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Wasser ist Leben.

Wasser Glossar

Salmonellen

Salmonellen sind Bakterien, die mit der Gattung Escherichia eng verwandt sind. Sie zeichnen sich durch einen großen Artenreichtum aus. Darunter gibt es welche, die zu einer schweren Allgemeininfektion und nur sekundär zu Darmsymptomen führen, z.B. Typhuserreger. Sie können sowohl bei Menschen als auch bei Tieren auftreten. Das Reservoir für die Erreger sind meist kalt- und warmblütige Tiere (auch Haustiere). Infektionen mit Salmonellen entstehen meist durch Unsauberkeit im Lebensmittelbereich, durch rohe Eier, die von mit Salmonellen infiziertem Geflügel stammen, durch verunreinigtes bzw. abgestandenes Wasser (nicht benutzten Wasserspendern). Die Bakterien vermehren sich bereits ab einer Umgebungstemperatur von 7° C, besonders gut aber bei einer Umgebungstemperatur von ca. 37° C. Sie werden erst ab einer Temperatur von über 75° C abgetötet. Durch Einfrieren werden die Bakterien nicht abgetötet. Gebräuchliche Desinfektionsmittel töten sie aber innerhalb weniger Minuten. Bei einer Infektion führen sie zu einem verschieden schweren Krankheitsbild mit meist rasch auftretendem Brechdurchfall. Besonders davon betroffen sind Kinder und ältere Menschen und Personen mit geschwächtem Immunsystem, bei denen die Erkrankung rasch lebensbedrohend werden kann. Die durch Salmonellen verursachten Infektionen (Salmonellosen) zählen weltweit zu den häufigsten bakteriellen Durchfallserkrankungen.

Schieberkammer

Die Schieberkammer ist das Bedienhaus der Trinkwasseraufbereitungsanlage, welches alle notwendigen Hauptarmaturen, Pumpen, Kontroll- und Überwaschungseinrichtungen wie Probenahmestellen und Wasserzähler beherbergt. Die Schieberkammer ist dabei luftdicht von der Wasserkammer zu trennen, um Arbeiten ohne Gefährdung der Wasserqualität vornehmen zu können. Daher haben Schieber- und Wasserkammer ein getrenntes Lüftungssystem. Reserveflächen innerhalb der Schieberkammer erlauben bei Bedarf den nachträglichen Einbau von Aufbereitungsanlagen und bieten Platz für Werkzeuge und Ersatzteile sowie für Betriebsmittel.

Schmelz- und Siedetemperatur

Eigentlich sollte Wasser aufgrund seines niedrigen Molekulargewichtes bei Zimmertemperatur gasförmig vorliegen. Auch der Vergleich mit analogen Wasserstoffverbindungen anderer Elemente zeigt die ungewöhnlich hohe Lage des Siedepunktes und des Gefrierpunktes von Wasser. Der Grund für die Ausnahmestellung des Wassers liegt bei den starken Bindungskräften zwischen den Wassermolekülen über die Wasserstoffbrücken und die dadurch verursachte Vernetzung. Der Schmelz- oder Gefrierpunkt des Wassers liegt bei 0 °C, der Siedepunkt bei + 100 °C. Diese beiden Temperaturen dienen als Fixpunkte für die Gradeinteilung der Celsius-Thermometerskala.

