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Wasserwerk Salzburg

Das Wasserwerk Salzburg war bis 1999 ein Teilbetrieb der Salzburger Stadtwerke Aktiengesellschaft. Im September 2000 erfolgte die formalrechtliche Fusion der Salzburger Stadtwerke AG mit dem Landeselektrizitätsversorgungsunternehmen SAFE zur Salzburg AG. Eigentümer der Salzburg AG sind das Land Salzburg (42,56%), die Energie Oberösterreich Service und Beteiligungsverwaltung GmbH (26,13%) und die Stadt Salzburg (31,31%). Im Zuge der Fusion wurde im Jahre 2001 das ehemalige Wasserwerk in 2 Teile aufgeteilt. Der strategische und operative Teil wurde den Netzen zugeordnet, wobei hier auch Strom, Gas, Wärme und Telekommunikation angesiedelt sind. Der handwerkliche Teil, wo die Rohrverlegung, Tiefbauarbeiten, usw. ausgeführt werden, ist dem Technischen Service zugeordnet worden.

Wasserwerk
Wasserwerk

Am Nordrand der Alpen gelegen, markiert Salzburg den Beginn eines wichtigen Alpenüberganges. Bereits in der Römerzeit ist der Ort als Römerlager ein bedeutender Handelsplatz und Verkehrsknotenpunkt. 739 wurde Salzburg Erzbistum und Metropole der Kirchenprovinz Bayern. Den entscheidenden Anstoß zur Stadtwerdung erhielt Salzburg, als Kaiser Otto III im Jahre 996 dem Erzbischof das Recht gewährte, einen täglichen Markt einzurichten und Münzen zu schlagen. Salzburg ist damit die älteste Stadt Österreichs im mittelalterlichen Rechtssinn, auch wenn für Wien und Enns ältere schriftliche Stadtrechtsurkunden erhalten sind.1198 wird auf dem Dürrnberg bei Hallein der Salzbergbau wieder aufgenommen, das Salz salzachabwärts verschifft.

Allmählich konnte sich ein Bürgertum entwickeln. Die Herrschaft des Bischofs über die Stadt verhinderte lange die Entstehung einer bürgerlichen Selbstverwaltung. Bürger der Stadt waren allerdings keineswegs alle Einwohner. Bürger waren nur jene, welche Haus und Hof zu „Burgrecht" (Erbleihe) besaßen. Alle anderen waren Inwohner. Nur im 15. Jahrhundert konnte die Stadt für kurze Zeit relative Autonomie gegenüber der erzbischöflichen Stadtherrschaft erlangen. Erzbischof Paris Graf Lodron (1619 bis 1653) gelang es durch eine kluge Neutralitätspolitik, das Erzstift Salzburg aus dem Dreißigjährigen Krieg herauszuhalten. Die Wirren der Franzosenkriege und die daraus resultierenden politischen Umwälzungen führten 1803 zur Säkularisierung des geistlichen Fürstentums. Die Aufhebung der geistlichen Herrschaft änderte für die Stadtverwaltung wenig.

An die Stelle geistlicher Herrschaft trat die weltliche. Das Land und die Stadt Salzburg wurden zum Spielball der Mächte: von 1803 bis 1805 als Kurfürstentum unter der Herrschaft des Habsburgers Ferdinand von Toskana, 1806 bis 1809 war Salzburg erstmals österreichisch, 1809 und 1810 unter französischer Administration, anschließend bis 1816 bei Bayern. Seit 1816 ist Salzburg endgültig österreichisch. Die österreichische Herrschaft beseitigte selbst bescheidenste Reste kommunaler Autonomie. Im frühen 19. Jahrhundert entdeckten die Künstler der Romantik die Schönheit der Salzburger Landschaft, wie unzählige Bilder beweisen. Der Mozartkult erreicht seinen ersten Höhepunkt mit der Errichtung des Denkmals (1842) und der Gründung des Mozarteums-Vereines (1844).

