Barrierefreie Bedienung

  1. Zum Inhalt der Seite springen (Accesskey 5)
  2. Zu den Einstellungen für Schriftgrösse und Farbkontraste springen (Accesskey 4)
  3. Zur Suche springen (Accesskey 7)
  4. Zur Hauptnavigation der Seite springen (Accesskey 8)
  5. Zur Metanavigation springen (Accesskey 9)
Platzhalter

Wasser ist Leben.

Wasser Glossar

Regen

Bei Absinken der Temperatur und des Luftdruckes steigt die relative Luftfeuchtigkeit. Erreicht diese 100 %, kondensiert der Wasserdampf zu Tröpfchen, die als Wolken sichtbar werden. Bei weiterem Absinken von Temperatur und Luftdruck vergrößern sich die Tropfen und fallen als Regen zu Erde.

Regenwasser

Regenwasser ist das aufgefangene Wasser aus Niederschlägen. Bei Absinken der Temperatur und des Luftdruckes steigt die relative Luftfeuchtigkeit. Erreicht diese 100 Prozent, kondensiert der Wasserdampf zu Tröpfchen, die als Wolken sichtbar werden. Bei weiterem Absinken von Temperatur und Luftdruck vergrößern sich die Tropfen und fallen als Regen zu Erde. Der Weg des Niederschlagswassers (bei Schnee erst nach dem Tauen) ist nicht einheitlich. Zum Teil fließt es als Oberflächenwasser in Flüsse, Ströme und in das Meer, um an deren Oberflächen zu verdunsten. Diesen Weg der Niederschlagswässer bezeichnet man als oberirdischen Wasserkreislauf. Regenwasser versickert normalerweise an Ort und Stelle in den Untergrund und beiträgt wesentlich zur Neubildung von Grundwasser. Niederschlagsmengen können je nach Jahreszeit und Region deutlich unterschiedliche Versickerungsraten zur Folge haben. Die Versickerungsrate ist abhängig von der Menge des bereits im Boden vorhandenen Wassers und der Durchlässigkeit des Bodens ist. Bei unbefestigten Flächen ist der Anteil der Versickerung groß. Bei befestigten Flächen ist der Anteil der Versickerung klein, und das meiste Wasser fließt oberirdisch ab. Die durchschnittliche jährliche Niederschlagsmenge liegt in Österreich bei 1170 Millimeter. Die lokalen Unterschiede sind allerdings beträchtlich. Die Gründe für eine unterschiedliche Verteilung der jährlichen Niederschläge liegen u.a. in der geographischen Höhe der jeweiligen Region. Die Qualität des Regenwassers kann stark von der Aufnahme von Stoffen auf seinem Weg durch die Atmosphäre und vom Ort des Auftreffens abhängen. Der ökologische und ökonomische Vorteil von Regenwassernutzungsanlagen ist nach wie vor umstritten. Die Regentonne für die Gartenbewässerung ist aber uneingeschränkt zu empfehlen!

Rehabilitation

Die Rehabilitation umfasst alle Maßnahmen zur Erhaltung oder Verbesserung der Funktionsfähigkeit bestehender Wasserverteilungsanlagen. Die Leitungsmaterialien von Versorgungsnetzen unterliegen einem fortschreitenden Alterungsprozess bis sie ihre Lebensdauer erreicht haben und dann ausfallen. Durch die mathematische Beschreibung dieser Alterungsprozesse können Wasserversorgungsunternehmen eine vorausschauende Erneuerungsplanung durchführen. Dafür ist eine detaillierte Dokumentation des Versorgungsnetzes, des aktuellen Zustandes und der bisher aufgetretenen Schäden notwendig. Neben dem Alterungsprozess sollten neben unternehmensspezifischen Kriterien auch hydraulische Überlegungen in die Entscheidung der Erneuerungsplanung einfließen, um eine möglichst ganzheitliche Betrachtung der Erneuerungsplanung durchführen zu können. Die ÖVGW empfiehlt den Wasserversorgungsunternehmen eine möglichst vorbeugende und zustandsorientierte Instandhaltung oder Inspektionsstrategie zu verfolgen. Um vorbeugend Instandhaltungen durchzuführen, ist es neben den vorhandenen Aufzeichnungen über das Rohrnetz (Leitungen, Schäden) wichtig, die richtigen Schlüsse aus den gewonnen Daten zu ziehen.

