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Wasser ist Leben.

Umfeld

Das Wasserwerk Feldkirch bezieht sein Trinkwasser zum Teil aus dem Quellvorkommen im gebirgigen Saminatal, zum Teil aus dem Grundwasserfeld im Frastanzer Ried. Das Quellwasser entspringt auf ca. 860 m Höhe und liefert im Jahresmittel ca. 45 l/sec. Der Nachweis über die Herkunft des Quellwassers ist nicht gerade einfach. Die mächtige Goppaquelle entspringt aus einem Felsen, der aus Gesteinen der ostalpinen Trias besteht.

WW Feldkirch Umfeld 1

Das Grundwasserfeld im Frastanzer Ried ist ein sehr mächtiges Vorkommen. Der Grundwasserstrom des Walgaues wird mit dem Felsriegel in der Felsenau aufgestaut. Das gesamte Grundwasserfeld ist mit einer Deckschicht, die eine sehr geringe Durchlässigkeit aufweist, geschützt. Dieser Schutz ist günstig für die Erhaltung der Wasserqualität. Auf die Erhaltung dieser Schutzschicht wird daher großer Wert gelegt. Der Grundwasserkörper besteht größtenteils aus Mittel- und Grobkiesen mit eingelagerten Sandlinsen.

Die Mächtigkeit dieser Kiese und Schotter beträgt mehr als 40 Meter. Das Grundwasser wird aus einem Horizontal- und 3 Vertikalbrunnen gefördert. Der Horizontalfilterbrunnen wurde auf eine Tiefe von ca. 30 Meter abgeteuft. Zur Entnahme des Grundwassers wurden 2 Tauchpumpen mit einer Entnahmemenge von gesamt 120 l/sec. vorgesehen. Aus Gründen des Landschaftsschutzes wurde das Haus im Riedhüttencharakter errichtet. Für den Transport des Trinkwassers wurde eine Leitung mit einem Durchmesser von 300 mm bis zum alten Brunnenhaus verlegt. In diesem sind Druckerhöhungspumpen installiert, welche das Wasser in das bestehende Rohrnetz fördern.

umfeld 2 © ww feldkirch

Die Vertikalfilterbrunnenanlage besteht aus drei Vertikalfilterbrunnen. Der Brunnen ist 22 Meter tief. Die anderen zwei Vertikalfilterbrunnen sind außerhalb des Gebäudes. Diese reichen in eine Tiefe von 34 bzw. 39 Metern. Das Wasser wird im Sammelschacht zusammengeführt und mit 6 Pumpen in das Rohrleitungssystem bzw. Hochbehälter gepumpt. Diese beiden Anlagen sind räumlich getrennt und können unabhängig voneinander das ganze Versorgungsgebiet abdecken. Die Konsenswassermenge beträgt beim Vertikalfilterbrunnen 160 l/sec. und beim Horizontalfilterbrunnen 220 l/sec.

Für die Wasserspeicherung sind 6 Hochbehälter mit einem Gesamtspeichervolumen von 10.490 m³ vorhanden, was einem Tagesbedarf entspricht. Die Behälter dienen, um Verbrauchsschwankungen im Versorgungsgebiet auszugleichen, zur Erzeugung des erforderlichen konstanten Betriebsdruckes und zur Sicherung der Feuerlöschreserve (Hydranten). Für Notsituationen ist die Feldkircher Wasserversorgung in zwei getrennte Zonen geteilt, die sich bei einem Notfall zusammenschließen lassen.

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Der größte und zugleich neueste Behälter (im Juni 2008 in Betrieb genommen) auf dem Adetzenberg fasst mit seinen zwei Wasserkammern 4500m³. Sämtliche Behälter werden wöchentlich kontrolliert und mindestens 1x jährlich gründlich gereinigt. Die Wasserversorgung ist in 8 verschiedene Druckzonen aufgeteilt. Die Aufteilung ist notwendig, damit auf Grund der topografischen Gegebenheiten in allen Ortsteilen genügend Druck im Versorgungsnetz ist. Das gewonnene Trinkwasser wird über 193 km Transportleitung verteilt.

