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Wasser ist Leben.

Umfeld

Die Versorgung der Stadtgemeinde Wiener Neustadt erfolgt ausschließlich aus Grundwasser aus der so genannten "Mitterndorfer Senke". Der Grundwasserspeicher "Mitterndorfer Senke", eines der größten Grundwasserreservoirs Europas, wird seit Jahrzehnten von zentralen Wasserversorgungsanlagen für die Trinkwassergewinnung genutzt.

Hierzu zählen neben Wiener Neustadt die Wasserwerke Baden, Mödling, Stadt Wien (seit 1998), der „Wasserleitungsverband der Triestingtal- und Südbahngemeinden" sowie der „Wasserleitungsverband Nördliches Burgenland". Die Mitterndorfer Senke stellt einen ca. 40 km langen, von Neunkirchen bis Mitterndorf-Moosbrunn reichenden tektonischen Grabenbruch dar, welcher sich in der Eiszeit mit Schottermassen füllte.

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Der Trog ist 2 - 8 km breit und bis 150 m tief. Die Grundwasseranreicherung erfolgt großteils durch Versickerung von schmelzwassergespeisten Flüssen. Bislang ging man davon aus, dass es sich in der Mitterndorfer Senke um einen einzigen, großen Schotterkörper handelt, inzwischen vermutet man jedoch sehr wohl bereichsweise abdichtende Schichten aus feineren Sedimenten.

Eine vor 50 Jahren durchgeführte Bohrung nördlich von Wiener Neustadt lieferte bereits erste Hinweise darauf. Die Wassergewinnung erfolgt durch Brunnenanlagen. Das Wasserwerk Süd hat drei Brunnen von 36 m Tiefe und eine Tagesleistung von 10.000 Kubikmetern (120 Liter pro Sekunde), das Wasserwerk West drei Vertikalbrunnen von 60 bis 80 m Tiefe und eine Tagesleistung von ebenfalls 10.000 Kubikmetern.

Die Erschließung des Trinkwassers im Wasserwerk Ost erfolgt mit 2 baugleichen Brunnen von 80 m Tiefe und einer Tagesleistung von 26.000 Kubikmetern (300 Liter pro Sekunde). Im Fall einer Stromstörung wird sofort ein Notstromaggregat automatisch einschaltet. Das mittelharte bis harte Wasser aller einzelnen Wasserwerke ist problemlos miteinander mischbar.

Das gewonnene Trinkwasser wird über 230 km Transportleitung und 70 km Versorgungsleitung verteilt. Der Pflichtversorgungsbereich umfasst eine Fläche von 61 km². Die 3 unabhängigen weit von einander getrennten Wasserspendern mit jeweils hohem Konsens schließen einen kompletten Ausfall der Wasserversorgung durch Unglücksfälle oder technische Gebrechen aus.

Für kurzfristige Ausfälle dient ein Tiefbehälter mit einem Speichervolumen von 5.000 m³ als Sicherheitsbehälter. Als zusätzliche Sicherheitsmaßnahme wurde eine Übergabestation mit dem Wasserleitungsverband der Nördlichen Burgenlandes errichtet wobei das Wasserwerk Wr. Neustadt auch dem Verband Trinkwasser zur Verfügung stellen kann.

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Das unverkennbare Wahrzeichen der Wiener Neustädter Wasserversorgung, der Wasserturm, der in seiner langen Entstehungsgeschichte als Speicherbehälter diente, wird nunmehr als Regelbehälter genutzt. Gesteuert wird die gesamte Trinkwasserversorgung von einer hochmodernen, zentralen Überwachungsanlage im Betriebsgebäude der WNSKS und beim Wasserwerk Ost.

Die Brunnenwasserstände, die Förderung und die von den Brunnen ausgehenden Wassermengen werden gemessen und abgestimmt. Mit dieser Anlage ist es möglich nur jene Trinkwassermengen in die Versorgungsgebiete abzuleiten, welche tatsächlich benötigt werden. Im Störungsfall wird selbsttätig eine Alarmmeldung über GSM- oder Festnetz an das Bereitschaftspersonal abgesetzt.

Die Störungsdienstmitarbeiter können jederzeit über die stationären Desktopcomputer oder mobile Laptops den Anlagenzustand kontrollieren und gegebenenfalls Steuerbefehle absetzen. Da das Wiener Neustädter Wasser, ehe es in die Rohre gepumpt wird, das natürliche Filtriersystem des Boden des Schotterkegels durchläuft, reinigt es sich selbst und weist beste Trinkwasserqualität.

Nur beim Wasserwerk Ost - in den 80er Jahren wurde das Auftreten von chlorierten Kohlenwasserstoffen (Reinigungsmitteln) festgestellt – wurde zur Reinigung des Trinkwassers die Errichtung einer Aktivkohle-Aufbereitungsanlage notwendig. Obwohl die CkW-Werte sich derzeit bereits unterhalb des Grenzwertes entsprechend der Trinkwasserverordnung befinden, wird aus Sicherheitsgründen das Grundwasser vor der Abgabe an die Verbraucher noch immer in der Aktivkohle-Aufbereitungsanlage behandelt.

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Das Wiener Neustädter Wasser wird von den Untersuchungsanstalten ständig geprüft und entspricht den strengen Vorschriften des Lebensmittelgesetzes. Das heißt, es ist chemisch, physikalisch und bakteriologisch einwandfrei.

Die Kontrollberichte werden regelmäßig auf der Homepage des Wasserwerkes www.wns-wrn.at/wasserwerk veröffentlicht. Alle Wasserschutzgebiete sind eingezäunt und alle Anlage mit Alarmanlagen versehen. Im Bereich der Wassergewinnung werden die Schutz - und Schongebiete ständig überwacht.

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