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Daten und Fakten

Der Wasserverband Verbundschiene Lavanttal stellt für die Bewohner der Mitgliedgemeinden nahezu eine „Vollkaskoversicherung" dar. Bei einem eventuellen Ausfall der Trinkwasserlieferung springt sofort der Wasserverband ein und garantiert so eine einwandfreie Versorgung. Inzwischen hat sich die Lage allerdings etwas geändert. Lang gab es für die vier Gemeinden kein Mengenproblem, sondern vielmehr ein Verteilungsproblem. Schon aus dieser Sicht wäre die Wasserschiene eine Notwendigkeit. Das Lavanttal ist seit jeher für geringen Niederschlag bekannt. Diese relative Niederschlagsarmut ergibt sich durch die inneralpine Beckenlage. Durch die Randgebirge kommt es größtenteils schon zum Abregnen der Niederschläge jenseits der Gebirgsgrenzen. Seit Anfang der 90er Jahre hat sich die Lage immer mehr zugespitzt: niederschlagsarme Jahre folgten aufeinander und angesichts der prekären Situation für einzelne Gebiete wurde die erste Notstandsverordnung erlassen.

Lavanttal Daten3    Lavanttal Daten2

Der Wasserverbandsgeschäftsführer Dipl.-Ing. Hans Hofer ist daher überzeugt, dass auf lange Sicht gesehen, ein vernünftiger Umgang mit der Ressource Trinkwasser in wirtschaftlicher und ökologischer Hinsicht nur von einer Struktur wie dem Wasserverband Verbundschiene Lavanttal, der nahezu ideal ist, um die verschiedenen Kräfte zu bündeln, gewährleistet werden kann. „Regional denken und lokal handeln" lautet seine Philosophie. Lokal handeln, weil ein Eingehen auf die lokalen Besonderheiten unabdingbar ist, regional denken, weil nur kombinierte Kompetenzen und Mittel solche beachtliche Herausforderungen bewerkstelligen können. Hofer fügt allerdings hinzu, dass lokal nicht unbedingt jede einzelne Gemeinde bedeutet und regional jenseits der Lavanttalsgrenze betrachtet werden kann.

Lokal handeln bedeutet z.B., dass der Verband die angestrebten Reserven, die die einzelne Gemeinde braucht, schaffen kann; diese Reserve soll aber bei Bedarf auch für die anderen Gemeinden nutzbar sein, damit verhindert wird, dass jede kleine Quelle auf der Alm gefasst wird. Regional denken bedeutet auch, die Entwicklungen in Bundesland Kärnten genau zu verfolgen - Stichwort Wasserschiene - und darüber hinaus aus allen gewonnen Erfahrungen zu lernen. Das derzeit laufende Benchmarking - vom Branchenvertreter ÖVGW initiiert - ist ein Musterbeispiel für nachvollziehbare Vergleiche und kann auch für relativ kleine Strukturen von Vorteil sein. Weit weg von einer sogenannte „Kirchenturmpolitik" sind Dipl.-Ing. Hans Hofer und Betriebsleiterin Silvia Smuck der Meinung, dass „um den Versorgungsauftrag auch in den wasserarmen Zeiten langfristig gewährleisten zu können, noch ein Umdenkprozess notwendig ist".

Anzahl der Mitglieder:

4

Versorgte Bewohner (als Zusatzversorgung):

41.772

Hausanschlüsse:

über die Mitgliedgemeinden

Quellen:

12

Gesamtförderung/Jahr:

260.000 m³

Maximale Tagesförderung:

1.900 m³

Minimale Tagesförderung:

350 m³

Durchschnittlicher Tagesverbrauch:

700 m³

Hochbehälter.

2

Fassungsvermögen:

500 m³

Druckreduzieranlage:

11

Länge der Transportleitungen:

42 km

Hydranten:

8

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