. ihrer Betriebsweise. Wasserbehälter in Hochlage bestimmen und begrenzen den Druck im ihrem Versorgungsgebiet und erhöhen die Versorgungssicherheit. Die Wasserbehälter in Tieflage speichern die erforderlichen Wassermengen. Durchlaufbehälter liegen zwischen Wassergewinnung und Versorgungsgebiet. 

 
Wasserbehälter - Wasserwerk Krems a. d. Donau Wasserbehälter - Wasserwerk Graz Wasserbehälter - Wiener Wasserwerke Wasserbehälter - Wasserwerk Gmunden Wasserbehälter - Wasserwerk Paternion
 

Das benötigte Wasser wird durch den Wasserbehälter geleitet. Damit ist zudem eine ausreichende Wassererneuerung gewährleistet. Darüber hinaus haben Wasserbehälter die Aufgabe einen Vorrat zur Überbrückung von Betriebsstörungen sowie zur Brandbekämpfung (siehe Hydranten) bereitzustellen. Bei Verwendung von Pumpanlagen zur Wassergewinnung ist es aus wirtschaftlichen Überlegungen oft sinnvoll, nur zu gewissen Zeiten die Pumpanlagen zu betreiben. In der restlichen Zeit muss der Wasserverbrauch über den Speicher erfolgen. Für die Dimensionierung eines Wasserbehälters ist es erforderlich, die Ganglinie des Tagesverbrauches des vom Behälter zu versorgenden Gebietes zu kennen. Wasserbehälter müssen so gestaltet und ausgeführt sein, dass Verschmutzungen oder sonstige nachteilige Veränderungen in bakteriologischer, biologischer, chemischer und physikalischer Hinsicht ausgeschlossen sind. Das gespeicherte Wasser darf keine nachteilige Veränderung durch Erwärmung oder Abkühlung erfahren (siehe Wasserqualität). Die Wasserspeicherung hat in der der Anlagenkette von der Gewinnung bis zum Endverbraucher eine besondere Bedeutung und stellt ein bedeutender Teil der Investitionen dar, die die Wasserversorgungsunternehmen tätigen. Wasserspeicher, bzw. Behälter sind bei Bedarf zu reinigen, mindestens aber einmal pro Jahr. Während ihres Betriebes werden häufige Sichtkontrollen wegen ev. Auftreten von Schwimmschichten, Bildung von Anlagerungen und Sedimenten geführt.

 

 
 

 
 

Benchmarking

Der Begriff Benchmarking (Benchmark = Maßstäbe setzen) ist in der Praxis entstanden und ist auf die US-amerikanische Xerox Corporation zurückzuführen, der sich Ende der 70er Jahre in einer schwierigen Wettbewerbsposition, bedingt durch Qualitäts- und Kostenprobleme befand. Benchmarking bezeichnet ein Analyseinstrument von Unternehmen, mit dem Produkte, Methoden, Abläufe und Strukturen betrieblicher Funktionen  mit einem oder mehreren anderen Unternehmen verglichen werden um Rationalisierungspotenziale oder Qualitäts- und Leistungssteigerungspotenziale aufzudecken. Benchmarking bringt ein Unternehmen dazu über Vorgehensweisen und Strategien anderer Unternehmen nachzudenken und damit zu einem Außerhalb-der-Kirchturm-Denken zu kommen. In der Europäischen Union wird das Benchmarking seit Ende 1996 als eine Methode angewandt, um die Leistungskraft der einzelnen Arbeitsmärkte der EU-Länder zu vergleichen. In Österreich existiert bereits eine Vielzahl von Benchmarkingsystemen und –projekten, die erfolgreich praktiziert werden. In jüngerer Vergangenheit wird diesen Systemen und Projekten zunehmend ein volkswirtschaftlicher Ansatz zugrunde gelegt, der neben den betriebswirtschaftlichen Aspekten auch gleichermaßen Aspekte des Gesundheits- und Umweltschutzes, der Versorgungssicherheit, Qualität, Nachhaltigkeit und des Kundenservices mit einbezieht. Benchmarking ist ein Leistungsvergleich anhand von Betriebskennzahlen zwischen ähnlichen Vergleichspartnern mit dem Ziel vom Besseren zu lernen. Durch Benchmarking können Optimierungspotentiale aufgefunden werden, aber auch die eigene Leistungsfähigkeit stichhaltig nachgewiesen werden. Benchmarking soll in erster Linie als betriebsinternes Controlling-Instrument dienen. Im Zeitraum 2003 bis Mitte 2004 wurde im Zuge eines Pilotprojekts ein österreichisches Benchmarking für die Wasserversorgung entwickelt und in Zusammenarbeit mit 23 Wasserwerken erprobt. Das Projekt wurde von der ÖVGW initiiert und geleitet, von Wasserversorgern, wissenschaftlichen Instituten und in Kooperation mit einem bayerischen Benchmarking Projekt entwickelt und von den wissenschaftlichen Instituten durchgeführt und betreut. In den Folgejahren haben in einer zweiten Stufe 69 Wasserversorgungsunternehmen (sie repräsentieren dabei rund 50 % der versorgten Einwohner) auf freiwilliger und anonymer Basis teilgenommen und die erforderlichen Daten für den Leistungsvergleich vollständig und vertraulich an das Projektteam geliefert. Das Ergebnis der Stufe B des österreichischen Benchmarking- Projektes zeigt, dass die österreichische Wasserversorgung auf einem sehr hohen Qualitätsniveau bei im internationalen Vergleich moderaten Preisen durchgeführt wird. Ziel des Projektes ist nach wie vor, eine weitere Optimierung der österreichischen Wasserversorgung unter nachvollziehbaren Bedingungen bei weiterer Verbesserung des bestehenden hohen Qualitätsniveaus unter Beachtung ökonomischer und ökologischer Zielsetzungen zu fördern.