Reinigung und Desinfektion von Behältern

Wasserbehälter werden ständig kontrolliert. Während ihres Betriebes sind häufige Sichtkontrollen wegen ev. Auftreten von Schwimmschichten, Bildung von Anlagerungen und Sedimenten unerlässlich. Man kann so eine nachteilige Beeinflussung der Wassergüte im Behälter rasch erkennen und die entsprechenden Gegenmaßnahmen ergreifen. Alle Wasserbehälter werden aber auch mindestens einmal pro Jahr gereinigt. Bei einer Reinigung werden Boden, Zu- und Ablaufeinrichtungen u.m. durch Abspritzen gereinigt. Man arbeitet vom Boden aus von oben nach unten und setzt spezielle Sprühgeräte (teleskopartig ausziehbare Sprühlanzen) ein. Die mechanische Reinigung kann in hartnäckigen Fällen auch mit Schrubbern erfolgen. Wenn darüber hinaus auch eine Reinigung mit chemischen Reinigungsmitteln oder eine Desinfektion notwendig ist, sollte dies von entsprechend geschultem Personal durchgeführt werden. Der Umgang mit Chemikalien und Desinfektionsmittel ist gefährlich und erfordert entsprechende Fachkenntnisse sowie spezielle Schutzmaßnahmen.

Ringleitung

Das Trinkwasserversorgungnetz im Ort kann nach dem Ringleitungssystem aufgebaut werden. Durch Ringleitungen werden Versorgungsspitzen ausgeglichen und im Brandfall steht in der Regel mehr Wasser zur Verfügung als bei Verästelungsleitungen. Bei Störungen muss nur ein kleiner Rohrnetzteil durch Schieber abgesperrt werden. In Randbereichen sind sie jedoch nur sinnvoll, wenn sichergestellt ist, dass das Wasser im Rohr ausreichend schnell erneuert wird. Das Wasser sollte in der Regel in 7 bis 10 Tagen verbraucht sein, da es sonst eventuell aufkeimt.

Ringnetz

Beim Ringnetz sind Transport- und Versorgungsleitungen zu Ringen geschlossen (vermaschtes Netz). Die einzelnen Versorgungsleitungen sind von mindestens zwei Seiten angespeist. Dieses System gewährt größere Betriebssicherheit, im Gebrechensfall die Aufrechterhaltung der Versorgung im größtmöglichen Umfang, geringere Beeinträchtigung der Wasserqualität und ausgeglichenere Druckverhältnisse. Trotz des höheren Investitionskostenaufwandes ist das Ringnetz wegen der bedeutend höheren Versorgungssicherheit dem Verästelungsnetz vorzuziehen.

Rohrbrüche

Leckstellen, die längere Zeit unerkannt bleiben, vergrößern sich im Laufe der Zeit. Durch das Ausströmen des Leitungswassers wird die Rohrbettung verändert und unter Umständen sogar ausgespült. Dies kann zum Bruch des Rohres führen. Rohrbrüche werden oft durch Grabungen oder Setzungen (z.B. durch später verlegten Kanal) hervorgerufen. Charakteristisch bleibt, dass solche Rohrbrüche mit erheblichen Wasserverlusten verbunden sind und meist direkt zu Tage treten. Es kommt vor, dass die Wasseraustrittstelle, vor allem bei befestigter, geneigter Geländeoberfläche, nicht mit der Bruchstelle übereinstimmt. Es sind schon Abweichungen bis zu 50 m beobachtet worden.

Rohrleitung

Eine zentrale Wasserversorgungsanlage besteht aus den Hauptteilen Gewinnung, Speicherung und Verteilung. Unter Wasserverteilung wird die Fortleitung des Wassers vom Gewinnungsort bis hin zum Verbraucher verstanden. Der überwiegende Anteil der gesamten Anlagekosten einer Wasserversorgung entfällt auf die Verteilungsanlagen. Die verwendeten Rohrleitungen sollen sowohl die quantitative Versorgung nach Menge und Druck als auch die weitgehende Beibehaltung der von der Wassergewinnung gelieferten Qualität des Wassers gewährleisten. Die Gliederung der Rohrleitungen erfolgt nach versorgungstechnischen Aufgaben. Man unterscheidet zwischen Transportleitungen, Versorgungsleitungen und Anschlussleitungen. Einen erheblichen Teil zum Wasserschutz kann die Wahl der richtigen Rohre beitragen. So kommt es etwa beim Transport von Trinkwasser nicht nur auf höchste Hygiene und Schutz vor äußeren Einflüssen an, den Rohren wird auch extreme Langlebigkeit abverlangt. Zu wertvoll ist das Wasser, um es durch brüchige Leitungen im Boden versickern zu lassen.

