Barrierefreie Bedienung

  1. Zum Inhalt der Seite springen (Accesskey 5)
  2. Zu den Einstellungen für Schriftgrösse und Farbkontraste springen (Accesskey 4)
  3. Zur Suche springen (Accesskey 7)
  4. Zur Hauptnavigation der Seite springen (Accesskey 8)
  5. Zur Metanavigation springen (Accesskey 9)
Platzhalter

Wasser ist Leben.

Umfeld

Die Stadt Wörgl liegt geographisch gesehen im Unterinntal, am Eingang des Brixentales. Mangels größerer Vorkommen an Quellwasser im erschließbaren Umfeld des Stadtgebietes, wurde rechtzeitig erkannt, dass auch der Inntalgrundwasserstrom ein ergiebiger und verlässlicher Bestandteil der Trinkwasserversorgung sein kann. Es handelt sich bei diesem Grundwasser um ein mittelhartes Wasservorkommen, mit keinerlei sonstigen, nicht verträglichen Inhaltstoffen und bakteriologisch einwandfreien Befunden.

Umfeld1

Die Erschließbarkeit des Grundwasserstromes war aufgrund der nicht verbauten landwirtschaftlichen Grünflächen im Westen des Gemeindegebietes, im so genannten Ortsteil Lahntal, ohne Probleme möglich. In den 70er Jahren wurde dort der erste Tiefbrunnen, ein Horizontalfilterbrunnen, mit einer Tiefe von 19m, einem Brunnendurchmesser von 3m und 3 Förderpumpen errichtet. Derzeit ist die Versorgung mit Trinkwasser durch die in den Jahren 1999 und 2000 erbauten Tiefbrunnen Stangl I und Stangl II, mit einer Fördermenge von je 50 l/sek, sowie dem Tiefbrunnen Angath, Förderleistung 16 l/sek. und den Quellen Oberau, Pinnersdorf und Sonnberg, zusammen ca. 10 bis 35 l/sek Quellschüttung, gesichert .

Umfeld2 Umfeld3

Quellwasser wurde bereits Mitte der 20-er Jahre aus dem angrenzenden Seitental Wildschönau (Quelle Oberau) genützt. In den 50-er Jahren wurden die so genannten Pinnersdorfer Quellen erschrotet. Diese Quellfassungen sind auch heute noch in Betrieb, die Gebäude wurden zum Teil in den letzten Jahren erneuert oder saniert. Das Mischungsverhältnis Quellwasser und Grundwasser ist jahreszeitlich bedingt unterschiedlich, im Mittel kann man jedoch von 1/2 Grundwasser und 1/2 Quellwasser ausgehen.

Quellwasser wurde bereits Mitte der 20-er Jahre aus dem angrenzenden Seitental Wildschönau (Quelle Oberau) genützt. In den 50-er Jahren wurden die so genannten Pinnersdorfer Quellen erschrotet. Diese Quellfassungen sind auch heute noch in Betrieb, die Gebäude wurden zum Teil in den letzten Jahren erneuert oder saniert.

Das Mischungsverhältnis Quellwasser und Grundwasser ist jahreszeitlich bedingt unterschiedlich, im Mittel kann man jedoch von 1/2 Grundwasser und 1/2 Quellwasser ausgehen. Darüber hinaus sorgen auch diese Speicher für die erforderliche konstante Druckstabilität. Als weitere Sicherheitsmaßnahme können die Tiefbrunnenpumpwerke durch die Bereitstellung von Notstromaggregaten auch bei einem eventuellen Stromausfall betrieben werden.

Dass einwandfreie Quellwasser äußerst umweltfreundlich zur Verbesserung der Energieversorgung der Stadt beitragen kann, beweist das Trinkwasserkraftwerk Hennersberg I + II.Anstelle von Druckreduzierern wandelt eine Turbine den hohen Wasserdruck in Energie um. Dort wird die Druckenergie dazu genutzt, Ökostrom  zu produzieren. Die gewonnene elektrische Energie wird in das örtliche Stromverteilernetz eingespeist. Danach wird das Trinkwasser ohne geringste  Abstriche an Sicherheit, Zuverlässigkeit und Qualität ins Leitungsnetz eingespeist.