 

 

Benzol

Benzol (chemische Formel C6H6) ist eine farblose, aromatisch riechende, leicht entzündliche Flüssigkeit, gehört zur Gruppe der aromatischen (ringförmigen) Kohlenwasserstoffe und löst sich nur wenig in Wasser. Benzol ist Bestandteil des Rohöls und damit Bestandteil von Produkten der Erdölraffination, es kommt auch in der Steinkohle vor. Benzinprodukte enthalten Benzol und darüber hinaus entsteht Benzol bei ihrer Verbrennung. Benzol-Emissionen entstehen zu mehr als 90% durch Autoabgase, insbesondere bei benzingetriebenen Motoren. Benzol wird auch bei der Lagerung und dem Umschlag von Benzin frei gesetzt. Beim Rauchen von Zigaretten werden kleine Mengen Benzoldampf freigesetzt, auch bei Vulkanausbrüchen und Waldbränden entsteht Benzol. Benzol wird in der chemischen Industrie für die Synthese vieler Verbindungen gebraucht, wie zum Beispiel Nylon, Synthesekautschuk, Kunststoffe, waschaktive Stoffe, Insektizide, Farbstoffe Lösungsmittel, Antiseptikum und viele weitere Stoffe. Im Haushalt wird es aufgrund seiner Toxizität und krebserregenden Wirkung nicht benutzt. Benzol gehört neben Dioxine Arsen- und Cadmiumverbindungen zu den wichtigsten Umweltkanzerogenen. Es ist blutschädigend, krebserregend, fruchtschädigend und erbgutverändernd. Die Aufnahme von Benzol erfolgt hauptsächlich über die Atemluft, selten über Nahrung und Trinkwasser sowie die Aufnahme durch die Haut. Unter Umständen können Altlasten den Boden oder das Grundwasser stark verunreinigen.

 

 
 

 

Beton

Beton ist im frischen Zustand ein Gemenge aus Zement, Zuschlagstoff und Wasser. Unter Feuchtigkeit und bei Temperaturen über dem Nullpunkt bindet dieses Gemenge hydraulisch ab und erhärtet. Zement und Zuschlagstoff werden entweder händisch oder maschinell trocken gemischt und dann unter Beigabe von Wasser bis zum erdfeuchten oder plastischen Zustand weitergemischt. Zu hohe Wasserbeigabe vermindert die Betonqualität. Im Allgemeinen ist jedes Trinkwasser für die Betonherstellung geeignet. Wässer wie Moorwässer und Abwässer sind unbrauchbar. Stahlbetonrohre sind Betonrohre mit Stahleinlagen. Stahlbetonrohre werden vorwiegend als Press-, Schutz- oder Mantelrohre für Durchörterungen und unterirdische Vortriebe und gering beaufschlagte Druckleitungen mit Betriebsdrücken unter 2,5 bar verwendet. Rohre aus Spannbeton stehen unter einem durch Vorspannung in Ringrichtung aufgezwungenen Spannungszustand. Die Dichtheit der Rohre, insbesonders bei Innendruckbelastung, ist wesentlich besser als die der Stahlbetonrohre.

