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Wasser ist Leben.

Wasser Glossar

Fäkalien

Fäkalien (franz. Adj. fécal) sind von Menschen oder Tieren ausgeschiedene - feste und mehr oder weniger stark riechende - nicht weiter verwertbare Stoffe (Harn und Kot). Kot wird als natürlicher Dünger eingesetzt. Dies gilt in der Landwirtschaft insbesondere für Mist (Dung mit einem Bindemedium, oft Stroh) und Gülle (bestehend aus Kot und Urin). Aufgrund der zahlreichen über Fäkalien übertragbaren Krankheiten (z. B. über Fäkalkeimen wie Coli- Bakterien und Enterokokken) wird in der Wasserversorgung besonders darauf geachtet, dass keine Fäkalien in das Trinkwasser gelangen können.

Faserzement

Faserzement besteht aus Fasern und Zement. Industriell große Bedeutung erlangte diese Technologie durch die österreichische Erfindung des Asbestzementes (AZ) im Jahre 1901. Wegen der möglichen Gesundheitsgefährdung durch Asbestfasern bei Herstellung und Verarbeitung von verschiedenen Produkten wurde deren Anwendung durch die Österreichische Asbestverordnung vom Juli 1990 geregelt. Für die Herstellung und Verwendung von Rohren im Tiefbaubereich kann Asbestzement weiterhin verwendet werden, da die Fasern im Zementstein fest eingebunden sind. Faserzementrohre mit Zellulose und hochmolekularen Kunststofffasern als Bewehrungselemente stehen derzeit nur für drucklose Freispiegelleitungen zur Verfügung. Faserzement eignet sich sehr gut zur Herstellung von Rohren, Platten und dergleichen. Im Bereich der Wasserversorgung wird an Faserzementrohren deren Dauerhaftigkeit, Unempfindlichkeit gegen elektrochemische Korrosion, einfache Bearbeitbarkeit und Wirtschaftlichkeit geschätzt. Großkalibrige Faserzementrohre eigenen sich sehr gut für die Herstellung von Quellsammelschächten, Brunnenstuben und Kleinbauwerken für die Aufnahme von Armaturen und Wasserzählern.

Feuchtgebiete

Flusslandschaften, Moore und Mangroven sogenannte Feuchtgebiete fungieren global als Wasserspender und natürliche Abflussregulatoren. Die Feuchtgebiete spielen die Rolle eines Schwammes in der Natur. Sie schützen vor Hochwässern und geben Wasser in Trockenperioden kontinuierlich ab. Eine ähnliche Funktion übernehmen Wälder, die gleichzeitig auch eine effektive Reinigung des Wassers bewerkstelligen. Durch massive Regulierung und Begradigung von Flüssen gehen wertvolle Überschwemmungsflächen verloren, werden Sumpflandschaften ausgedörrt und das natürliche Gleichgewicht zwischen Eintiefung und Anlandung gestört. Die Wassermenge erneuert sich bei Entnahmen teilweise sehr langsam. Am Ende des 20. Jahrhunderts waren bereits 50% der weltweiten Feuchtgebiete entwässert, verbaut oder ausgetrocknet. Nachhaltige Nutzung bedeutet hier, dass die Entnahmen die Neubildung nicht übersteigen dürfen.

Filtration

Bei der Filtration handelt es sich nicht nur um die Abtrennung der im Rohwasser gegebenenfalls enthaltenen grobdispersen Stoffe, sondern auch um die Abtrennung der Stoffe, die sich erst im Laufe der Aufbereitungsverfahren zu größeren abtrennbaren Teilchen entwickelt haben. Die abzutrennenden Teilchen werden beim Durchströmen eines körnigen Filtermaterials (Quarz, Marmor, halbgebrannter Dolomit, Hydroanthrazit, Aktivkohle u.a.) entweder an der Oberfläche der Filterschicht oder in der Tiefe des Filterbettes (Raumfiltration) zurückgehalten. Wesentliche Kriterien der Filtration sind die Filtergeschwindigkeit (Langsamfilter, Schnellfilter) und die Bauweise (offene Filter, geschlossene Filter). Weiters wird nach Ein- oder Mehrstufen, Ein- oder Mehrschichtfiltern unterschieden. (Siehe auch Siebfilter)

Flockung

Kolloidal gelöste Stoffe sind im Wasser fein verteilte Stoffe, die sich aufgrund ihrer elektrischen Ladung gegenseitig abstoßen. Sie schweben im Wasser und können eine Trübung hervorrufen. Zu ihrer Abtrennung werden Flockungsmittel und Flockungshilfsmittel zugesetzt, die die elektrische Ladung der Teilchen aufheben und eine Zusammenballung der einzelnen Teilchen erzielen. Diesen Vorgang bezeichnet man als Flockung. Flockungsanlagen müssen für eine optimale Durchmischung des Flockungsmittels mit dem Wasser sorgen (Flockulatoren, Acceleratoren, Reaktivatoren, Pulsatoren etc.).

Flotation

Die Flotation ist ein Verfahren in der Trinkwasser- und Abwasserbehandlung, bei dem disperse Partikel im Wasser mit Hilfe von Gasblasen Aggregate gebildet werden, die sich aufgrund der geringen Dicht an der Wasseroberfläche anlagern. Damit die Luftblasen nicht sofort platzen, müssen sie sehr klein sein oder Zusatzstoffe angewendet werden. Flotationsverfahren werden in der Regel immer in Kombination mit anderen Trennverfahren (Filtration) eingesetzt.

Fluorid

Fluorid ist ein lebensnotwendiges Spurenelement, das den Aufbau der Knochen- und Zahnsubstanz unterstützt und den Zahnschmelz härtet. Fluor wird benötigt zur Kariesprophylaxe und wird auch eine prophylaktische Wirkung gegen Osteoporose zugesprochen. Fluorid ist u.a. in Seefisch, Getreide, Eiern, Fleisch, Leitungswasser und in natürlichem Mineralwasser enthalten. In den meisten natürlichen Wässern ist Fluorid nur in geringen Konzentrationen enthalten. Bei einer ausgewogenen Ernährung treten keine Mangelerscheinungen auf. Bei einer Fluorüberdosierung tritt eine Zahnschmelzfluorose auf (weißliche bis bräunliche Flecken im Schmelz der bleibenden Zähne).

Flusswasser

Flusswasser ist Oberflächenwasser. In Bächen und Flüssen weist es sehr unterschiedliche Qualität auf. In den Oberläufen ist die Qualität meist besser, doch Flusswasser kann durch Abwässer der Siedlungen und Industrie verunreinigt werden. Flusswasser wird daher nur dann zur Trinkwassergewinnung entnommen, wenn Quell- und Grundwasser nicht oder nicht in ausreichender Menge zu Verfügung stehen. Flusswasser muss meist sehr umfangreich und sorgfältig aufbereitet werden. In Österreich wird Flusswasser (Oberflächenwasser) nicht für die Trinkwasserversorgung genutzt.

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