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Umfeld

Was den einen Freude bereitet, bereitet den anderen Leid. Das (fast) immer herrschende Schönwetter und die damit verbundene Trockenheit werden von den zahlreichen Touristen sehr geschätzt, den Trinkwasserverantwortlichen bereitet es Kopfzerbrechen. Das Lavanttal ist für seinen geringen Niederschlag bekannt. Dazu kommen noch die geologischen Eigenschaften der Gebirge.

Der geologische Untergrund der Randgebirge des Tales ist größtenteils aus kristallinem Gestein (Glimmerschiefer, Granitgneise) aufgebaut. Aufgrund dieses Aufbaues gibt es primär praktisch keinen nutzbaren Porenraum. Sekundär entstanden jedoch infolge von Verwitterungs- und Abtragungsvorgängen Kluftvolumen. Diese sind meist sehr kleinräumig und können daher nur geringe Grundwassermengen aufnehmen. Aus diesem Grund erfolgt die Wasserspeicherung nur in begünstigten Bereichen der Deckschichten (natürliche Muldenzonen, Karbildungen, Verebnungen u. ä.)und viel Wasser rinnt relativ rasch oberirdisch ab wie zahlreiche (schöne) Wildbäche beweisen! Zudem sind die Schüttungen der einzelnen Quellen meist gering.

Lavanttal Umfeld3   Lavanttal Umfeld4   Lavanttal Umfeld5

Sämtliche Förderanlage gehört dem Verband; die Grundstücke und engere Quellschutzgebiete verbleiben im privaten Besitz. Ein großer Teil der mit langfristigen Verträgen gesicherten Grundstückfläche gehört einem privaten Eigentümer mit angesehenen Namen (Habsburg). Die Einspeisung in die Verbundschiene erfolgt aus 12 Quellen aus zwei verschiedenen Quellfeldern. 2002 ist die Schüttung bedingt durch den geringen Niederschlag 2001 niedriger gewesen.

Die Wassergewinnung des Verbandes erfolgt ausschließlich aus Quellwasser, welches ohne Pumpbetrieb geliefert werden kann. Die Fassung der Lubi- und Pfeifferquellen erfolgt im Bereich Kienberg. Diese Quellen werden über eine ca. 5 km lange Quellzuleitung, zum Anwesen Pöcheim wo ein Hochbehälter mit einem Fassungsvermögen von 100 m³ errichtet wurde, abgeleitet. Dieser Hochbehälter dient als Wasserreservoir für die Versorgung der umliegenden Wohngebäude.

Die Versorgungsleitung der Wasserverbundschiene wird dann mit einer Gesamtlänge von ca. 9 km vom Hochbehälter bis zur Anschlussstelle an die Verbundschiene weitergeführt. Weiters wird das Trinkwasser aus der Rainzquellen gewonnen und zum einem 400 m³ fassenden Hochbehälter abgeleitet. Die Verbundschiene selbst wurde zwischen den Gemeinden St. Georgen, St Paul, St. Andrä und Wolfsberg, linksufrig der Lavant errichtet.

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Im Rahmen der Errichtung der Verbundschiene wurde eine Fernwirkanlage installiert, die die Aufgabe hat, nur jene Wassermenge aus den Quellgebieten zu entnehmen, die für die Versorgung tatsächlich notwendig sind. Wird in einer der vier Verbandsgemeinden zusätzliches Nass benötigt, dann werden die ferngesteuerten Schieber der Sammelschächte bei den Quellfassungen betätigt und je nach Bedarf Wasser ins Tal geholt. Durch elektronisch gesteuerte Schieber wird auch der Zufluss aus den Quellen so geregelt, dass bei den Hochbehältern auch bei maximaler Schüttung kein Überlauf erfolgt. Das nicht gebrauchte Wasser wird in der Nähe der Quellfassungen wieder den natürlichen Gerinnen zugeführt, wodurch eine größtmögliche Schonung des natürlichen Wasserhaushaltes erreicht wird.

Um die Qualität des Trinkwassers zu gewährleisten werden sowohl die verschiedenen Anlagen als auch die Versorgungsleitungen ständig betreut und gewartet (Reinigen und Überprüfen der Hochbehälter und Quellsammelschächte, Austausch und Reparatur von alten Leitungen, Armaturen und Wasserzähler, Mähen von Quellschutzgebieten, Errichten von Neuanschlüssen, etc.). Diese Arbeiten werden von der Stadtgemeinde Wolfsberg, Stadtgemeinde St. Andrä, Marktgemeinde St. Paul und von der Gemeinde St. Georgen durchgeführt. Das gewonnene Trinkwasser wird ohne Aufbereitungsmaßnahmen oder sonstige Zusätze zur Verfügung gestellt.

Lavanttal Umfeld2    Lavanttal Daten1

Obwohl das Einzugsgebiet und die Umgebung in Waldgebieten liegen und Verunreinigungen praktisch ausgeschlossen sind, werden aus Sicherheitsgründen von einer behördlich autorisierten Anstalt monatlich Analysen durchgeführt, die dem „Wasserschiene - Trinkwasser" stets einwandfreie Qualität bezeugen.

Last but not least steht der Verband permanent unter strengster Beobachtung. Nicht nur, dass die Betriebsleiterin Silvia Smuck über Laptop jederzeit den Verlauf steuern kann, sie steht auch ständig im Verbindung mit der gesamten Anlage und bekommt bei Störungen jederzeit sofort eine Kurzmitteilung (SMS) über das Mobiltelefon.

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