Aus Sicherheitsgründen wurde dieses Rohrnetz nach dem Ringleitungssystem aufgebaut. Das Rohrmaterial der Versorgungsleitungen besteht historisch bedingt aus Grauguss, Sphäroguss, Stahl und Polyethylen (PE) und variiert im Durchmesser von 80 bis 400 mm. Der überwiegende Anteil der gesamten Anlagekosten der Feldkircher Wasserversorgung entfällt auf dieses Rohrnetz. Dementsprechend sorgfältig wird es überwacht bzw. saniert. Über die letzten Jahre wurde das gesamte Rohrnetz zu fast 70 % erneuert. Zur Erhöhung der Versorgungssicherheit in den westlich und südlich liegenden Teilen von Feldkirch wurde eine 2. Transportleitung verlegt.

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Aus Sicherheitsgründen wurde für diese Transportschiene eine neue Trasse gewählt, damit bei Fremdeinwirkungen wie Verkehrsbelastung, Baggerarbeiten, Naturereignissen usw. ein möglichst großer Sicherheitsabstand zwischen den beiden Transportsystemen besteht. Um Feldkirch zu erreichen fließt auch das Trinkwasser durch den Berg über einen Stollen hat eine von ca. 350 m Länge und 1,5 m Breite. Die Scheitelhöhe beträgt 2,60 Meter. Verlegt wurde in diesem Stollen eine Leitung mit einem Durchmesser von 400 mm. Das Verteilungsnetz wird durch modernste Geräte (Korrelatoren) überwacht.

Mithilfe eines Prozessleit-Systems wird die gesamte Wasserversorgung von einer zentralen Überwachungsanlage gesteuert. Dadurch werden sämtliche Veränderungen in den Anlagen sowie im Rohrnetz erfasst, der Leitzentrale sofort gemeldet und ausgewertet. Das Grundwasser kann als sehr rein bezeichnet werden und es wird ohne jede Aufbereitung in das Trinkwasserversorgungsnetz eingespeist. Nach der chemischen Untersuchung ist es ein ziemlich hartes Wasser (12 - 18odH). Der natürliche Nitratgehalt ist mit 6 - 7 mg/l sehr niedrig und weit unten den Parameterwerten.

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Das Wasser der Quellen durchläuft beim Eintritt in den Behälter eine UV-Entkeimungsanlage. Grund- und Quellwasser haben jeweils eine sehr hohe Qualität und werden ohne chemische Behandlung an die Abnehmer abgegeben. Im eigenen Labor des Wasserwerkes wird das Wasser untersucht und zusätzlich werden jährlich bis zu 80 Wasserproben durch das Umweltschutzinstitut gezogen. „Tafelwasser-Qualität" bescheinigen diese Wasserproben des Vorarlberger Umweltinstitutes dem Wasserwerk der Stadtwerke Feldkirch.

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Großes Augenmerk wird auf die Sicherung der Wasserschutzzone und der Quellgebiete gelegt. Das Quellvorkommen liegt oberhalb der Siedlungsräume; im Einzugsgebiet sind keine touristischen Einrichtungen. Das gesamte Quellgebiet ist im Besitz der Stadt Feldkirch. Die beiden Grundwasserpumpwerke liegen in einem ausgewiesenen Wasserschongebiet.

Das überschüssige, artesisch gespannte Grundwasser tritt als Wallerquellen im Talboden aus und entwässert in die Ill. Das Grundwasser ist dadurch vor Verunreinigungen sehr gut geschützt. Bei beiden Brunnenanlagen ist ein Schutzgebiet von der Behörde festgelegt. Der Entnahmebereich (engere Schutzzone) befindet sich im Eigentum der Stadt Feldkirch. Die Schutzgebiete werden laufend kontrolliert. Im gesamten Schongebiet ist nur eine extensive Landwirtschaft erlaubt.

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