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Wasser ist Leben.

Wasserverband Verbundschiene Lavanttal

Der Wasserverband Verbundschiene Lavanttal ist ein Verband nach dem Wasserrechtsgesetz und hat seinen Sitz in St. Andrä im Lavanttal. Der Verband wurde 1993 mit den Mitgliedern Stadtgemeinde Wolfsberg, Stadtgemeinde St. Andrä, Marktgemeinde St. Paul und Gemeinde St. Georgen gegründet. Die Stadtgemeinde Wolfsberg spielt im Wasserverband die dominierende Rolle und ist mit 72 Anteilen auch der kräftigste Zahler. St. Andrä hält 19, St. Paul 6 und St. Georgen 3 Anteile. Ziel des Verbandes ist die Erschließung neuer Quellen und die Errichtung einer „Regionswasserleitung". Die Verbundschiene soll erstens einen Ausgleich zwischen den Wassermengen, die in den einzelnen Gemeinden zu Verfügung stehen, bewirken und zweitens durch die Fassung von eigenen Quellen die Versorgung von kleineren, bisher noch mit unzureichenden Eigenanlagen versehenen Siedlungsgebieten, sicherstellen, und die Absicherung der Trinkwasserversorgung bei Ausfall verschiedener Quellgebiete (z.B. durch Verunreinigungen) gewährleisten. Jedes Mitglied des Wasserverbandes hat sein eigenes Versorgungsnetz

WW Lavantal
Wasserwerk

Das Lavanttal, aufgrund seiner lieblichen Landschaft und seines Obstreichtums gerne als Paradies Kärntens bezeichnet, liegt im südlichsten Bundesland Österreichs. Seinen Namen verdankt es dem Fluss Lavant, der am Südosthang des steirischen Zirbitzkogels entspringt, von Norden nach Süden rund 60 Kilometer lang durchs Tal zieht und schließlich bei Lavamünd in die Drau mündet. Umrahmt von den Gebirgszügen der Pack-, der Kor- und der Saualpe, begrenzt vom Obdacher Sattel im Norden und dem breiten Flussbett der Drau im Süden, wird das Tal vor allem durch seinen Nord-Süd-Verlauf charakterisiert, der sich sogar in einem besonderen Kleinklima auswirkt. Die Staatsgrenze zu Slowenien schließt das Lavanttal im Süden ab. Das Tal weist bereits eine gewisse Verbindung zum Thema Wasser auf: viele Funde in den Stollen der ehemaligen Bergwerke beweisen, dass es hier seinerzeit ein Meer gab. Die ältesten Siedlungszentren im Lavanttal stammen aus dem 3. Jahrtausend v. Chr. Dies zeigen zahlreiche Funde aus der jüngeren Steinzeit. Andere Funde belegen, dass das Tal und die Berge in der Bronzezeit bewohnt waren. Um 1000 v. Chr. lässt sich zum ersten Mal eine Bevölkerungsgruppe festlegen, nämlich die Illyrer. Um 15 v. Chr. setzten sich die Römer in den Alpengegenden fest, bauten Lager und Straßen. So konnte sich der Handelsverkehr zwischen dem Norden und Süden entwickeln. Nach 569 verliert sich der Name Norikum und unter der folgenden slawisch-awarischen Herrschaft taucht der Landesname Karantanien auf. Karantanien bedeutet etwa Land der Befreundeten. 860 schenkte Ludwig der Deutsche den Hof an der Lavant in St. Andrä dem Erzbistum Salzburg und legte damit den Grund für den lavanttaler Besitz der Erzbischöfe von Salzburg.

St. Andrä erhielt 1339 eine Stadtordnung. Zur gleichen Zeit etwa hatten die Bamberger das Bistum Bamberg gegründet. Mittelpunkt der Bamberger wurde Wolfsberg, das urkundlich am 29. März 1178 erstmals erwähnt und 1288 als Stadt bezeichnet wurde. Wolfsberg erhielt 1392 eine Stadtordnung, welche 1588 erweitert wurde.

Bis in das 13. Jh. wurde auch in Höhen von 1.500 m und in bisher unberührten Waldgebieten gerodet. Am Ende des Mittelalters und in der Folgezeit, kam es bereits zur Auflösung von zu hoch hinauf geratenen Bauernhöfen und damit zu einer Höhenflucht, die bis in die heutige Zeit aus wirtschaftlichen Gründen anhält. Im Zeitraum 1830 bis 1918 fand ein Prozess der Absiedelung statt. Gleichzeitig gingen auch Bergbau und alte Industriebetriebe zugrunde, während lokal Neubildungen erfolgten. Der Höhepunkt des Niedergangs wurde zu Beginn des letzten Jahrhunderts erreicht. Heute hingegen wird das Wirtschaftsleben wieder von zahlreichen Industrie-, Handels- und Gewerbebetrieben bestimmt, die in vielen Fällen weit über die Region hinaus bekannt sind. Weit über die Landesgrenzen hinaus sind auch die zahlreichen Freizeitangebote des Lavanttals bekannt. Seit Jahrzehnten spielt die Tourismuswirtschaft eine zunehmende Rolle. Während im Sommer die eindrucksvolle Naturlandschaft, die zahlreichen Sehenswürdigkeiten - Schloss Wolfsberg, die Loretokirche (17. Jahrhundert), Burg Stein (15. Jahrhundert), eine der mächtigsten Kirchenburgen Österreichs St. Paul etc. - und ein umfangreiches Angebot an Freizeitmöglichkeiten im Mittelpunkt des Interesses stehen, lädt im Winter ein großflächige Schigebiet auf der Koralpe zur sportlichen Betätigung ein.

WW Lavantal

Hardfact zu Lavanttal

Fläche:

(4 Mitgliedgemeinden):

512 km²

Einwohner:

(4 Mitgliedgemeinden): 41 772

Mittlere Seehöhe:

440 m

Höchstes Tagesmittel der Lufttemperatur:

25,6 °C

Niedrigstes Tagesmittel der Lufttemperatur:

- 14,8 °C

Jahresmittel:

8,4 °C

Mittlere Sonnscheindauer:

1.600 Stunden

Mittlerer jährlicher Niederschlag:

543 mm (2001)

Informatives zur Wasserversorgung

Der Anlagenbestand des Wasserverbandes Verbundschiene Lavanttal, umfasst derzeit ca. 42 km Leitungslänge, 12 Quellfassungen, 4 Quellsammelschächte und 2 Hochbehälter mit einem Nutzinhalt von 500 m³. Weiters wurden 6 Anschlussschächte in den jeweiligen Wasserversorgungsnetzen der Mitgliedsgemeinden, 1 Druckunterbrecherschacht und 5 Reduzierstationen gebaut. Die Jahresfördermenge beträgt ca. 260.

 

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