Schnee

Schnee ist (mit Hagel) eine feste Form von Wasser, das als Niederschlag von Wolken ausgeschieden wird. Schnee entsteht, wenn sich in den Wolken die feinsten kondensierten Wassertröpfchen durch Abkühlung und Übersättigung an Aerosolen (anorganische Teilchen oder Mirkoorganismen) als Kristallisationskeime anlagern und dort gefrieren. Ist die Lufttemperatur zu tief, kann sich aus dem Wasserdampf Eis direkt bilden. Haben die Schneekristalle eine bestimmte Größe und Schwere erreicht, beginnen sie zu fallen und durchqueren dabei Luftschichten mit anderen physikalischen Eigenschaften (anderer Temperatur, anderer Feuchte). Beim mehrminütigen Fall wachsen die Eiskristalle entlang ihrer Achse und die einzigartige Form des Schneekristalls entsteht. Ebenso verblüffend wie ihre Formenvielfalt ist ihre ausgeprägte Symmetrie. Allen Formen ist die sechseckige Grundstruktur gemeinsam. Die Ursache dafür ist in der Molekülstruktur von Wasser zu finden. Ist es zu mild oder auch zu kalt, so kann aber es nicht schneien. Kalte Luft nimmt weniger Feuchtigkeit auf und bei extrem tiefen Temperaturen wird die Luft in den Wolken zu trocken, um Schnee hervorzubringen. Der bei Skifahrern beliebte Pulverschnee, ein trockener Lockerschnee, entsteht bei relativ niedrigen Temperaturen und fällt in sehr kleinen Flocken zu Boden. Auch die Größe der Schneeflocken hängt von der Temperatur ab. Bei milden Temperaturen fallen die größten Flocken. Da sie bis zu 95% Luft enthalten, fallen diese Schneeflocken verhältnismäßig langsam (mittelschwerer Regen fällt ca. um das Fünffache schneller). Schnee ist ein schlechter Wärmeleiter und spielt deshalb eine wichtige Rolle im Ökosystem. Viele Pflanzen würden bei tiefer Kälte erfrieren, wenn sie nicht durch eine dicke Schneedecke vom Frost isoliert wären. Unter der Schneedecke können viele Pflanzen einen kalten Winter schadlos überstehen. Nach den gleichen physikalischen Regeln wird auch der technische Schnee - "Kunstschnee" - hergestellt. Die Voraussetzungen für die technische Schneeerzeugung sind eine Umgebungstemperatur um den Gefrierpunkt und eine möglichst niedrige relative Luftfeuchtigkeit. Die zur Schneeerzeugung unterkühlten Wassertropfen werden über spezielle Düsen beigemischt und über eine Turbine oder über eine Lanze auf die Piste geworfen. Im Gegensatz zum Naturschnee nehmen die gefrierenden Wassertröpfchen eine Kugelform an. Wo Naturschnee eine Dichte von 100 Kilogramm pro Kubikmeter erreicht bringt es Kunstschnee auf 300 bis 500 Kilogramm. Kunstschnee wird von Umweltexperten zumindest ab einer Höhe von 1.500 Metern kritisch beurteilt - hier könnten Pflanzen aufgrund längerer Entwicklungszeiträume die Belastung durch Kunstschnee nicht mehr so gut wettmachen wie in tieferen Lagen.

Schongebiete

Wasserschongebiete haben im Gegensatz zu den Wasserschutzgebieten keinen rechtsverbindlichen Charakter, stellen jedoch einen Hinweis auf besonders zu schützende Gebiete dar. Dem Schongebiet kommt eine ähnliche Rolle, wie dem Schutzgebiet II zu und reicht bis zur Einzugsgebietsgrenze.

Schutzgebiet

Zum Schutze des Trinkwassers wird ein festgelegter Teil des Wassereinzugsgebietes der Wasserwerke in einem Verfahren der Wasserrechtsbehörde per Verordnung zu Schutz- und Schongebieten erklärt. Je nach Zone sind Nutzungen und Tätigkeiten verboten oder nur unter bestimmten Auflagen möglich. Die Schutzzone I, unmittelbar um die Wasserfassung, dient der Abwehr von schädigenden Einwirkungen aller Art. Schutzzone II dient dem Schutz vor pathogenen Keimen und Viren und gegen chemische Kontaminationen. Durch die Ausweisung von Schutzzonen und die Auferlegung von Nutzungsbeschränkungen dieser Zonen wird den Forderungen der Aufrechterhaltung von Qualität und Quantität des Grundwassers Rechnung getragen. Maßgebend für die, den einzelnen Schutzzonen aufzuerlegenden Beschränkungen, ist der über dem Grundwasser befindliche Bodenaufbau im Einzugsgebiet (Mächtigkeit von Deckschichten, Grundwasserflurabstand, Durchlässigkeit). Bei der Ausweisung von Schutzgebieten wird auf jahreszeitlich und vorflutbedingte Änderungen in den Grundwasserströmungsrichtungen Bedacht genommen und diese daraus resultierenden „Änderungsflächen" berücksichtigt.