In der Kette der Anlagen von der Gewinnung bis zum Verbraucher hat das Rohrnetz  eine besondere Bedeutung. Cirka drei Viertel des Anlagevermögens der Wörgler Wasserversorgungsanlage entfallen auf das Rohrnetz.  Die Wartung, Instandhaltung, Erneuerung und der Neubau desRohrnetzes - von 1996 bis 2014 wurden im Versorgungsgebiet von Wörgl nicht weniger als 34 km Wasserleitungen ausgetauscht bzw. neu verlegt - füllt ein wesentlicher Anteil im Betriebsaufwand.Die Trinkwasserverteilung erfolgt über 70 km langes Verteilnetz - Dazu kommen noch ca. 20 km an Hausanschlussleitungen - mit einem Leitungsdruck von ca. 5-6 bar. Dieses Rohrnetz besteht aus Transport-, Versorgungs- und Hausanschlussleitungen und variiert im Durchmesser von 80 bis 300 mm.

Der überwiegende Teil der Verteilleitungen in den Dimensionen  80, 100 und 150 mm wurde bis in die 80er Jahre in Stahl und Grauguss verlegt. Ab den 80er Jahren wurden die relativ empfindlichen Graugussrohre durch die hochwertigen, zuggesicherten Sphärogussrohre ersetzt. Seit Mitte der 90er Jahre werden die Wasserleitungsrohre aus Sphäroguss und Stahl bereits werksseitig mit einer innenseitigen Zementbeschichtung versehen. Der Grund dafür ist der Korrosionsschutz und die Verminderung von wasserbedingten Ablagerungen. Für Hausanschlussleitungen und kleinere Verteilleitungen werden vom Wasserwerk nur noch Kunststoffleitungen (Polyethylen) eingebaut.

In jahrelanger Arbeit ist es gelungen, die Verluste drastisch zu senken. Gelungen ist dies durch laufende Netzüberprüfungen mit Durchflussmessungen in den Nachtstunden, Einsatz des Korrelators und nachfolgende Reparaturarbeiten und Austausch der defekten Leitungen.

Diese Maßnahmen müssen kontinuierlich durchgeführt werden, sonst besteht die Gefahr einer Rückkehr zu hohen Verlustraten.

Wörgl verfügt derzeit über eine ausreichende Menge an qualitativ hoch stehendem Trinkwasser. Reserven liegen in der Kapazität des Grundwasserkörpers, dem am Standort Stangl noch ein weiterer, zusätzlicher Tiefbrunnen zugemutet werden könnte. Zur Zeit wird ein mittel- und langfristiges Konzept erarbeitet, welches unter Berücksichtigung des Bevölkerungszuwachses und der noch zu erwartenden Gewerbebetriebe, eine rechtzeitige Reaktion ermöglichen soll.

Das Wörgler Trinkwasser ist ein Mischwasser aus Quell- und Grundwasser und kann auch heute noch ohne jegliche Vorbehandlung an die Bevölkerung weitergegeben werden. Die Wassertemperatur beträgt ca. 9-10 °C. Das Wörgler Wasser wird - aufgrund seiner Reinheit und chemischen Beschaffenheit - ohne Aufbereitungsmaßnahmen oder sonstige Zusätze direkt dem Konsumenten zur Verfügung gestellt. Dennoch steht das Wörgler Trinkwasser unter strenge Beobachtung.

Im Gebäude der Stadtwerke zentralen Schaltwarte werden alle Außenanlagen ständig elektronisch überwacht, die wichtigen Betriebszustände und mögliche Störungen der Brunnen, Behälter und Drucksteigerungsanlagen werden systematisch angezeigt. Qualitätsmäßig wird auch streng kontrolliert. Eigenkontrollen werden laufend durchgeführt und zusätzlich wird die Qualität des Trinkwassers den Vorschriften entsprechen 4x jährlich vom Hygienischen Institut der Universität Innsbruck überprüft.

Die Befunde bestätigen bisher stetig eine einwandfreie Trinkwasserqualität. Das ausgewiesene Schutz- und Schongebiet für die Brunnen und Quellen hat sicher viel dazu beigetragen. Auch der überaus günstige Bodenaufbau, mit einer dicken, dichten Bodenschicht über dem Grundwasserleiter, stellt sich als sehr vorteilhaft zur Verhinderung von Verunreinigungen des Grundwassers heraus. Im Bereich der neuen Tiefbrunnen Stangl I und II konnte das notwendige Schutzgebiet käuflich erworben werden. Ein entsprechendes Schutz- und Schongebiet wurde für die Quelle Oberau ausgewiesen. Die Größe des Schutzgebietes beträgt ca. 4,5 ha.

nach oben