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Ausbau des bestehenden Leitungsnetzes,
Austausch der Vor- und Nachkriegsleitungen und dadurch Reduzierung
der Wasserverluste, Erweiterung des Speichervolumens und Neubau
eines Hochbehälters, Sicherung der
bestehenden Wasservorkommen durch Ausweisung von
Schutz und Schongebieten, Erhöhung und
Sicherung der Förderkapazitäten im Bereich der Tiefbrunnen
- die Bilanz der mehr als 20jährigen Tätigkeit des
Wasserwerkleiters Ing. Josef Hettegger kann sich sehen lassen.
Umso mehr, wenn man erfährt, dass alle Arbeiten im und rund ums
Wasserwerk kostendeckend sind! Für die Zukunft wird weiterhin
daran gearbeitet, den erreichten (hohen) Standard zu halten. Er
warnt davor, mit voreiligen Entscheidungen kostspielige
Überkapazitäten zu schaffen: „Rückblickend hat sich der Bedarf an
Trinkwasser oft nicht ganz so entwickelt
wie manche Prognosen dies vorausgesagt haben. Die Bevölkerung hat
den Umgang mit dem Wasser geändert,
die Geräte arbeiten sparsamer und so hat sich der Wasserverbrauch
der Haushalte verringert. Wenn dieser Trend anhält, so ist die
Steigerung des Wasserbedarfes in den nächsten Jahren in unserem
Bereich mit den vorhandenen Mitteln zu schaffen“. Hettegger hält
nicht sehr viel von der wiederholt geführten Diskussion, dass für
verschiedene Tätigkeiten, wie Autowaschen, WC-Spülungen usw. nicht
das hochwertige Trinkwasser verwendet
werden sollte. Für Hettegger würde die Kosten einer solchen
aufwendigen Verteilung von Trinkwasser und Brauchwasser den
Rahmen des Verträglichen sprengen und auch vielerorts zu
Platzproblemen führen. Und weiter nimmt sich Hettegger kein Blatt
vor dem Mund: „Es ist den Verbrauchern anzuraten, das vom
Wasserwerk gelieferte, einwandfreie Wasser nicht nur als
Trinkwasser, sondern auch für den sonstigen täglichen Bedarf zu
nutzen. Wasser sparen ist nicht notwendig, viel wichtiger ist
Wasser sinnvoll zu verwenden und nicht sinnlos zu verschwenden“.
Für die Pläne der großen Nachbarn IKB
und Tiwag zeigt er ein gewisses Interesse aber auch etwas Skepsis.
„Eine effiziente Lösung des sicher nicht schlechten Grundgedankens
kann es nur dann geben, wenn man sich bei Tiwag und IKB dazu
durchringt auch mit uns kleinen Wasserversorgern auf dem Lande zu
reden“. Und er fügt hinzu: „Es wäre auch für unsere mittel- und
langfristige Planung interessant zu wissen, ob wir weiterhin
eigene, zusätzliche Wasservorkommen erschließen sollen, oder ob es
eines Tages einen Anschluss an die Inntalschiene geben wird.“ Mit
der aktuellen soliden Basis ihrer Trinkwasserversorgung können die
Wörgler jedenfalls optimistisch in die Zukunft blicken. Das kühle
Nass ist für Jahre gesichert. |
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