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Wasser ist Leben.

Umfeld

Die Struktur der Trinkwasserversorgung in Oberösterreich ist ein Abbild der Siedlungsformen mit ihrem hohen Anteil an Ortschaften, Streusiedlungen und Einzellagen. In den 444 Gemeinden Oberösterreichs verteilt sich die Bevölkerung auf nicht weniger als 6.148 Ortschaften; von diesen haben rund 4.000 weniger als 20 Häuser. Es gibt Beispiele von Gemeinden, in denen ca. 15% der Bewohner im Gemeindehauptort wohnen, dagegen 85% verstreut in Weilern und einzelnen Liegenschaften. Nicht nur die Altsiedlungen, als individualistische Streusiedlung, auch mittlerweile entstandene Neusiedlungen, vorwiegend Einfamilienhäuser, zeigen die Tendenz von Siedlungssplittern und machen die Ver- und Entsorgung schwierig und kostspielig.

Umfeld1

78% der Bevölkerung sind an öffentliche Wasserversorgungsanlagen angeschlossen und ca. 18% davon werden in wassergenossenschaftlicher Selbstverwaltung versorgt. Die öffentliche Wasserversorgung erfolgt vorwiegend aus rd. 400 gemeindeeigenen sowie 933 genossenschaftlichen Anlagen und 25 Einrichtungen von Wasserverbänden sowie die WDL GmbH der Energie AG OÖ (früher LandeswasserversorgungsunternehmensAG) und 3 privatrechtlich-organisierte Stadtwerke (Linz, Wels, Ried).

Hochbehälter

In vielen Gemeinden existieren mehrere Anlagen, manche auch in Verbindung mit den überörtlichen Verbandsanlagen. Ausgenommen ist die Landeshauptstadt Linz, die, wie einige Umlandgemeinden, von der LinzService der LINZ AG versorgt werden und der Wasserdienstleistungsgesellschaft (WDL), die als Dienstleister und Betreiber auftritt.

In Oberösterreich gibt es rund 90.000 Hausbrunnen und Hausquellen, die 22% der oberösterreichischen Bevölkerung versorgen. Trotz umfangreicher Förderungsmaßnahmen des Landes und des Bundes konnte der Versorgungsgrad bei der öffentlichen Wasserversorgung in Oberösterreich von rund 63% im Jahr 1977 innerhalb von 30 Jahren bis 1997 um nur 15% auf 78% angehoben werden.

Umfeld3 Umfeld4

Demzufolge werden in Oberösterreich mehr als 300.000 Einwohner aus Einzel- oder kleinsten Gemeinschaftsanlagen versorgt. Diese Siedlungsstruktur führte und führt nach wie vor zur Gründung und Errichtung von Wasserversorgungsanlagen in ländlichen Orten, Dörfern und Weilern in Form genossenschaftlicher Selbstverwaltung und Selbsthilfe. In Oberösterreich existieren rund 1067 Wasserversorgungsgenossenschaften, 933 sind im Dachverband OÖ WASSER vertreten. Die größte Genossenschaft hat 1.750, die kleinste 3 Mitglieder. Die mittlere Anschlussgröße liegt bei 50 Haushalten. Im Hinblick auf die Wassergewinnung beziehen die Genossenschaften ihr Wasser zu 45% aus Quellen, zu 45% aus Brunnen und zu 10% aus Quellen und Brunnen.

Unter dem Leitsatz „Für unser Trinkwasser unterwegs" werden drei Wasserdienste angeboten. Der Servicedienst beinhaltet Wasserzähleraustausch, Zählerüberprüfung sowie Quellräumung. Der Messdienst führt Wasserverlustanalyse, Leck-, Schieber-, Leitungsortungen, Pumpversuche und Überprüfungen von Pump- und Steuerungsanlagen durch. Durch die punktgenaue Ortung kann die sofortige Reparatur der Leitungen ermöglicht werden.

Das große Angebot an Schulungen und Seminaren für Wasserversorger, mit jährlich etwa 850 Teilnehmern, geben die notwendige Unterstützung für die Funktionäre der Wassergenossenschaften. Mit der Teilnahme am Wasserwartekurs, der gemeinsam mit der ÖVGW angeboten wird, erfüllen kleine Wasserversorgungsanlagenbetreiber die gesetzliche Ausbildungspflicht. Rund 22% der oberösterreichischen Haushalte betreiben Einzelwasserversorgungen. Der bauliche Zustand und die Wasserqualität liegen im Selbstverantwortungsbereich der Besitzer, die bisher keinen öffentlichen Ansprechpartner hatten. Neben Wassergenossenschaften werden daher auch diese Hausbrunnen im Hinblick auf den Anlagezustand und auf relevante Qualitätsparameter vom Labordienst untersucht. Wasserprobennahme, Beprobung und Beratung erfolgen durch einen Wassermeister und einen Chemiker.

Darüber hinaus bietet OÖ WASSER ein breit gefächertes Leistungsspektrum wie z.B. Information und Beratung, Dokumentation oder Weiterbildung an. Bei der Beratungstätigkeit liegt der praktische Wert der Verbandsidee in der hohen Kompetenz Konflikte zu vermeiden oder zu lösen.

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