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Wasser ist Leben.

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In Hartberg gibt es seit jeher schwierige Rahmenbedingungen für die Wasserversorgung. Das Versorgungsgebiet befindet sich in einem niederschlagsarmen Gebiet mit geringer Grundwasserneubildung. Zudem wurde in den letzten Jahren durch die laufend bestehenden Aufzeichnungen der Brunnen und Quellen über Wasserstandshöhen und Durchflussmengenmessungen festgestellt, dass die Ergiebigkeiten bei den Grundwässern und Quellen rückgängig sind.

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Aufgrund der jeweils geringen Konsensmengen sind daher zahlreiche Wasserspender zur Abdeckung des Trinkwasserbedarfs notwendig. Die Wassergewinnung erfolgt sowohl aus Grundwasser als auch aus Quellwasser. Insgesamt stehen für die Wasserförderung nicht weniger als 12 Brunnen und 13 Quellen zu Verfügung. Das Grundwasser bewegt sich in wasserdurchlässigen Lockersedimenten (Grundwasserleiter, grundwasserführende Schichten) des Untergrundes.

Bei den Brunnen werden sowohl „nicht gespanntes" Grundwasser (= Grundwasser mit atmosphärischem Druck) und „artesisch gespanntes" Grundwasser (= Grundwasser, dessen Druck höher ist als der atmosphärische Druck) gewonnen.

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Der Brunnen Kneißl und Fürhab zählen auf Grund ihrer (relativ) hohen Ergiebigkeit (Dauerentnahme von ca. 4 l/s bzw. 2,5 l/s) zu den wichtigsten Wasserspendern der Wasserversorgung von Hartberg.

Ein Unikat stellen die 4 artesischen Brunnen in Grafendorf, deren Horizonte zwischen 50,3 und 176,2 m liegen, dar. Sie liefern ein einwandfreies Wasser, dessen Alter von ca. 7000 bis 9500 Jahre geschätzt wird! Zur Wasseraufbereitung des Hartberger Trinkwassers kommen 4 UV-Anlagen (ein rein physikalisches Verfahren), eine Entsäuerungsanlage sowie eine Enteisenungs- und Entmanganungsanlage zum Einsatz. Diese Spurenelemente sind NICHT schädlich, sie führen lediglich zu einer rötlichen Verfärbung des Trinkwassers.

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Durch die unabhängigen Wasserspender zur Abdeckung des Trinkwasserbedarfs kann ein kompletter Ausfall der Wasserversorgung zum Beispiel durch Schüttungsrückgang, Gebrechen usw. vermieden werden. Das Wasserwerk verfügt derzeit über insgesamt 8 Behälter (Tief- und Hochbehälter) mit einem Gesamtspeichervolumen von über 2.600 m3. Das entspricht über dem 2-fachen mittleren Tagesbedarf im Versorgungsgebiet.

Die Behälter werden zu Zeiten niedrigen Wasserverbrauchs - meist die Nachtstunden - gefüllt, um in den verbrauchsstarken Stunden zum Spitzenausgleich zur Verfügung zu stehen. Überall sind zwei bis drei Pumpen pro Anlage eingebaut. Zusätzlich zu den Druckerhöhungsanlagen in den einzelnen Behältern besteht eine weitere Drucksteigerungsanlage.

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Der Transport des Wassers erfolgt in einem Rohrleitungsnetz aus vorwiegend Guss- und PVC- und PE Rohren mit einem größten Durchmesser von DN 200. Für kleinere Leitungsdimensionen sind auch PE- und Stahlrohre in Verwendung. Das Rohrleitungsnetz ist als Ringnetz mit entsprechenden Absperrungen aufgebaut. Um die Verluste zu minimieren, wurde im Frühjahr 2001 mittels modernster elektronischer Geräte eine Gesamtrohrnetzanalyse durchgeführt. Das Rohrnetz wird seitdem laufend optisch, akustisch und auf seine Dichtheit überprüft.

Um die kommunale Wasserversorgung langfristig zu sichern, wurde ein Verbundsystem angestrebt. Diese Spitzenabdeckung bzw. Notwasserversorgung spielte schon im Jahr 2003 eine entscheidende Rolle. Ohne Notwasserversorgung wäre die Wasserversorgung Hartbergs schwer aufrechtzuerhalten gewesen. Die Versorgung erfolgt über den Wasserverband Safental zum Behälter-Geiseldorf. Die Ansteuerung der Notwasserversorgung erfolgt wasserstandsabhängig vom Hochbehälter 1.

Hartberg ist Mitglied des Wasserverbandes Transportleitung Oststeiermark. Dadurch wird bald die Trinkwasserversorgung Hartbergs definitiv sichergestellt werden. Ab 2007 soll eine Transportleitung zwischen Graz und Hartberg verlegt werden. Die 60 Kilometer lange Leitung wird eine Kapazität von 200 Liter pro Sekunde haben.

Bei der Versorgungssicherheit wird auch auf den letzten Stand der Technik gesetzt. Im Wasserwerk befindet sich seit 2004 eine hochmoderne vollautomatisch arbeitende Schaltzentrale zur Überwachung und Steuerung der gesamten Wasserversorgung. Laufend werden Durchflussmengen, Fördermengen, Behälterstände sowie Betriebsabläufe, Pumpenstellungen etc. überwacht und aufgezeichnet. Dadurch ist es möglich, im Störfall rasch und effizient zu handeln.

Um bei eventuellen Betriebsstörungen rasch handeln zu können, sind die wesentlichen technischen Einrichtungen sowie Ersatzmaterialien ständig vorrätig. Dies gilt insbesondere für Rohre und Rohrleitungsteile, Reservepumpen usw. Der Betrieb ist auch bei Ausfall einer Einheit oder bei Instandhaltungsarbeiten möglich.

Die Wasserqualität steht unter einer ständigen Kontrolle. Zur Untersuchung des Wassers steht dem Wasserwerk ein modern ausgerüstetes Labor zur Verfügung. Neben den Brunnen werden auch die Hochbehälter und die Netzstellen regelmäßig untersucht.

Darüber hinaus genießt beim Wasserwerk Hartberg ein wirksamer Schutz der wertvollen Ressource Trinkwasser selbstverständlich höchste Priorität. Alle Wasserschutzgebiete sind eingezäunt und alle Anlage mit Alarmanlagen versehen.

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