Rohrmaterialien

Man kann allgemein annehmen, dass rund 75 % des Anlagevermögens einer Wasserversorgungsanlage auf das Rohrnetz entfallen. Es ist daher verständlich, dass dem Rohrnetz eine besondere Bedeutung zukommt. In der Wasserwerkstechnik wird eine Vielzahl von Rohrmaterialien und Werkstoffen verwendet. Das überall verwendbare universelle Rohrmaterial gibt es nicht. Jedes handelsübliche Rohr hat Vor- und Nachteile. Wird es richtig gewählt, verlegt und unterhalten, werden potenzielle Schäden und deren Folgen abgewendet. Zur Planung einer Rohrleitung haben die Auswahl der Werkstoffe (und die Dimensionierung) so zu erfolgen, dass die Leitung den voraussichtlichen Erfordernissen bis zum Ablauf der anzunehmenden Nutzungsdauer - in der Regel mindestens 50 Jahre - gerecht wird. Früher wurden Rohre aus Grauguss hergestellt. Sie wurden wegen der guten Festigkeitseigenschaften und des günstigen Korrosionsverhaltens recht häufig verlegt. Sie wurden dann von Rohren aus duktilem Guss (auch Sphäroguss genannt) abgelöst. Diese haben stahlähnliche Eigenschaften und sind unempfindlicher gegen Transport- und Verlegefehler geworden. Da sie auch bei großen Druckunterschieden und felsigem Untergrund verwendet werden können, dürfte dieses Gussrohr nun das am universellsten einsetzbare Wasserleitungsrohr sein. Stahlrohre werden in den unterschiedlichsten Abmessungen und Formen verwendet. Sie werden nicht nur als Leitungen und Schutzrohre, sondern auch für Konstruktionen aller Art verwendet. An Faserzementrohren werden deren Dauerhaftigkeit, Unempfindlichkeit gegen elektrochemische Korrosion, einfache Bearbeitbarkeit und Wirtschaftlichkeit geschätzt. Die in der Wasserversorgung verwendeten Kunststoffe PVC-hart (Polyvinylchlorid), PE (Polyethylen), PE-X (vernetztes Polyethylen), PP (Polypropylen) und PB (Polybuten) sind so genannte Thermoplaste, d.h. sie sind bei Erwärmen verformbar. Ein Kunststoffrohr unter Druck gesetzt, hält im Laufe der Zeit immer weniger aus und die Festigkeit nimmt mit der Zeit ab. Andere Rohrwerkstoffe, wie Spannbeton, Glasfaserverstärkte Kunststoffrohre und Rohre aus hochgeliertem Stahl haben für die Wasserversorgung nur eine untergeordnete Bedeutung.

Rohrnetzformen

Rohrnetze werden nach ihrer Form und den hierdurch bedingten hydraulischen Verhältnissen unterschieden. Ein Rohrnetz kann nach dem Ringleitungs- oder dem Verästelungssystem aufgebaut werden. Beim Verästelungsnetz zweigen die einzelnen Versorgungsleitungen wie Äste eines Baumes von den Haupt- bzw. übergeordneten Versorgungsleitungen ab. Beim Ringnetz sind Transport- und Versorgungsleitungen zu Ringen geschlossen (vermaschtes Netz).

Rückflussverhinderer

Der Rückflussverhinderer ist eine Armatur die zur selbsttätigen Verhinderung des Fliessens in eine andere, als die vorgesehene Richtung dient. In verschiedenen Bereichen des hydraulischen Versorgungssystems kann es erforderlich sein, dass nur eine definierte Fließrichtung erlaubt ist. Aus unterschiedlichsten Gründen (z.B. Druckänderung im System) könnte eine Umkehr der Fließrichtung erfolgen. Für diese Zwecke werden Rückflussverhinderer in verschiedensten Bauformen eingesetzt um einen Rückfluss bei definierter Fließrichtung auszuschließen.

nach oben