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Wasser ist Leben.

Umfeld

Die Wassergewinnung der Stadt Steyr erfolgt ausschließlich aus Grundwasser aus zwei verschiedenen Förderanlagen. Durch diese zwei unabhängigen Wasserspender kann es zu keinem kompletten Ausfall der Wasserversorgung kommen. Der Hauptentnahmebereich liegt im Brunnenfeld Dietach. 93 % der gesamten Wassermenge werden hier entnommen.

WW Steyr Umfeld 1

Das Wasser ist überwiegend Uferfiltrat aus dem Stausee Kraftwerk Staning. Durch die Filterstrecke wird die chemisch und bakteriologisch einwandfreie Beschaffenheit garantiert. Geologisch betrachtet besteht der Entnahmebereich aus einem Schotterkörper der Enns. Noch vor ca. 10000 Jahren hat sich dort das Flussbett befunden. Über 2 Transportleitungen wird das geförderte Wasser in die Stadtteile geleitet.

Brunnen III Brunnen V

7 % des Wassers stammen aus dem Brunnenfeld Tinsting. Hier wird Wasser aus dem Grundwasserbegleitstrom der Steyr erschrotet. Der Versorgungsbereich umfasst eine Fläche von 20 km². Der wasserrechtlich bewilligte Konsens für beide Brunnenfelder (Dauerentnahme) beträgt 180 l/s. Aufgrund der physikalisch-chemischen Ähnlichkeit sind die Wässer aus den zwei verschiedenen Wasserspendern im Verteilsystem uneingeschränkt mischbar.

In die Stadt gelangt das gewonnene Trinkwasser über 160 km Transportleitung mit Zwischenbehälter und 39 km Versorgungsleitung. Das Rohrmaterial der Versorgungsleitungen besteht, je nach Einbaudatum aus Sphäroguss, Faserzement und Kunststoff (überwiegend PE) und variiert im Durchmesser von 40 - 400 mm. Dieses Rohrnetz tritt zwar nicht in Erscheinung, stellt aber den teuersten Teil der Steyrer Wasserversorgung dar.

Brunnen VII Brunnen VIII

Entsprechendes Augenmerk wird daher auf die Überwachung und Wartung des gesamten Wassernetzes gelegt. Die alten Leitungen werden sukzessive erneuert. Netzkontrollen werden prophylaktisch - das Beheben von Störungen (Leckstellen & Rohrbrüche) ist kostenintensiv - permanent durchgeführt. Diese Rohrnetzanalysen werden mittels modernster elektronischer Geräte wie z. B. Korrelatoren, Geräusch- und Druckloggern ,durchgeführt.

Dadurch werden nicht nur schleichende Wasserverluste vermieden und die Wasservorkommen geschont. Die gute Trinkwasserqualität ist auch direkt abhängig von der Rohwasserqualität. Da der Wasserbedarf selten gleichmäßig über den Tag verteilt ist, ist ein Ausgleich zwischen Wasserangebot und Wasserbedarf ständig notwendig. Dieser Ausgleich wird mittels 7 Wasserbehälter erreicht, die in der Lage sind, über 18.000 m3 Wasser zu speichern.

Diese Menge entspricht nahezu dem 2-fachen mittleren Tagesbedarf an Trinkwasser im Versorgungsgebiet. 4 Drucksteigerungs- und -reduzieranlagen sorgen für eine reibungslose Trinkwasserversorgung auf den höchsten Erhebungen und in den tiefsten Lagen. Weiters sind für Löschwasserzwecke 360 Hydranten installiert. In Steyr ist das nasse Gold unter Verschluss und streng bewacht. Die wichtigsten Wasserreservoirs werden regelmäßig kontrolliert.

Besonders geschützt werden die Wasserbehälter: Panzertüren und Alarmsysteme schützen vor Eindringlingen. Pumpwerke und Brunnen sind ebenfalls durch Alarmanlagen geschützt. Darüber hinaus ermöglicht eine auf den letzten Stand der Technik gebrachte Überwachungs- und Fernsteuerungsanlage die ständige Kontrolle und Vorsorge der gesamten Anlage.

Die wichtigsten Zustandsmeldungen der Gesamtanlage wie Pumpenlauf, Wasserstände und Störungen werden zudem visualisiert. Von der Zentrale in der Ennser Strasse aus können sämtliche Pumpen in den Brunnenanlagen bzw. Drucksteigerungen ein- und ausgeschaltet werden und das Befüllen der Wasserbehälter vollautomatisch geregelt werden. Im Störungsfall erfolgt eine Alarmmeldung an das Bereitschaftspersonal.

Die Störungsdienstmitarbeiter können jederzeit über stationäre Desktopcomputer oder mobile Laptops den Anlagenzustand kontrollieren und Steuerbefehle geben. Das Wasser aus den zwei Grundwasserwerken bedarf keiner Aufbereitung. So wie es aus dem Boden geholt wird, kommt es beim Verbraucher an, keinerlei Zusatzstoffe werden beigemengt.

Die bakteriologische Beschaffenheit ist einwandfrei. Bei sämtlichen Entnahmebrunnen werden vorsichtshalber wöchentlich Probentnahmen durchgeführt und physikalische, chemische und bakteriologische Parameter untersucht. Einmal jährlich erfolgt eine Untersuchung gem. Trinkwasserverordnung.

Abrufbar sind diese Ergebnisse unter: www.steyr.at (Magistrat-Städtische Betriebe-Stadtwerke-Wasserwerk Wasseruntersuchungsergebnisse). Auf den nachhaltigen Schutz der Ressource wird ebenfalls ein großer Wert gelegt. Auf das Umfeld der verschiedenen Anlagen wird besonders geachtet.

Vor allem im Bereich der Wassergewinnung werden die Schutz- (über 2,50 km²) und Schongebiete laufend überwacht. Das Brunnenschutzgebiet rund um das Brunnenfeld Dietach ist im Eigentum der Stadt Steyr. Zwei Bedienstete des Wasserwerks pflegen nicht nur die Außenanlagen sondern auch den Forst im Brunnenschutzgebiet; dieser bedankt sich sofort sich auf seine Weise: der Wald ist ein hervorragender natürlicher Filter!

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