Schutzrohr

Diese Einbaumethode wird dann gewählt, wenn die Rohrleitungstrasse nicht bzw. nur unter besonders hohem Aufwand zugänglich ist, oder wenn der Bereich der Rohrtrasse gegen die Auswirkungen von Rohrgebrechen besonders zu schützen ist (z.B. Eisenbahnkörper, Autobahntrassen, Hochbauobjekte). Voraussetzung für den Rohreinbau ist das Vorhandensein einer geeigneten Schutzrohrleitung, die je nach den örtlichen Gegebenheiten entweder in konventioneller Bauweise verlegt worden ist oder unter Anwendung einer grabenarmen Bauweise direkt in den Schutzrohrverlegung - Linz AG Schutzrohr bei einer Anschlussleitung Erdkörper eingebaut worden ist. Die Trasse der Schutzrohrleitung darf keine größeren Abweichungen von einer Geraden aufweisen als dies für den einzubauenden Wasserleitungsrohrstrang zulässig ist. Das Schutzrohr ist derart zu bemessen, dass bei einem etwaigen Gebrechen des Wasserleitungsrohres die austretenden Wassermassen gefahrlos zu einem Schacht außerhalb des kritischen Bereiches abfließen und dort optisch wahrnehmbar austreten können. Im Gebrechensfall kann die Wasserrohrleitung aus der Schutzrohrleitung herausgezogen, repariert oder erneuert und dann wieder eingebaut werden.

Schweiß

Schwitzen ist ein effektiver Mechanismus zum Senken der Körpertemperatur durch jene Verdunstungskälte, die beim Verdunsten von Schweiß entsteht. Schwitzen wird durch das vegetative Nervensystem reguliert und ist für den Menschen lebensnotwendig. Wenn es heiß ist oder wenn bei körperlicher Anstrengung die Muskulatur Wärme produziert, überhitzt der Körper. Das Gehirn schaltet dann unsere ganz persönliche Klimaanlage ein, um diese überschüssige Wärme abzugeben. Wenn der Schweiß verdunstet, kühlt er die Hautoberfläche und das Blut. Dabei wird gerade so viel Schweiß produziert, dass der Körper eine Temperatur von 37 Grad hält. Die Zusammensetzung des Schweißes ist von persönlicher Konstitution, der Umgebungstemperatur, der Arbeitsleistung und der Ernährung abhängig. Die Flüssigkeitsverluste über die Haut können beträchtlich sein. Sie können z.B. bei länger dauernder schwerer körperlicher Arbeit oder Hitze, mehrere Liter binnen weniger Stunden betragen. Normal ist eine Schweißsekretion von einem Liter pro Stunde und ca. 18 Litern pro Tag. Im menschlichen Schweiß sind im Allgemeinen Wasser (etwa 99 Prozent), Natriumchlorid (Kochsalz) Harnstoff, Ammoniak und Harnsäure enthalten. Die Haut enthält mehr als zwei Millionen Schweißdrüsen, sie befinden sich nahezu auf der gesamten Körperoberfläche, in der höchsten Konzentration auf der Stirn, den Handtellern und Fußsohlen. Die Haut bildet auch auf diese Weise eine Art Säureschutzmantel. Dieser dünne Film enthält einen bestimmten Anteil an Säuren, die Bakterien unschädlich macht. Der pH-Wert eines gesunden Menschen liegt bei 4 bis 5. Um diesen dünnen Säuremantel nicht zu zerstören, sollte man es auch mit dem Waschen nicht übertreiben - einmal täglich duschen ist genug. Andere Lebewesen, wie zum Beispiel Hunde, Katze, Schweine besitzen keine oder keine funktionsfähigen Schweißdrüsen. Diese Tierarten haben andere Möglichkeiten zur Kühlung des Organismus entwickelt. Hunde z. B. „schwitzen" über die Zunge.

Schwermetalle

Die wichtigsten Schwermetalle im Wasser sind: Blei (Pb), Cadmium (Cd), Chrom (Cr), Eisen (Fe), Kupfer (Cu), Nickel (Ni), Quecksilber (Hg) und Zink (Zn). In natürlichen Wässern kommen diese zum Teil gesundheitsschädlichen Schwermetalle nur in Spuren vor. Sind sie in stärkerem Ausmaß vertreten, können industrielle Abwässer, Korrosionsprodukte, Pflanzenschutzmittel u. dgl. die Ursache sein. Blei, Chrom, Eisen, Kupfer, Nickel und Zink können im Bereich der Inneninstallation in das Wasser gelangen. Ein besonderes Problem stellen die Bleileitungen in Altbauten dar.

Seewasser

Wird Wasser aus Seen in großer Tiefe (etwa 40 m) entnommen, so ist es gewöhnlich keimarm und frei von Trübungsstoffen, weshalb es in der Qualität dem Grundwasser ähnlich ist. In Österreich spielt die Seewassernutzung keine Rolle, da keine Oberflächengewässer für die Trinkwassernutzung heran gezogen werden.

