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Wasser ist Leben.

Umfeld

Die Stadt Kufstein gewinnt sein Trinkwasser aus zwei Wasservorkommen: aus der Hofing-Quelle im Kaisertal und dem Grundwasserfeld Fürhölzl. Die Quelle liefert 100 Sekundenliter und deckt 90 Prozent des Trinkwasserbedarfs der Stadt. Die Zuleitung zur Stadt ist ein etwa drei Kilometer langer, mit 12 Revisionsschächten versehener Hangkanal am rechten Ufer des Kaisertalbaches. Er ist oberirdisch begehbar; die 10 Stollen sind entsprechend hoch ausgebrochen.

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Hier rinnt das Wasser in einen Teilbehälter, das heißt in einen größeren Schacht mit mehreren Kammern, wo sich die beiden Wasserleitungen trennen: das Nutzwasser geht zur Druckrohrleitung für das Elektrizitätswerk, das Trinkwasser überwindet in Eisenrohren die Schlucht des Kaisertalbaches und den Bach selbst mittels eines schmalen Betonsteges. Von hier aus nimmt das Hauptleitungsrohr seinen Weg durch die Stadt und über den Inn nach Zell. Soweit gewissermaßen der Urzustand der ersten Kufsteiner Wasserleitung.

Der Fürhölzl-Brunnen befindet sich am Kaisertal-Aufstieg und wird durch die Inntalgrundwasserstrom gespeist. Der Brunnen liefert 100 Sekundenliter und ist in der Lage, Kufstein zu versorgen. Er wird nur deshalb derzeit kaum herangezogen, weil die Hofing-Quelle noch immer mehr als genug Wasser bietet. Der Betrieb des Fürhölzl-Brunnens ist allerdings unverzichtbar geworden, obwohl der Wasserverbrauch durch Sparsamkeit und Recycling bei Großverbrauchern zurückgegangen ist und sich seit 1984 konstant hält.

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Bei kurzfristiger Trübung des Hochquellwassers (nach Gewittern und Landregen) oder Reparaturen an der Kaisertal-Wasserleitung können sogar Bedarfsspitzen mit dem Tiefbrunnen ohne weiteres überbrücken werden. Die Pumpe des Fürhölzl-Brunnens ist auch für den neuen Hochbehälter bei der Theaterhütte von Bedeutung. Hochbehälter haben ja den Zweck, Wasser für kurzfristige Ausfälle oder Überbeanspruchungen der normalen Aufbringung zu speichern.

So hatte man schon 1984 in der Hohen Wand am Tuxer Aufstieg eine Kaverne errichtet und sie 1957 noch von 300 auf 400 m³ Fassungsvermögen erweitert. Sie wird heute nicht mehr gebraucht und ist nur noch ein Denkmal der Kufsteiner Wasserversorgungsgeschichte. Der neue Hochbehälter besteht aus zwei kreisrunden, 6,5 Meter hohen Wasserkammern von je 25 Metern Durchmesser, die zusammen ein Fassungsvermögen von rund 6000 Kubikmeter (mehr als ein Tagesbedarf der Stadt an Trinkwasser) erreichen.

Der Standort oberhalb der Theaterhütte wurde vor allem wegen der Speicherung aus dem Fürhölzl-Brunnen und der günstigen Höhenlage (80 Meter über der Stadtmitte), die optimale Druckverhältnisse im Leitungsnetz gewährleistet, gewählt. Hervorzuheben ist zudem die landschaftsschonende Bauweise. Von dem umfangreichen Bauwerk ist kaum mehr zu sehen als der Eingang.

Seit 1989 ist am Kaisertal-Aufstieg eine Ultraviolett-Entkeimungsanlage mit einer Kapazität von 100 Sekundenlitern in Betrieb. Sie sorgt zuverlässig für bestes Trinkwasser. Um eine reibungslose, sowie der Bau- und Bevölkerungsentwicklung angepasste Wasserversorgung sichern zu können, ist auch ein entsprechendes Leitungsnetz notwendig.

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Diesem Erfordernis trug das Wasserwerk in den vergangenen 10 Jahren insbesondere dadurch Rechnung, dass es zwischen 1989 und 1992 im Osten und Südosten der Stadt in drei Abschnitten eine ca. 7 Kilometer lange Ringleitung herstellte. Von dieser Ringleitung aus kann nicht nur Wasser in das innerstädtische Versorgungsnetz eingespeist werden, sie dient auch dazu, unterschiedliche Druckverhältnisse auszugleichen.

Alle Anlagen werden ständig überwacht, die wichtigen Betriebszustände und mögliche Störungen der Brunnen, Behälter und Drucksteigerungsanlagen werden angezeigt. Rund um die Uhr überwacht ein Computer alle Außenstellen und verständigt im Bedarfsfall sofort die zuständigen Techniker. Zur Qualitätssicherung wird besonderes Augenmerk auch auf die Wasserschutz- und schongebiete gelegt. Für die Hofing-Quelle wurde 1984 das Gebiet am rechten Ufer des Kaisertalbaches zwischen Schrammbachl und Trockenbach bis etwa 1000 m Seehöhe zum Wasserschongebiet erklärt.

Dort bedürfen -abgesehen von den Auflagen des Naturschutzes - u. a. alle Baumaßnahmen sowie größere Holzschlägerungen und die Anwendung von Mitteln zur Schädlingsbekämpfung einer Bewilligung. Das Schutzgebiet für die Tiefbrunnen Fürhölzl erstreckt sich keilförmig vom Fürhölzl Richtung Nordwesten und reicht bis zum Inn. Durch laufende chemische und bakteriologische Untersuchungen wird die Qualität des Kufsteiner Trinkwassers überprüft. Die Untersuchungen werden vom Institut für Hygiene der Universität Innsbruck durchgeführt.

Sich kostenlos von dieser Qualität zu überzeugen stellt keine große Herausforderung dar! Zahlreiche Trinkbrunnen prägen das Bild der Stadt. Oft stammen sie aus der alten Brunnenzeit und der Vertrautheit mit dem Lebenssymbol Wasser bevor die städtische Wasserversorgung in den Jahren 1894/95 ihren Betrieb aufnahm: Damals gab es in der Stadt eine Reihe von öffentlichen Brunnen, die aus örtlichen Quellen gespeist wurden bzw. von Ziehbrunnen stammten.

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