 

 

Betriebsdruck

Der Wasserspiegel in einem Hochbehälter oder Wasserturm muss so hoch liegen, dass unter Berücksichtigung der Wasserspiegelschwankungen auch an den höchstgelegenen Punkten des Versorgungsgebietes ein ausreichender Betriebsdruck vorhanden ist. Der statische Druck (max. Betriebsdruck ohne Druckstoß) tritt auf, wenn kein Wasserverbrauch vorliegt und das Wasser in den Rohrleitungen stillsteht. Somit sind auch keine Reibungsverluste vorhanden und in jedem Punkt entspricht der statische Druck dem Höhenunterschied zwischen Wasserspiegel im Speicher und der Messstelle im Verbrauchsnetz. An den höhenmäßig ungünstigst gelegenen Entnahmestellen soll noch ein Betriebsdruck von 3 bar herrschen.

 
 

 

Biologische Aufbereitungsverfahren

Zu den biologischen Verfahren zählen jene Verfahren, bei denen Mikroorganismen Wasserinhaltsstoffe aufnehmen und dadurch das Wasser reinigen. Die Mikroorganismen besiedeln in Form eines Biofilmes die Oberfläche eines Trägermaterials. Als Trägermaterial wird im einfachsten Fall Filtersand bis hin zu speziellen Aktivkohlefiltermaterialien mit einer großen inneren Oberfläche angewendet. Je nach Oberfläche ist die Filtergeschwindigkeit unterschiedlich. Beispielhaft für biologische Verfahren sind die Enteisenung und Entmanganung zu nennen, bei der im aeroben Milieu (bei Anwesenheit von Sauerstoff) Eisen- und Manganbakterien die im Wasser gelösten Eisen- und Mangan-Ionen zu unlöslichen und somit abscheidbaren Verbindungen oxidieren. Als weiteres Beispiel ist die Entfernung von Ammonium anzuführen. Auch hier wird im aeroben Milieu durch Mikroorganismen Ammonium zu Nitrat aufoxidiert. Sollte bei dieser Art der Ammoniumentfernung die gebildete Nitratkonzentration über der zulässigen Höchstkonzentration liegen, ist auch eine entsprechende Nitratentfernung anzuschließen.

 

 
 
 

 

Bitumen

Bitumen zählt zu den ältesten Schutzmaterialien, die für den inneren und äußeren Rohrschutz angewendet werden. Dünne Bitumenschichten, wie sie nach dem Tauchen der Rohre in Bitumenlösungen resultieren, stellen keinen Oberflächenschutz im eigentlichen Sinne dar. Solche dünnen und porigen Schichten schützen die Rohre nur während des Transportes und der Lagerung eine zeitlang vor Korrosion an der Luft („temporärer Schutz“). Verstärkte bituminöse Oberflächenschutzsysteme beruhen auf Wickelschichten mit Glasvlieseinlagen. Bitumenschutzschichten sind gegen mechanische Beanspruchungen sehr empfindlich und erweichen bei höherer Temperatur.

 

 

Blei

Blei ist ein bläulich glänzendes Schwermetall. Es wird als Pb (lateinisch Plumbum) abgekürzt. In natürlichen Quell- und Grundwässern kommt Blei nicht vor. Blei kann bei Verwendung von Bleirohren und Bleiarmaturen nach längeren Standzeiten im Trinkwasser gefunden werden. In diesem Fall sollte man das Stagnationswasser vor der Entnahme bis zum merkbaren Temperaturabfall rinnen lassen. Abkochen des Trinkwassers ist keine geeignete Abhilfsmaßnahme. Eingesetzt wurden Bleirohren ausschließlich für Hausanschlussleitungen und vor allem auch für Steigleitungen und Leitungen innerhalb der Häuser und Wohnungen bis etwa in die 60-er Jahre. Bleianschlussleitungen werden im Versorgungsnetz (außerhalb von Gebäuden) seit Jahrzehnten kontinuierlich getauscht, sodass es bis spätestens 2008 keine mehr geben wird. Ständiger Konsum von bleibelastetem Wasser ist gesundheitsgefährdend. Bleiwasserleitungen zusammen mit weichem Wasser können zu hohen Bleikonzentrationen im Blut führen. Bei harten Wasser kann sich eine Schicht aus basischen Bleikarbonat bilden, die Bleiablösungen in das Trinkwasser verhindern. Bei Säuglingen und Kleinkindern können schon geringe Mengen Blei zu Störungen der Feinmotorik führen und die Intelligenz mindern. In der EU und in Österreich ist derzeit (seit Dezember 2003) der Parameterwert für den Bleigehalt im Trinkwasser auf 25 Mikrogramm/l (0,000025gr/l) festgesetzt. Ab 1. Dezember 2013 wird der Parameterwert auf 10 Mikrogramm/l gesenkt. In der jüngsten Wohnrechtsnovelle wird interpretiert, dass das längere Laufenlassen des Wassers ausreichen müsste, um eine Gesundheitsgefährdung durch Blei zu verhindern. Somit wäre kein Austausch der Leitungen auf Vermieterkosten notwendig. Entscheiden müssen dies allerdings die Gerichte. Der oberste Gerichthof (OGH) hat Juni 2006 einer Kärntnerin Recht gegeben, die durch verseuchtes Trinkwasser an einer chronischen Bleivergiftung erkrankt ist.

