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Wasser
spielte in der Gegend des heutigen Klagenfurt immer schon eine
bedeutende Rolle. Zuerst allerdings nur für den Lindwurm der in
den Sümpfen hauste. Erst als tapfere Männer das gefräßige
Tier, das am liebsten
Jungfrauen verspeiste, töteten, konnte eine Siedlung
entstehen.
Klagenfurt
wurde dann auch gleich zweimal gegründet: Zuerst von Herzog
Hermann aus dem rheinfränkischen Geschlecht der Spanheimer. Er
errichtete an der wichtigen Kreuzung der Handelsstrassen Ost-West
und Nord-Süd
einen Stützpunkt. Zwischen 1193 und 1199 ist „Forum
Clagenfurth“ an der Glan erstmals erwähnt. Doch der kleine
Markt lag im Überschwemmungsgebiet und hatte deshalb keinen
Bestand.
Hermanns
Sohn Bernhard ging die Sache dann richtig an und übersiedelte
1246 in das Gebiet rund um den heutigen Alten Platz. Schon 1252
erhielt dieser kleine Markt das Stadtrecht. Doch auch Bernhards Gründung
musste hart ums Überleben kämpfen: Brände, Heuschreckenschwärme
und Erdbeben machten den Bewohnern das Leben schwer. Als 1514
wieder einmal ein Feuer die Stadt in Schutt und Asche legte, und
alles zu Ende schien, kam die Wende. Kaiser Maximilian I hatte
selbst kein Geld für den Wideraufbau und schenkte die Stadt den
Ständen mit der Auflage, sie aufzubauen.
Bis
1592 wurde die Stadt nach den Plänen des italienischen
Architekten Domenico de Lalio
zu einem Schmuckkästchen mit Bestand ausgebaut, der
Lendkanal als Wasserstraße zum nahen Wörthersee angelegt. Rund
um das neue Zentrum, den Neuen Platz,
und innerhalb eines Steinwalls mit vier Türmen errichteten
die führenden Adelsgeschlechter der Umgebung ihre Stadtpalais in
denen das gesellschaftliche Leben blühte.
Franzosenkaiser
Napoleon
kam auf seinem Zug durch Europa auch in Klagenfurt vorbei
und brachte hier nicht nur das gesellschaftliche Leben
durcheinander sondern ließ auch den Steinwall niederreißen. Wohl
ohne das zu beabsichtigen, eröffnete er damit der weiteren
Entwicklung neue Möglichkeiten.
Die
Eisenbahn, die ab 1863
auch in Klagenfurt Halt machte, brachte wirtschaftliche
Impulse und festigte den Ruf der Stadt als echtes Zentrum Kärntens
in dem auch der Tourismus eine bedeutende Rolle spielt. Obwohl der
zweite Weltkrieg auch in Klagenfurt arge Schäden hinterlassen hat,
konnte die wunderschöne Bausubstanz gerettet und in den
vergangenen 25 Jahren auf Hochglanz gebracht
werden. Touristen kommen von weit her, um das südlich
elegante Flair der Stadt zu genießen.
Klagenfurt
ist auch eine moderne Stadt, hatte als erste Landeshauptstadt Österreichs
ein Fernheizkraftwerk, ein Hochhaus und eine Fußgängerzone.
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