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Wasser ist Leben.

Geschichte

Noch 1900 wurde Kapfenberg ausschließlich durch Hausbrunnen versorgt. Erst als große Arbeitersiedlungen entstehen und der Einwohnerstand der Marktgemeinde auf 6.000 steigt, beginnt der Ausbau einer öffentlichen Wasserversorgung. 1904 werden Leiner, Sternberger- und Gruberquelle im Leingraben mit einer Gesamtschüttung von 5,6 l/sec. gefasst. Die fortschreitende Entwicklung zur Industriestadt und der fortwährende Anstieg der Einwohnerzahl führt zur zusätzliche Fassung der Capra-Quelle in Einöd und der Verlegung einer Wasserleitung entlang der Mariazeller Straße bis in die Stadt sowie zur Verstärkung der Zubringerleitung zum Hochbehälter Emberg.

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1923 stehen die nächsten Wasserversorgungsprobleme ob der immer noch ansteigenden Bevölkerungszahlzahl bevor. Den Erfordernissen entsprechende Quellen sind nicht vorhanden, sodass mit dem Bau von maschinellen Brunnenanlagen begonnen wird. Die erste Anlage entsteht in der Schinitz, mit zwei Oberwasserkreiselpumpen und einer Gesamtförderleistung von rd. 53 l/sec.

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Zu dieser Brunnenanlage wird am Schinitzkogel ein Hochbehälter mit einem Fassungsinhalt von 600 m3 errichtet. 1937 kommt es zur Errichtung der zweiten maschinellen Brunnenanlage in Redfeld, unter dem Namen Pattererbrunnen I, mit einer Förderleistung von 12 l/sec. Mit Ausbruch des 2. Weltkriegs gewinnt Kapfenberg aufgrund der Waffenindustrie immer mehr an Bedeutung.

Die Einwohnerzahl beträgt nun schon 19.000. Ein aufgelassener Brunnen im Bereich der Landforst muss wieder instand gesetzt werden und versorgt die Hochschwabsiedlung. Am Schirmitzbühel wird die vierte Brunnenanlage mit einer Gesamtfördermenge von 25 l/sec errichtet. Kurz darauf entsteht der Pattererbrunnen II in Redfeld, mit einer Förderleistung von 23 l/sec.

Zu Kriegsende erweist sich die Wasserversorgung durch die vielen Brunnenanlagen als sehr kritisch. Bald werden erste Überlegungen für eine spätere zentrale Wasserversorgung angestellt und die Wasserversorgung von Kapfenberg schließlich komplett neu geplant.

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1951 bis 1955 wird die zentrale Brunnenanlage in Hafendorf mit 4 Oberwasserkreiselpumpen und einer Förderleistung von 153 l/sec. errichtet. Weiters erfolgt der Bau des Hochbehälters Pötschen I mit 2.000 m3 Fassungsinhalt sowie die Verlegung von Pump- und Versorgungsleitungen. Gleichzeitig werden die Quellversorgungsanlagen sowie der Einödbrunnen und der Schirmitzbühelbrunnen aufgelassen.

Ende der 50er Jahre werden der Hochbehälter Anton Paarsiedlung mit 1.000 m3 Fassungsinhalt und weitere Versorgungsleitungen erbaut. Gleichzeitig werden die Brunnen Patterer I und II, der Schinitzbrunnen und der Hochbehälter Emberg stillgelegt. Etwa 10 Jahre später kommt es zur Errichtung des Hochbehälters Redfeld mit einem Fassungsinhalt von 1.000 m3 und in den 70ern zum Bau der Brunnenanlage Schörgendorf mit einer maximalen Wasserentnahme von 16 l/sec. und der Errichtung des Hochbehälters Stegg mit einem Fassungsinhalt von 400 m3.

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Die 80er Jahre bringen neben der Errichtung der Wasserversorgungsanlage Berggasse und einem Hochbehälter sowie einer weiteren Wasserversorgungsanlage auf die Pötschen vor allem Modernisierungen mit sich. Die gesamte Wasserversorgung Kapfenbergs wird automatisiert. UV-Anlagen zur Wasserentkeimung werden im Brunnen Hafendorf und Schörgendorf montiert.

Nach längeren Planungsarbeiten für die ZWHS (Zentrale Wasserversorgung-Hochschwab- Süd-Ges.m.b.H.) werden in den Jahren 1994 und 1995 zwei Transportleitungen vom Lamingtal bis zu den Hochbehältern Pötschen I und Anton-Paar-Siedlung verlegt und Umbau- und Sanierungsmaßnahmen bei den Hochbehältern Pötschen I und Anton-Paar-Siedlung durchgeführt.

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Die Einspeisung in den Hochbehälter Pötschen I beginnt im Februar 1995. Danach wurde die Wasser- Fernwirkanlage in der Zentrale I modernisiert. Um diese spannende Geschichte allen zugänglich machen zu können, wurde im Brunnenhaus Schörgendorf neben einem modern ausgestatten Video -und Seminarraum, wo interne Mitarbeiterschulungen aber auch Informationsveranstaltungen für Kunden bzw. Fremdfirmen durchgeführt werden, ein Ausstellungsraum eingerichtet.

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In diesem werden dem heutigen Stand der Technik entsprechende Geräte der Wasserversorgung und zum Teil auch in der Vergangenheit eingesetzte den Besuchern in Führungen zugänglich gemacht. Auch werden regelmäßig Führungen für Volks- und Hauptschulklassen organisiert. Die zahlreichen Exponate wurden jahrzehntelang gesammelt und dokumentieren eindrucksvoll den Kampf um das kostbare Nass - von der ersten Stunden bis heute.

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