Die bürgerliche Revolution der Jahre 1848/49 brachte den Beginn der kommunalen Selbstverwaltung, 1869 folgte schließlich das Gemeindestatut für die Stadt Salzburg, welches die kommunale Selbstverwaltung absicherte. Die Fertigstellung der Kaiserin-Elisabeth-Bahn (heute Westbahn) 1860 und der damit erfolgte Anschluss an das europäische Verkehrsnetz brachte neuen Aufschwung für das verschlafene Land. Salzburg wollte „Saisonstadt" werden. Noch während des Ersten Weltkrieges wurde in Wien die Salzburger Festspielgemeinde gegründet, die in Salzburg vor allem die Musik Mozarts pflegen wollte. 1920 fanden die ersten Festspiele statt. 1934 wurde auch Salzburg in eine autoritär-ständestaatliche Verfassung gezwungen, die demokratisch gewählten Volksvertretungen wurden aufgelöst. 1939 erfolgte durch Eingemeindung eine weitere Vergrößerung des Stadtgebiets.

Die „Deutsche Gemeindeordnung" beseitigte sämtliche Reste einer demokratischen Gemeindeverwaltung. Nach dem 2. Weltkrieg verdoppelte sich innerhalb einer Generation die Einwohnerzahl der Stadt. Die Prosperität der sechziger und siebziger Jahre zog viele Menschen nach Salzburg. Der Bauboom veränderte das Stadtbild und in vielen Fällen auch den bis dahin ländlichen Siedlungsraum. Der Bürgerwiderstand gegen Großbauten und überdimensionierte Straßen wächst. Das Altstadterhaltungsgesetz - das erste seiner Art in Österreich - soll die historische Bausubstanz, die den Weltruf der Stadt Salzburg prägt, für die Zukunft erhalten. Durch seine Grenzlage wird Salzburg für viele Großunternehmen aus dem westlichen Ausland die Zentrale für Österreich und Südosteuropa. Die Mozartstadt ist aufgrund ihres großartigen Stadtbildes ein bedeutendes Ziel des internationalen Fremdenverkehrs. Sie ist zugleich ein Behörden- und Dienstleistungszentrum sowie Handelsplatz ersten Ranges und last but not least aufgrund der Salzburger Festspiele eine der bedeutendsten Kulturmetropolen Europas.

Wasserwerk

Hardfacts zu Salzburg

Einwohnerzahl:

147.635

Seehöhe:

424 m

Höchster Punkt de Stadt (Gaisbergspitze):

1287 m

Gesamtfläche:

65,64 km²

Die Höchsttemperaturen im langjährigen Durchschnitt:

35,5 °C

Die Tiefsttemperaturen im langjährigen Durchschnitt:

- 24,3 °C

Jahresmittelwert:

8,8 °C

Die mittlere jährliche Niederschlagsmenge:

1.120 mm

Die mittlere Sonnscheindauer:

1.729 Std.

Informatives zur Wasserversorgung

Pro Jahr werden von der Salzburg AG Center Wasser 11,6 Mio. m3 Wasser gefördert und über das Wasserleitungsnetz verteilt. Etwa 156.765 Einwohner werden derzeit über rund 20.137 Hausanschlüsse vom Wasserwerk mit Trinkwasser versorgt. Der durchschnittliche Tagesverbrauch liegt bei 35.499 m³. 5 Quellgruppen, drei Grundwasserwerke, 2 Großwasserbehälter, 8 kleine Hochbehälter mit einem gesamten Fassungsvermögen von über 50.873 m³, 18 Druckreduzier- und -steigerungsanlagen sorgen für eine rund um die Uhr reibungslose Wasserversorgung. Insgesamt 529 km Transport- und Versorgungsleitungen sowie rd. 314 km Anschlussleitungen sind im Stadtgebiet verlegt. Durch das öffentliche Wasserversorgungsnetz werden derzeit ca. 98 % der Bevölkerung mit Trink- und Nutzwasser versorgt.

 

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