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Umfeld

Das Quellgebiet Bannberg mit einer Seehöhe von 1726-2039 m und die Quellen am Schlossberg auf 1179-1657 Seehöhe bilden das Wasserschloss der Stadt Lienz. Im Quellgebiet Bannberg/Schlossberg wurden über 60 Quellen gefasst und in 34 neu errichtete Quellstuben eingeleitet. Das Wasser wird durch Leitungen, die zu einem großen Teil in felsigem Terrain verlegt wurden, über den "Wasserweg" auf das Schlossberggebiet geleitet, von wo aus die Leitungen in den Hochbehälter Schlossberg münden .Von hier aus wird die Druckzone 1, das Stadtgebiet von Lienz, versorgt. Die Druckzone 2, der Hochbehälter Lienz-Nord, wird vom Quellgebiet Thurn gespeist und dient zur Versorgung der Ortsteile Zauche bis Tamerburg sowie Patriasdorf, Moarfeld, Haidenhof und Bezirkskrankenhaus. Das Bezirkskrankenhaus Lienz verfügt über eine eigene Trink- und Feuerlöschwasserleitung.

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Drittes Standbein der Lienzer Wasserversorgung ist der Tiefbrunnen Brunnenweg. Er hat eine Gesamttiefe von 27m und verfügt über 2 Unterwasserpumpen (Förderleistung je 25 lt./sec.). Die jährliche Fördermenge beträgt 6% des Gesamtverbrauches der Stadt Lienz von 1 Mio. m³. Der Grundwasserspiegel liegt in einer Tiefe von ca. 13 Metern. Da der im Jahre 1939 errichtete Brunnen aufgrund des fehlenden Schutzgebietes nicht mehr ausbau- und bewilligungsfähig ist, wurde mit der Untersuchung eines Brunnenstandortes im Süden der Stadt begonnen. Im Rahmen dieser Untersuchungen wurde ein äußerst ergiebiger Grundwasserkörper erbohrt. Umfangreiche hydrochemische Laboranalysen ergaben eine ausgezeichnete Grundwasserqualität, sodass der neue Brunnenstandort auch in Verbindung mit anderen Faktoren wie z.B. Grundwasserströmungsrichtung, Stadtnähe, Schutzgebiet, als sehr positiv zu beurteilen ist. Die Wasserversorgung der Stadt Lienz ist auch bei widrigen Witterungsbedingungen in keinster Weise gefährdet. Sie wird mit der geplanten neuen Brunnenanlage auf lange Sicht in quantitativer und qualitativer Hinsicht noch wesentlich verbessert.

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Im Jahre 1997 wurde eine elektronische Mess- und Überwachungsanlage installiert. Sämtliche Außenanlagen der Wasserversorgung, wie Hochbehälter, Tiefbrunnen, Beschneiung, sind seit diesem Zeitpunkt mit dem Verwaltungsgebäude des Wasserwerkes „online" verbunden. Durch die ständigen Kontrollen können auftretende Wasserverunreinigungen schnell und effizient erkannt und behoben werden. Die gesamten Daten über Quellfluss, Wasserverbrauch der Stadt, Höhenstände, Druckverhältnisse, Trübungen etc. werden protokolliert und archiviert.

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Außerhalb der Betriebszeiten erfolgt die Alarmierung schlicht über „SMS", wobei über ein Notebook vom jeweiligen Bereitschaftsdienst die Störung abgefragt und quittiert werden kann. Seit dem Jahre 2000 ist das städtische Wasserwerk berechtigt, über Auftrag von Privatkunden chemische und bakteriologische Wasserproben zu ziehen und zur Untersuchung an ein staatlich autorisiertes hydrologisches Institut weiterzuleiten.

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Das Lienzer Wasser steht unter strenger Beobachtung und wird ständig kontrolliert. Die Überprüfung des Trinkwassers umfasst die Analyse des Wassers, die Kontrolle der Wasserversorgungsanlage und die Beurteilung der örtlichen Situation der Wasserspende. Die Untersuchung beginnt bereits mit der Probenziehung. Von einer staatlich autorisierten Wasseruntersuchungsstelle werden dann chemische und mikrobiologische Untersuchungen durchgeführt. Sämtliche Trinkwasseranalysen liegen im Wasserwerk auf und können jederzeit eingesehen werden.

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