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Wasser ist Leben.

Umfeld

Die Versorgung der Marktgemeinde Paternion mit Trinkwasser wird ausschließlich aus Karstquellen bewältigt. Die Wassergewinnung besteht aus drei „großen" und mehreren „kleineren" Wasserdargeboten. Die Gewinnung der Messnerquelle umfasst zwei Quellfassungen, die gemeinsam durchschnittlich 47 - 51 l/sek schütten. Die Quellspende wird zwischen der Marktgemeinde Paternion (77,7%) und der Gemeinde Weißenstein (22,3%) aufgeteilt.Die Ortschaften Feistritz/Drau, Nikelsdorf und Pogöriach werden zu 100% mit dem Wasser der Messnerquellen versorgt.

Paternion Umfeld 1

10 Quellfassungen, die Riederquellen, mit einer durchschnittlichen Schüttung von 13 - 18 l/s, werden zwischen der Marktgemeinde Paternion (80%) und der Gemeinde Stockenboi (20%) aufgeteilt. Die Ortschaften Paternion, Aifersdorf und Kamering werden von diesen Riederquellen versorgt. Bei den Scherzerquellen besteht die Gewinnung aus drei Quellfassungen mit einer durchschnittlichen Schüttung von 2 - 8 l/sek. Diese Gewinnung steht zu 100% im Eigentum und Nutzung der Marktgemeinde Paternion.

Paternion Umfeld 3

Die Ortschaft Feffernitz wird von den Scherzerquellen versorgt, wobei zum Spitzenausgleich fallweise ein anderes Dargebot mitgenutzt wird. Mehrere kleinere Quellen, die durch die Übernahme einer Wassergenossenschaft im Besitz Paternions kamen, ergänzen das Wasserdargebot.Neue Quellen wurden bereits angekauft (Koschierquellen mit 40 Liter/sek.) werden aber noch nicht genutzt.

Das gewonnene Trinkwasser wird dann über 21,1 km Transportleitungen und 65 km Versorgungsleitungen verteilt. Es werden nur solche Rohre verwendet, die nachweislich - d. h. durch die ÖVGW-Qualitätsmarke gesichert - keine gesundheitsschädlichen Stoffe an das Trinkwasser abgeben. Die verlegten Rohre bestehen je nach Einbaudatum aus Materialien wie Grauguss, Sphäroguss, PVC, PE. Die Dimensionen - derzeit von DN 20 bis DN 300 werden je nach Bedarf sorgfältig bestimmt.

Nur eine konsequente Instandhaltung und eine kontinuierliche Überwachung dieses Netzes garantiert eine sichere Wasserversorgung. Sämtliche Rohrleitungen werden durch eigenes Personal verlegt, sodass man gleichzeitig die Qualität der Verlegung sowie die Baukontrolle und die Dokumentation der Verlegung hat. Durch die zentrale Überwachungsanlage werden sämtliche Daten kontinuierlich erfasst. Nach jedem Ansteigen über einen festgelegten Sollwert wird aktive Leckkontrolle betrieben.

Paternion Umfeld 2

Mit eigenem Personal wird der Wasserverlust so weit möglich eingegrenzt und anschließend von einer Leckortungsfirma mit hoch entwickelten Geräten (z.B. Korrelatoren) punktgenau geortet und so rasch als möglich repariert. Der Pflichtversorgungsbereich umfasst eine Fläche von 4,2 km² und ist in neun Zonen eingeteilt. Bei Bedarf (Rohrbruch, Löscheinsatz ..) können jederzeit die Zonen aufgehoben und untereinander geöffnet werden können. Die einzelnen Ortsnetze sind größtenteils als Ringsystem ausgebaut. 9 Hochbehälter mit einem Gesamtvolumen von 1070 m³ gleichen die Verbrauchsschwankungen aus und sichern den notwendigen Löschwasservorrat. Alle Behältern werden vom kleinen „Wasserteam" regelmäßig kontrolliert und mindestens 1x jährlich gründlich gereinigt.