Siebfilter

Neben der Abtrennung von festen Inhaltsstoffen erfolgt durch den Einsatz von Siebfiltern eine Entfernung von Feinstteilen aus dem Wasser. Der automatisch selbstreinigende Siebfilter besitzt eine Filterfeinheit im Mikronbereich. Das Selbstreinigungssystem ist elektrisch gesteuert und besteht aus einem Saugsystem zum Abreinigen des Filtersiebes, einem Elektromotor mit einer Gewindespindel, um das Saugsystem in einer Spirale sich drehenden Bewegung zu bringen, einer Verstärkerpumpe und einem Schaltschrank mit einer programmierten Steuerung, der den Betrieb des Filters überwacht und steuert. Das zu filternde Wasser fließt durch das Zulaufrohr in den Grobfilter von außen nach innen und tritt dann in das Feinsiebelement von innen nach außen ein. Da die Fließrichtung in diesem Feinfiltersieb von innen nach außen erfolgt, bildet sich ein Filterkuchen an der Innenfläche des Siebes, was zu einem Druckverlust führt. Ein Differenzdruckschalter aktiviert den Selbstreinigungsprozess. Eine Zeituhr garantiert zusätzlich, dass das Intervall zwischen den Selbstreinigungen nicht länger wird, als vom Betreiber eingestellt. Bei einem Spülbefehl öffnet das Spülventil zur Atmosphäre und verursacht einen Druckabfall sowohl im Spülgehäuse als auch im Scanner, der den Filterkuchen durch die Saugdüsen vom Filtersieb absaugt. Bei der Rückspülung wird nur ein minimaler Wasserdurchsatz benötigt. Auch bei niedrigem Betriebsdruck wird eine effiziente Selbstreinigung gewährleistet. Wegen des niedrigen Spülwasservolumens erfolgt die Rückspülung ohne Unterbrechung der Wasserversorgung für nachgeschaltete Anlagen und ohne nennenswerten Wasserverlust. Ein Schaltschrank steuert den Filterprozess und aktiviert die intensiven Spülzyklen, um einer zu starken Verschmutzung des Siebes zuvorzukommen.

Sodawasser

Sodawasser darf anstelle von Tafelwasser als Sachbezeichnung verwendet werden, wenn es einen Mindestgehalt von 4 mg Kohlendioxid pro Liter Wasser enthält. Sodawasser kann mühelos - eine gute Wasserqualität vorausgesetzt - selbst produziert werden und ist Bestandteil zahlreicher Longdrinks und Cocktails. Auch wird es häufig zur Mischung mit Wein als „Gespritzter" verwendet. Auf Englisch ist „Soda" meistens die Bezeichnung für künstlich hergestellte Getränke mit Geschmack (Cola, Fanta).

Sphäroguss (GGG = Guss Graphit Globular, gesetzlich geschützter Handelsname)

 

Sphärogussrohre haben die Graugussrohre abgelöst. Sphäroguss auch duktiles Gusseisen genannt, enthält ebenso wie Grauguss mehr als 1,7 % Kohlenstoff. Durch die Einstellung der chemischen Zusammensetzung liegt der freie Kohlenstoff (Graphit) bereits im Gusszustand weitgehend in kugeliger Form vor und ist im Gefügebild zu erkennen. Die Festigkeit bei Zug- und Biegebeanspruchung ist gegenüber dem Grauguss (GG) wesentlich verbessert und nähert sich den Werten für Stahl. Die Härte des duktilen Gusses ist höher als die des Stahls und entspricht den Werten für Grauguss. Die anfänglich bei duktilem Gusseisen angenommene Unempfindlichkeit gegen Korrosion hat sich nicht bestätigt. Deshalb erhalten duktile Gusseisenrohre einen auf die Beanspruchungen abgestimmten Oberflächenschutz für außen und innen. Sphärogussrohre sind sehr robust, schlagfest, zäh, bruchsicher, resistent gegen aggressive Abwässer und druckbeständig. Die mittlere Nutzungsdauer beträgt über 80 Jahre.

 

Spülungen

Die einfachste Art, Rohrleitungen zu reinigen, ist das Spülen. Durch Sperren von Rohrnetzteilen und Öffnen der Spülleitung bzw. des Hydranten wird die Durchflussgeschwindigkeit des Wassers so gesteigert, dass die erhöhte Schleppkraft des Wassers Ablagerungen mitreißt bzw. abtransportiert. So kann das Rohrnetz sektionsweise gereinigt werden. Der Erfolg der Spülung ist von den örtlichen Verhältnissen abhängig.

