Daten und Fakten
1574 kann mit der Errichtung eines Wasserturmes am Zusammenfluss von Enns und Steyr als Geburtsdatum der Steyrer Wasserwerke betrachtet werden. Diese (sehr) lange Tradition prägt noch immer das heutige Erbe. Ing. Erwin Burgholzer, der erfahrene Wasserwerkleiter, gibt sich betont „traditionell" und lehnt das „moderne Management-Kauderwelsch", wie er es nennt, ab. Eine sichere Wasserversorgung ist seiner Meinung nach das Ergebnis eines ständigen auf Jahrzehnte aufgeteilten Aufbauprozesses ohne spektakuläre Maßnahmen.

Da der Versorgungsgrad gegen 100 % tendiert und der Wasserverbrauch der Haushalte stagniert, sind großangelegte Veränderungen für ihn ausgeschlossen. Auf die Frage nach künftigen Projekten antwortet er knapp: „Die Fortführung der Maßnahmen, welche für einen störungsfreien Betrieb erforderlich sind". Die in den letzten Jahren erfolgte Sanierung der bestehenden Anlagen, wie Hochbehälter und Versorgungsleitungen, gehören eben zu diesen - kostenintensiven - Maßnahmen. Neben Tradition wird auch auf Solidarität Wert gelegt. Die regionalen Zusammenschlüsse sind laut Burgholzer technisch und wirtschaftlich sinnvoll. Man kommuniziert mit den Nachbarn, auch um im Anlassfall Unterstützung oder bei der Beschaffung gerade nicht verfügbarer Materialien Hilfe zu bekommen, aber auch, um substanzielle Baukosten finanzieren zu können. Um über den Wasserwirtschaftsfonds die damals nötigen staatlichen Förderungen zu erhalten, wurde 1979 mit den Gemeinden Garsten und St.Ulrich der Wasserverband „Region Steyr" gegründet.

Nur die Themen Liberalisierung oder Privatisierung, die regelmäßig auftauchen, bringen Burgholzer etwas aus der Fassung: „Es ist zu hoffen, dass diese unsinnigen und nur dem Kapital dienenden Vorhaben vom Tisch kommen". Entscheidend für den Verbraucher ist seiner Meinung nach letztlich der unterbrechungsfreie Bezug und die Qualität. Eingeschränkter Personaleinsatz, wie es bei privaten Unternehmen vorkommen mag, ist für ihn gleichbedeutend mit sinkender Versorgungssicherheit. Die Ausgliederung bestimmter Wartungsarbeiten ist in Steyr nicht vorstellbar. Der beste Beweis, dass Wirtschaftlichkeit und Effizienz rund um die Uhr - mit anderen Worten Kundenorientierung - vereinbar sind, sieht Burgholzer in der einfachen Tatsache, dass das Wasserwerk Steyr als eigener bilanzierender Wirtschaftskörper kostendeckend und zuverlässig arbeitet. Welche Folgen der Klimawandel auch mit sich bringen mag - zuwenig Niederschläge oder Hochwasser, letzteres nicht unüblich in Steyr - die Versorgung mit einwandfreiem Trinkwasser ist langfristig gesichert!
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Versorgte Bewohner: |
42.000 |
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Hausanschlüsse (mit eingebauten Wasserzählern): |
6.320 |
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Versorgungsfläche: |
20 km² |
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Anzahl Brunnen: |
6 |
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Konsensmenge: |
180 l/s |
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Durchschnittlicher Tagesverbrauch/Person: |
140 Liter |
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Durchschnittlicher Tagesförderung: |
10.000 m³ |
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Maximale Tagesförderung: |
13.500 m³ |
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Minimale Tagesförderung: |
8.900 m³ |
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Gesamtförderung/Jahr: |
3,6 Mio m³ |
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Anzahl Wasserbehälter: |
7 |
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Gesamtvorratsvolumen: |
18.000 m³ |
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Druckreduzieranlagen: |
2 |
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Pumpwerke: |
2 |
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Versorgungsdruck: |
6 bar |
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Länge der Transportsleitungen: |
160 km |
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Länge der Versorgungsleitungen: |
39 km |
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Hydranten: |
380 Stück |
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Anschlussgrad: |
96 % |
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Wasserhärte: |
14 - 16 °dH (deutscher Härtegrad) |