WW Paternion Umfeld 4

189 Hydranten stehen für Feuerlösch - bzw. Spülzwecke zur Verfügung. Um die Druckunterschiede in den verschiedenen Versorgungszonen ausgleichen zu können gibt es 14 Druckreduzierstationen. Über eine Druckrohrleitung gelangt das Wasser der Riederquellen, mit einem Betriebsdruck von 20 bar, zum Trinkwasserkraftwerk, welches für eine maximale Leistung von 30 kWh ausgelegt ist. Hier setzt ein innovativer Lösungsansatz an: Anstelle von Druckminderern wandelt eine Turbine den hohen Wasserdruck in Antriebsenergie für einen Stromgenerator um. Nach dem energetischen Abbau wird das Wasser ohne jegliche qualitative Beeinträchtigung, also „einwandfrei", ans Leitungsnetz abgegeben.

Der Versorgungssicherheit gilt beim Wasserwerk Paternion besonderes Augenmerk. Gesteuert wird die gesamte Trinkwasserversorgung von einer hochmodernen, zentralen Überwachungsanlage. Durch diese zentrale Überwachungsanlage werden sämtliche Veränderungen in den Außenstellen sowie im Rohrnetz messtechnisch erfasst, der Leitzentrale gemeldet und dort ausgewertet. Messwerte, wie z.B. der Wasserstand, Minimal- und Maximaldurchfluss, Wasserzählerstand, Druck, Wassertemperatur, Außentemperatur, Stromausfall, Zutritt werden erhoben. Diese Messwerte werden in den programmierbaren Steuerungen der jeweiligen Außenanlagen gespeichert.

Diese erhobenen Messwerte gelangen in die Leitzentrale, die sich im Büro des Wassermeisters befindet. Die eingelangten Daten werden entsprechend ausgewertet und am Monitor angezeigt. Für die meisten Parameter sind Grenzwerte eingerichtet. Werden diese Grenzwerte unter- bzw. überschritten, wird die Alarmierung selbstständig aktiv. Der Wassermeister wird so kurzfristig verständigt, Störungen können frühzeitig erkannt und gezielt behoben werden. Um die Sicherheit optimal garantieren zu können, wurde die Überwachungsanlage gleichzeitig mit einer Alarmanlage bestückt.

Paternion Umfeld 5

Eine ununterbrochene Stromversorgung sichert die Funktionalität der verschiedenen Anlagen bei einem eventuellen Energieausfall. Nur beim Hochbehälter Feffernitz, der weit außerhalb des Bereiches des Elektrizitätsnetzes liegt, wurde eine Photovoltaikanlage installiert. Vier Batterien sichern dort die Stromversorgung der elektronischen Geräte. Sämtliche Überwachungs- und Steuerfunktionen können jederzeit, auch von außen mittels Laptop, überwacht werden.

Auf den langfristigen Schutz der Wasserressourcen wird auch ein besonderes Augenmerk gelegt. 12 ha engeres Quellschutzgebiet, sind meistens eingezäunt, obwohl deren Einzugsgebiet sich im unbelasteten Waldgebiet befindet - Nitrate und Pestizide sind daher kein Thema. Das mittelharte Wasser (12 - 14 °dH) aller einzelnen Karstquellen ist problemlos miteinander mischbar.

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Das Trinkwasser Paternions kann ohne jegliche Aufbereitung den abgegeben werden. Lt. Trinkwasserverordnung wird es in regelmäßigen Abständen auf sämtliche Inhaltsstoffe untersucht. Die Untersuchungen werden von staatlich autorisierten Umweltlabors durchgeführt. Die Befunde bestätigten stets eine einwandfreie Trinkwasserqualität. Sämtliche Untersuchungsbefunde liegen im Wasserwerk der Marktgemeinde Paternion zur Einsicht auf.

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