 

 

Brackwasser

Wasser mit geringerem Salzgehalt (weniger als 250 Milligramm Salz pro Liter) ist Süßwasser, Wasser mit höherem Salzgehalt Salzwasser. Brackwasser ist in der Regel ein sauberes Wasser, das durch die Durchmischung aus Meer- und Süßwasser in Küstengewässern oder von Wasser im Binnenland durch Salzanreichung entsteht. Brackwasser ist geprägt durch hohen Salzgehalt (5 g/l und mehr). Eine Brackwasserzone zeichnet sich durch einen permanent wechselnden Salzgehalt aus und stellt somit an die dort lebenden Organismen stark erhöhte Anforderungen. Die an solch einem Ort lebenden Pflanzen und Tiere müssen besonders anpassungsfähig sein und mit extremsten Bedingungen überleben können. In Brackwassergebieten trifft man auf Süß- und Meerwassertiere bzw. spezielle Brackwasserarten. Brackwasser ist nicht zum Trinken geeignet, weil es dem Körper Wasser entzieht. Durch die globale Erwärmung (Klimawandel) und das Ansteigen des Meeres stellt für viele Länder das Brackwasser eine drastische reale Gefährdung. Simulationen ergaben, dass das unterirdische Brackwasser sich um 10 bis 50 Prozent weiter ins Landesinnere ausbreitete als das oberirdisch eindringende Salzwasser.

 

 
 
 

 

Bronze

Unter Bronze versteht man die Legierung des Kupfers mit Zinn. Sonderbronzen sind Legierungen des Kupfers mit anderen Metallen, wie z.B. Aluminium. Bronzen finden vornehmlich im Pumpenbau Verwendung (Laufräder, Gleitlager).

 

 
Rohrleitung an einer vorhandenen Brücke montiert - Leibnitzerfeld Wasserversorgung Rohrleitung an einer vorhandenen Brücke montiert - Leibnitzerfeld Wasserversorgung Rohrbrücke - Wasserwerk Kapfenberg Rohrbrücke - Wasserwerk Kapfenberg
 

Brückenrohrleitung

Zur Überquerung von Gerinnen, Eisenbahntrassen oder Straßen mit einer Rohrleitung wird diese entweder an eine vorhandene Brücke montiert oder eine eigene Rohrbrücke gebaut. Ist eine Brücke vorhanden, wird diese als Tragkörper für die Leitung verwendet. Entsprechende Maßnahmen gegen Frosteinwirkung sind vorzunehmen. Die Rohrleitung muss sowohl die Bewegungen der Brücke als auch die Eigenbewegungen zum Beispiel infolge Temperaturänderungen mitmachen können. Wenn keine geeignete Brücke vorhanden ist, muss eine eigene Rohrbrücke errichtet werden. Die Konstruktion kann nur von befugten Fachleuten projektiert und ausgeführt werden.

 

Horizontalfilterbrunnen - Wasserverband Fernwasserversorgung Mühlviertel

Brunnen
Anlage zur Erfassung von Grundwasser(strömen) und Förderung von Trink- und Nutzwasser. Bei artesischen Brunnen tritt
Wasser aufgrund seines hydrostatischen Überdrucks zutage. Wir unterscheiden bei den Grundwasserfassungen die senkrechten (vertikalen) Fassungen, die Grundwasserleiter in beliebiger Tiefe unter Tage nutzen, und die waagrechten (horizontalen) Fassungen, die flach liegende Grundwasservorkommen erschließen. Zu den senkrechten Fassungen gehören der Schachtbrunnen - als älteste Bauform überhaupt - und der Bohrbrunnen. Zu den waagrechten Fassungen sind die ebenfalls schon seit langem gebräuchlichen Sickerrohrleitungen und die Fassungsstollen sowie der neuere Horizontalfilterbrunnen zu zählen. (Siehe auch Hausbrunnen)

 

 
Ende