Spurenelemente

Bei Mineralstoffen unterscheidet man zwischen Mengenelementen und Spurenelementen. Die Spuren- oder Mikroelemente sind Mineralstoffe, die in äußerst geringen Konzentrationen im Körper (weniger als 50 mg pro kg Körpergewicht) vorkommen. Spurenelemente sind trotz ihrer niedrigen Konzentration im Körper bei wichtigen biologischen Funktionen beteiligt. Zu den Spurenelementen zählen u.a. Magnesium, Fluor, Mangan, Eisen, Kupfer, Jod, Zink.

Stahlrohre

Der Werkstoff Stahl weist eine hohe Zugfestigkeit und Kerbschlagzähigkeit sowie eine große Streckgrenze und Bruchdehnung auf. Stahlrohre sind in der Lage, Kräfte und Spannungen umzulagern bzw. abzubauen und können in Folge ihrer Biegsamkeit Bodenbewegungen folgen. In der Wasserverteilung kommen bestimmte Stahlsorten zur Anwendung. Je nach Anforderungen kommen nahtlose oder geschweißte Rohre zur Anwendung. Ab DN 600 sind Stahlrohre nur geschweißt lieferbar. Rohre aus Stahl werden in der Regel durch Schweißen verbunden. Hierbei ist es aber schwierig, den Innenschutz durchgehend zu gewährleisten und so wurden deshalb Stahlrohre mit Steckmuffen entwickelt. Die Eigenschaften der Stähle werden wesentlich durch deren Kohlenstoffgehalt beeinflusst, der bei Stahl maximal 1,7 % beträgt. Innerhalb dieser Grenze nehmen die Festigkeitswerte mit steigendem Kohlenstoffgehalt zu. Mit den günstigen Festigkeitseigenschaften muss ein ungünstiges Korrosionsverhalten in Kauf genommen werden, weshalb bei Einsatz von Stahlrohren ein effizienter Oberflächenschutz innen und außen unerlässlich ist.

Sulfat

Sulfate sind die Salze der Schwefelsäure und entstehen, wenn Schwefelsäure mit Metallen reagiert. Sulfate kommen in der Natur häufig vor und stammen meist aus gipshaltigen Gesteinsschichten, Salzlagerstätten und Mooren. Der als Mineral vorkommende Gips (Calciumsulfat) bildet stabförmige Kristalle oder durchsichtige Plättchen. Sulfate sind am Bau der Proteine und am Aufbau der Knorpelsubstanz beteiligt und tragen zur Festigkeit von Haut und Haaren bei. Verunreinigte Wässer haben meist auch einen erhöhten Sulfatgehalt, der durch Harn, Jauche und Deponieabflüsse bedingt ist. Höhere Sulfatgehalte können aber auch geologisch (z.B. natürliche Gipslagerstätten) bedingt sein. Sulfatreiche Wässer wirken abführend, insbesonders wenn gleichzeitig Magnesium (Magnesiumsulfat = Bittersalz) oder Natrium (Natriumsulfat = Glaubersalz) im Wasser vorhanden sind. Stark erhöhte Werte können korrosionsfördernd sein. In der Trinkwasserverordnung ist der Indikatorwert für Sulfat 250mg/l.

Süßwasser

Süßwasser ist Wasser mit einem geringeren Salzgehalt (weniger als 250 Milligramm Salz pro Liter). Nur ein verschwindend kleiner Teil der gesamten Wasserressourcen der Erde ist Süßwasser. Insgesamt werden die Wasservorkommen der Erde auf 1,4 Trilliarden Liter geschätzt, etwa 2,5% oder 35,1 Mio. km³ sind davon Süßwasser. Die größten Süßwasservorkommen der Erde befinden sich zu Eis gefroren in den Gletschern der beiden Polarregionen. Vorräte an Süßwasser stehen auch in Seen, Flüssen oder im Grundwasser zur Verfügung. Dieser Vorrat bleibt aufgrund des Wasserkreislaufs nahezu unverändert. Anders als Süßwasser muss Salzwasser und Brackwasser für Trink- und Bewässerungszwecke unter enormen Aufwand aufbereitet werden. Um den wachsenden Wasserverbrauch zu decken, wird - trotz hoher Kosten - in zunehmenden Ausmaß Meer- und Brackwasser mittels Entsalzungsanlagen zu Trinkwasser aufbereitet.

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