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Formell betrachtet
ist die Wasserversorgung der Stadt Wörgl älter als die Stadt selbst, denn die
Bevölkerung wird seit dem Jahre 1899 über ein öffentliches Verteilnetz mit
Trinkwasser versorgt. Ursprünglich fand man mit den
Sonnbergquellen noch das Auslangen, jedoch schon 1925 musste aufgrund der
wachsenden Bevölkerung neue Wasserressourcen erschlossen werden. |
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Im
südlich von Wörgl gelegenen Seitental Wildschönau wurde die
Quelle Oberau erschlossen. Es war dazu
eine 6 km lange Zubringerleitung notwendig und im Bereich des
Hennersberg der Bau eines Hochbehälters
mit einem Fassungsvermögen von 250 m³. Mit dieser Quelle und
einem kleinen Tiefbrunnen in
Bahnhofsnähe fand die damalige Marktgemeinde ihr Auslangen. |
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In den
Jahren 1954 – 55 wurden im Osten Wörgls, im Ortsteil Pinnersdorf,
die Pinnersdorfer Quellen erschlossen.
Aufgrund der geografischen Höhenanlage war es notwendig, das
anfallende Quellwasser in den ebenfalls in dieser Zeit erbauten Hochbehälter
Pinnersdorf zu befördern, um einerseits die in diesem Gebiet
angesiedelten Bewohner versorgen und den Wasserüberschuss in das
Wörgler Stadtnetz einspeisen zu können.
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Zur
Versorgung der Bevölkerung im Kerngebiet von Wörgl wurde am
Hennersberg zur gleichen Zeit der Hochbehälter
Hennersberg I mit einem Fassungsvermögen von 1.300 m³ gebaut.
Damit war auch eine ausreichende Speicherreserve gegeben, jedoch
nur für kurze Zeit.
Das rasche Bevölkerungswachstum, die zunehmende
Industrialisierung und der dadurch stark angestiegene
Wasserbedarf führten dazu, dass große Investitionen in den
Ausbau der Wasserversorgung geplant wurden. |
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Mitte
der 60er Jahre wurde mit Sondierungen und Planungen für den Bau
eines Grundwasserbrunnens begonnen. Es wurde
im Westen von Wörgl, im Ortsteil Lahntal ein Horizontalfilterbrunnen
mit einer max. Förderleistung von 100 l/sek. errichtet. Auch eine
neue Transport- und Verteilleitung vom Tiefbrunnen durch das
westliche Stadtgebiet zum Hochbehälter am
Hennersberg wurde gebaut. Im Jahre 1972 konnten diese Anlagenteile
in Betrieb genommen werden, die Trinkwasserversorgung war für Jahre
sichergestellt. |
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In den
darauf folgenden Jahren wurden die bestehenden Anlagen adaptiert und
erneuert, die zu klein gewordene Transportleitung der Quelle Oberau
wurde auf der gesamten Länge ausgetauscht, ein zusätzlicher
Tiefbrunnen auf dem Gebiet der Nachbargemeinde Angath errichtet und
1990 in Betrieb genommen. Vom Tiefbrunnen
Lahntal wurde eine neue 3 km lange
Transportleitung zum Hochbehälter
Hennersberg gebaut und das Speichervolumen durch den Bau eines 2.
Hochbehälters auf 2.600 m³ verdoppelt. |
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Die
inzwischen nicht mehr zeitgemäße geographische Lage des Tiefbrunnens
Lahntal, das Gefahrenpotential durch die Nähe der Bundesstraße
und die wachsenden Gewerbebetriebe im Bereich Lahntal, führten
Mitte der 90er Jahre zu Überlegungen, einen neuen, sicheren
Standort für eine Tiefbrunnenanlage zu suchen. |
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Dieser
Standort wurde südlich des Stangl-Hofes im Lahntal gefunden, die
Probebohrungen waren erfolgreich und es konnten in den Jahren
1998/2000 2 neue Tiefbrunnen abgeteuft werden. Nach Fertigstellung
der notwendigen Bauwerke, technischen Ausrüstungen und der Anbindung
an die Transportleitung zum Hochbehälter
Hennersberg, konnte die Anlage im Frühjahr 2000 den Probebetrieb
aufnehmen. |
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Seit
Herbst 2000 wird mit dieser Tiefbrunnenanlage der Großteil des
Trinkwasserbedarfes der Bevölkerung von
Wörgl abgedeckt. Von 1996 bis 2006 wurden im Versorgungsgebiet von
Wörgl ca. 30 km Wasserleitungen ausgetauscht
bzw. neu verlegt. Um die Wasserspeicherung zu verbessern und die
gesetzlich vorgeschriebene Löschwassermenge einwandfrei
bereitstellen zu können wurde zudem im Jahr 2006 ein zusätzlicher
Speicher errichtet. |
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