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Wasser ist Leben.

Wasserwerk Mödling

Das Wasserwerk ist eine Körperschaft öffentlichen Rechts und steht zu 100 Prozent im Eigentum der Stadtgemeinde Mödling. Das Versorgungsgebiet erstreckt sich zusammengefasst auf ca. 10 km². Im öffentlichen Versorgungsgebiet besteht Anschlusszwang. Das Wasserwerk fördert jedes Jahr 2,320 Millionen Kubikmeter Wasser oder durchschnittlich 6.358 m³/Tag. Diese Menge umfasst den Haushaltsbedarf, den Bedarf der öffentlichen Einrichtungen und das Gewerbe einschließlich der Rohrnetzverluste. Industrielle Großverbraucher versorgen sich teilweise durch eigene Anlagen. Die Wasserentnahme erfolgt aus einer Quelle und fünf Tiefbrunnen. Über 23.000 Einwohner werden derzeit über rund 3.000 Hausanschlüsse vom Wasserwerk versorgt. Der durchschnittliche Tagesverbrauch liegt insgesamt bei 6.300 m³.

Wasserwerk
Wasserwerk
Wasserwerk

Dicht am Steilabfall der Kalkalpenzone und an den östlichen Ausläufern des Wienerwaldes zum Wiener Becken - kaum 16 Kilometer südlich der Bundeshauptstadt Wien - befindet sich die "Perle des Wienerwaldes", die Stadt Mödling. Frische Westwinde, angenehmes Klima und reiche Waldgebiete boten bereits im 4. vorchristlichen Jahrtausend den ersten Siedlern ideale Lebensbedingungen, wie Grabfunde belegen. Erst in der Karolingischen Mark lässt sich die erste urkundliche Erwähnung im Jahr 903 nachweisen. "Medilihha ultra Montem Commigenum", dieses "Mödling jenseits des Wienerwaldes", wurde im Münchner Reichsarchiv gefunden. Medilikka oder Medelike, wie es jetzt in den Babenberger Urkunden genannt wird, wird im Jahre 1113 eine eigene Pfarre des Stiftes Melk.

Im 12. Jahrhundert war aus der kleinen Siedlung ein mittelalterliches Dorf geworden. Unter den nachfolgenden Habsburger Herzögen gediehen Handel und Weinbau, und so bekam im Jahre 1343 das Dorf das Marktrecht: "markt ze MEDLICH" heißt es von nun an. Im Jahre 1458 erhielt der Markt ein eigenes Wappen und bereits 250 Häuser; am Mödlingbach klapperten die Mühlräder von zahlreichen Wassermühlen. Mödling musste aber auch viel Leid über sich ergehen lassen. Als zum zweiten Mal die Türken vor Wien standen, wurde nahezu die gesamte Bevölkerung niedergemetzelt. Mit steirischen Ansiedlern wurde der Markt wieder aufgebaut. Die französische Einquartierung, der Staatsbankrott von 1811 und ein zweimaliges Ausbrechen der Cholera hemmten die Entwicklung des 2000 Personen zählenden Marktes.

Doch in der Biedermeierzeit kam der Aufschwung. Wiener Bürger suchten als Sommergäste den Wienerwald um Mödling gerne auf und fuhren mit Stellwagen und Kutschen aufs Land. Dichter, Komponisten und Maler fühlten sich gleichermaßen von Mödling angezogen. Franz Grillparzer, Ferdinand Raimund, Ferdinand Georg Waldmüller und Franz Schubert, um nur einige zu nennen, liebten den lieblichen Weinhauermarkt, die romantische Brühl und die schöne Landschaft. Der berühmteste Sommergast war Ludwig van Beethoven. Er wohnte in der Hauptstraße im "Hafnerhaus", das heute die Beethovengedenkstätte beherbergt, und schrieb im Jahre 1820 im "Christhof" in der Achsenaugasse seine "Missa Solemnis". Doch den wahren Aufschwung brachte die Eröffnung der Südbahnstrecke im Jahre 1841. Die elegante Welt gab sich ein Stelldichein im Kursalon, im Sommertheater und im Eisenmineralbad. Bequem konnte man von Wien in einer halben Stunde den Bahnhof erreichen, wo bereits die kleinen grünen Straßenbahnwaggons der Hinterbrühler Elektrischen warteten. Als erste elektrische Bahn am Kontinent war sie die Attraktion der achtziger Jahre des 19. Jahrhunderts.

Adel und Hochadel fuhren mit dem Hofzug von Mödling weiter auf der Flügelbahn ins kaiserliche Laxenburg. Doch nicht nur tausende Sommergäste brachten dem idyllischen Weinhauerort wirtschaftlichen Aufschwung. Neue Fabriken entstanden im Osten der Stadt und die Bevölkerung wuchs rapide an. Die Vorteile einer Kleinstadt mit allen Annehmlichkeiten und die Nähe zur Großstadt verlockten Viele, hier ständigen Aufenthalt zu nehmen. 1910 zählte Mödling bereits 18.000 Einwohner. Der Erste Weltkrieg unterbrach jäh diese Entwicklung. Im Oktober 1938 war das Ende der selbständigen Stadt gekommen: Sie wurde zum 24. Gemeindebezirk von Groß-Wien. Von 1945 bis 1955 war Mödling von Sowjetischen Truppen besetzt, die besonders die ehemalige Militärakademie und zahlreiche Schulgebäude der Stadt benützten. Als 1954 die sowjetische Besatzungsmacht endlich ihr Ja zur Abtretung der Wiener Randgemeiden an Niederösterreich gab, wurde am 1. September den Mödlingern wieder das Stadtrecht im Land Niederösterreich zuerkannt. Seit 1956 hat Mödling die Idee der internationalen Völkerverständigung aufgegriffen und gehört einem Partnerschaftsring von europäischen Städten an. 1966 wurde der Stadt vom Europarat die Europafahne verliehen - sie darf sich "Europastadt" nennen.

Das Wirtschaftsleben wird vor allem von den zahlreichen Handels- und Gewerbebetrieben geprägt. Darüber hinaus ist die Bezirkshauptstadt ein wichtiges Schulzentrum mit u.a. der österreichweit bekannten Höheren Technische Bundes-Lehr- und Versuchsanstalt (HTL) mit über 3000 Schülern. Die vielfältigen Sport- und Kulturangebote machen die Wienerwaldstadt liebens- und lebenswert und wer Lust hat, kann etwa auf dem Beethovenwanderweg die schöne waldreiche Umgebung erkunden und bei einem der gemütlichen Heurigen mit einem Glas "Mödlinger" den Tag beschließen.

Hardfacts zu Mödling

Einwohner:

23..288

Gesamtfläche:

9,95 km²

Seehöhe:

246 m

Jahresmittel der Lufttemperatur:

9,9 °C

Mittlere jährliche Niederschlagsmenge:

615 Millimeter

Mittlere Sonnenscheindauer:

1811 Stunden

Informatives zur Wasserversorgung

Das Wasserwerk ist in der Lage rund 8.200 m3 Wasser in den Hochbehältern zu speichern und damit Bedarfsspitzen abzudecken. Die Länge der Transportleitungen beträgt 100 km. Im Bereich der Stadt sind derzeit 100 % der Einwohner an das Versorgungsnetz angeschlossen. Jeder Mödlinger Konsument benötigt durchschnittlich 194 Liter Wasser pro Tag, das entspricht etwa 70 m³ pro Jahr. Die Entwicklung der Wasserförderung seit 1987 zeigt, dass die Wasserförderung um ca. 8 % zurückgegangen ist, was auf Wassersparmaßnahmen und eine Reduktion der Rohrnetzverluste zurückzuführen ist.

 

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